Der weltgrößte Zulieferer Bosch sieht durch den Trend zur Elektromobilität Chancen auf steigende Marktanteile für sich. „Das Potenzial, das wir in der E-Mobilität sehen, ist erheblich. Beim Antriebsstrang des Verbrennungsmotors sind wir in einigen Bereichen stark, anderes machen wir gar nicht – wie Getriebe, Ventile oder Kolben. Beim Elektrofahrzeug hingegen können wir den gesamten Antriebsstrang liefern“, sagte Geschäftsführer Bernd Bohr der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Das Umsatzpotenzial pro Fahrzeug sei für Bosch um ein Mehrfaches höher als bei einem Verbrennungsmotor: „Bei einem Vierzylinder-Diesel kann Bosch pro Antrieb Teile für rund 800 Euro liefern. Bei einem Elektroantrieb mit Leistungselektronik können das 1.200 bis 1.300 Euro sein, teilweise auch mehr. Da kommt die Batterie für 5.000 bis 7.000 Euro noch hinzu“, betonte der Manager.
Unter der Voraussetzung, dass „ordentliche Marktanteile“ gewonnen werden könnten, sei der Umstieg in die Elektromobilität kein Problem, sondern eine Chance: „Da dies kein plötzlicher Umbruch sein wird, sondern ein schrittweiser Übergang, ist dieser Umstieg für uns gut zu handhaben. Der Marktanteil des Verbrennungsmotors sinkt ja erst langsam von derzeit 99,9 Prozent auf vielleicht 95 Prozent 2020. Bis 2030 wird es dann nach unserer Einschätzung einen erheblich größeren Anteil Elektroautos geben“, sagte Bohr.
Weiden – Nach dem Abbau von knapp 3.700 Stellen schafft die Werkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) nun wieder Jobs und stellt in 85 Filialen auf längere Öffnungszeiten sowie Zwei-Schicht-Betrieb um. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf den Geschäftsbericht zum dritten Quartal. Zugleich treibt ATU den Umsatz an, indem das Unternehmen jedem Mitarbeiter eine monatliche Prämie von bis zu 200 Euro auszahlt, wenn die Filiale den Erlös um mindestens sechs Prozent über Vorjahresmonat steigert.
Berlin – Trotz der weltweit steigenden Nachfrage muss sich die Automobilbranche nach Meinung von Fiat-Chrysler neu aufstellen, effizienter werden und vor allem die Überkapazitäten abbauen. „Die Autohersteller müssen größer und besser werden“, forderte Harald Wester, Chief Technologiy Officer von Fiat-Chrysler auf dem Kongress der Automobilwoche in Berlin. „Wir können uns nicht länger leisten, strukturelle Probleme nicht schonungslos anzugehen.“ Es sei das Gebot der Stunde alte Modelle und Denkweisen zu überprüfen.
Berlin – Volkswagen sieht für die künftige Entwicklung beim Autoabsatz weiterhin ein großes Potenzial in den sogenannten BRIC-Staaten. „Die Autoentwicklung ist nach wie vor eine Wachstumsentwicklung“, sagte Hans Demant, Leiter Internationale Projekte bei Volkswagen, auf dem Kongress der Automobilwoche. Demant bezog sich auf Prognosen, wonach sich der Gesamtmarkt bis 2018 um 45 Prozent auf mehr als 100 Millionen Fahrzeuge erhöhen werde. 2010 waren es 72,2 Millionen Einheiten.
Berlin. Volkswagen investiert in China im Zeitraum von 2012 bis 2016 insgesamt 14 Milliarden Euro. „Wir sind der größte ausländischer Investor“, sagte Karl-Thomas Neumann, Präsident der Volkswagen Group China auf dem Kongress der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche in Berlin. Im vergangenen Jahr lieferte VW in China 1,92 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus und beschäftigt rund 40.700 Mitarbeiter.