In einer Spielstraße muss man langsam fahren und achtsam sein – bei einer Kollision mit einem Blumenkübel bekommt man den Schaden nicht ersetzt. Über 1.300 Euro kostete die Reparatur des Wagens, den ein Mann gegen den unbeleuchteten Kübel gesetzt hatte. Das Geld wollte er vor Gericht erstreiten. Allerdings lehnte das Landgericht Koblenz seinen Wunsch ab. Weiter
O-Ton: Pferd schubst Radlerin – Schadensersatz und Schmerzensgeld
Wenn ein Tier einen Unfall verursacht, dann muss der Besitzer dafür haften. Juristen sprechen davon, dass sich die „Tiergefahr“ verwirklicht. In dem Fall, den das Landgericht Koblenz entschied, war eine Radlerin an einem Pferd vorbei gefahren und gestürzt. Sie musste operiert und eine Woche stationär behandelt werden, dafür verlangte sie Schadenersatz und Schmerzensgeld. Weiter
O-Ton: Straßenbauer muss bei Markierungen aufpassen
Markiert ein Straßenbauarbeiter die Fahrbahn während der Rotphasen einer Ampel, muss auch er auf den Verkehr achten. Kommt es bei den Arbeiten zu einem Unfall, haftet er ansonsten zu einem Viertel mit, so das Oberlandesgericht Celle. Die Richter betonten, der Mann hätte nicht mit dem Rücken zur Fahrbahn arbeiten dürfen. Weiter
O-Ton: Werbeanzeigen müssen deutlich sein – Verbraucher nicht in die Irre führen
Werbung soll auch informieren, aber es gibt Regeln gegen den unlauteren Wettbewerb. Verbraucher dürfen nicht in die Irre geführt werden. Das liegt dann vor, wenn die Dauer der Rabattaktion oder die weiteren Bedingungen nicht klar erkennbar sind. So untersagte das Landgericht München I einem Möbelhaus die Werbung für sogenannte „Küchentage“. Weiter
O-Ton: Scheidung nach iranischem Recht kann auch in Deutschland anerkannt werden
Bei der iranischen Khol-Scheidung stellt zunächst ein Gericht fest, dass es keine Aussicht auf Versöhnung gibt, anschließend beurkundet ein Notar die Scheidung. Das Oberlandesgericht Braunschweig musste entscheiden, ob so ein Verfahren auch in Deutschland anerkannt werden kann. Weiter