Schanghai – Die Dürr AG will das Wachstumsfeld Umwelttechnologie verstärken. „Wir haben zahlreiche Übernahmekandidaten identifiziert und rechnen in den kommenden Wochen mit ein bis zwei Abschlüssen“, kündigte Dürr-Chef Ralf Dieter im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche an. Dabei handele es sich nicht nur um Start-ups. Einer der ins Auge gefassten Firmen weise einen Umsatz von 20 Millionen Euro aus.
Der Maschinen- und Anlagenbauer aus Bietigheim-Bissingen hat Anfang 2011 die Sparte Clean Technology Systems gegründet und dort bestehende Aktivitäten wie die Wärmerückgewinnung gebündelt, die aus der Abluftreinigungstechnik hervorgegangen ist. Künftig soll das Portfolio durch Akquisitionen von kleineren Unternehmen mit Know-how zum Thema Energieeffizienz ausgebaut werden. Auch beim neuen Geschäftsfeld Montagesysteme für Lithium-Ionen-Batterien geht es laut Dieter voran: „Wir haben Chancen auf ein weiteres Projekt in Europa.“ Einziger Kunde ist bislang die Deutsche Accumotive, ein Joint Venture von Daimler und Evonik.
In Südostasien plant Dieter schon die nächste Expansionsstufe: „Wir eröffnen 2012 ein Büro in Thailand. In den nächsten zwei Monaten können wir erste Projekte von japanischen Herstellern gewinnen.“ Dabei setzt er auf die Kooperation mit dem japanischen Konkurrenten Parker, an dem Dürr zehn Prozent hält.
Der neue BMW-Chef für die USA, Ludwig Willisch, strebt ein Absatzwachstum in den Vereinigten Staaten von 25 Prozent an. „Mittelfristig erwarten wir 300.000 verkaufte Autos der Marke BMW jährlich“, sagte Willisch der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Laut Informationen aus Konzernkreisen erwartet BMW dieses Ziel bereits für 2013/2014. In diesem Jahr peilt die BMW Group für ihre Kernmarke BMW laut Willisch 240.000 verkaufte Einheiten im US-Markt an – nach 220.100 im Jahr 2010.
Um das ehrgeizige Absatzziel von 800.000 Fahrzeugen im Jahr 2020 zu erreichen, will die schwedische Traditionsmarke Volvo bis dahin mehr als 10.000 neue Mitarbeiter einstellen. „Wir werden dann die Zahl unser Beschäftigen insgesamt auf 33.000 bis 35.000 erhöhen“, sagte Volvo CEO Stefan Jacoby im Gespräch mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Gegenwärtig beschäftigt Volvo rund 24.000 Angestellte, davon rund 16.000 in Schweden, 5.000 in Belgien, 1.000 in China sowie rund 2.000 in anderen Märkten.
Paris – Renault-Nissan CEO Carlos Ghosn erwartet für die europäische Autobranche ein hartes Jahr 2012 und unternimmt Schritte zum Schutz seiner Konzernmarken vor dem Abschwung. „Es gibt keinen Zweifel, dass der Markt im kommenden Jahr zurück geht … Die einzige Frage wird sein, wie groß der Einbruch sein wird“, sagte Ghosn der Fachzeitschrift Automotive News Europe und fügte hinzu: „Wir sind da sehr vorsichtig“.