All posts by Reporter

28Mai/12

Audi hält an ambitionierten Absatzzielen fest

 Ingolstadt – Trotz der Eurokrise will die Volkswagen-Tochter Audi ihre ambitionierten Absatzziele nicht zurücknehmen und weltweit die Verkäufe weiter steigern. „Ja, wir sind sehr zufrieden – und das trotz der schlechten Verfassung einzelner Märkte aufgrund der Schuldenkrise. Ich denke da besonders an Italien und Spanien. Aber wir werden das Vorjahresniveau mindestens halten, weltweit wollen wir in diesem Jahr sogar rund 100.000 Einheiten drauflegen“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. 2020 will der Konzern weltweit nach wie vor zwei Millionen Autos verkaufen, bekräftigte der Manager.
Audi hatte 2011 erstmals 1.302.650 Autos verkauft. Damit setzte das Unternehmen 19,2 Prozent mehr Fahrzeuge ab als 2010.

Ungeachtet des Absatz-Vorsprungs von Daimler und BMW auf dem US-Markt sieht sich Audi auf dem richtigen Weg und verweist auf kontinuierliche zweistellige Wachstumsraten in den Vereinigten Staaten: „Das ist das Ergebnis unserer sehr langfristig angelegten Politik. Wir werden keine Marktanteile kaufen, zum Beispiel durch hohe Rabatte, sondern unsere Marke beständig weiterentwickeln“, betonte Stadler und unterstrich: „Langfristig liegt unser Absatzziel bei jährlich über 200.000 Einheiten.“

Neben dem Händlernetz werde daher auch die Modellpalette in den USA ausgebaut. Dazu gehöre die Markteinführung des Q3. Mit Blick auf „Clean Diesel“ werde im kommenden Jahr der A6 und der A8 und 2014 der Q5 TDI auf den amerikanischen Markt gebracht.

28Mai/12

Streit vor Tarifverhandlungen im Kfz-Gewerbe

 Stuttgart – Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im Kfz-Gewerbe am kommenden Mittwoch scheint bislang kein Kompromiss in Sicht. Mit Blick auf den Abschluss von 4,3 Prozent Lohnplus in der Metall- und Elektroindustrie warnte der Hauptgeschäftsführer des Kfz-Gewerbes in Baden-Württemberg, Carsten Beuß, im Gespräch mit der Automobilwoche, dies sei „nicht machbar“. „Da muss man sich nur die Umsatzrenditen ansehen.“ In der Industrie lägen diese teilweise im zweistelligen Bereich, im Kfz-Gewerbe um die zwei Prozent. Andere Handwerksbranchen seien eher vergleichbar, dort habe es niedrigere Abschlüsse gegeben, betonte Beuß.

Dagegen sieht die Verhandlungsführerin der IG Metall, Sabine Zach, den Abschluss der Metall- und Elektroindustrie positiver: „Das hat mit Sicherheit Signalcharakter, schließlich geht es um analoge Forderungen“, sagte sie.
Die IG Metall will für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe 6,5 Prozent mehr Lohn. Zudem fordert sie die Übernahme der Ausgebildeten und Mitsprache bei Leiharbeit. Die Arbeitgeber bieten vier Prozent in zwei Schritten und eine zwölfmonatige Übernahme der Ausgebildeten. Regelungen zur Leiharbeit lehnen sie ab.

28Mai/12

Europäische Opel-Händler: „Opel muss Farbe bekennen“

 Rüsselsheim/Assen – Die Opel-Händler in Europa drängen den angeschlagenen Autobauer zu mehr Offenheit. „Opel muss Farbe bekennen“, forderte der Vorsitzende des europäischen Opel-Händlerverbands EURODA und Opel-Aufsichtsratmitglied, Jaap Timmer, in der Automobilwoche. Nur so könne verlorenes Vertrauen wieder hergestellt werden, sagte Timmer der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Es gebe Kunden, die sich bereits um ihre Garantierechte und Ersatzteilversorgung sorgten. Eine klare Sprache gegenüber Kunden und Mitarbeitern sei nötig. „Ich bin zu 100 Prozent dafür, dass Opel eine PR-Offensive startet und deutliche Zeichen setzt, dass die Marke eine gute Zukunft hat.“

Im Kampf ums Markenimage rät Timmer, Opel solle sich klarer positionieren und nicht ins Premiumlager schielen. „Ich sehe uns zurzeit eher im Wettbewerb mit Skoda als mit der Marke Volkswagen.“ Opel habe die richtigen Produkte, aber nicht die richtige Marktpositionierung.

Nach Timmers Ansicht würden die Kunden nicht negativ auf eine Verlagerung der Produktion ins Ausland reagieren. „In vielen Ländern spielt das keine Rolle. Nach dem Aus für das Werk in Antwerpen ist der Absatz von Opel in Belgien gestiegen.“ Deutsche Medien würden die Schuld für Opels Misere zwar oft bei der „bösen Mutter GM“ suchen, doch das greife zu kurz. „Opel kann sich glücklich schätzen, eine Mutter zu haben, die wieder richtig Geld verdient. Sonst würden die Sparmaßnahmen noch härter ausfallen.“

28Mai/12

Eurokrise gefährdet Gebrauchtwagengeschäft deutscher Händler

 München – Die schwächelnde Wirtschaft im Süden der Eurozone bringt das Geschäft mit Gebrauchtwagen und Leasingrückläufern hierzulande in Gefahr. Nach einem Bericht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche fehlen jetzt für Fahrzeuge mit hohen Kilometerleistungen ab 120.000 Kilometern die traditionellen Abnehmer in Italien, Frankreich, Spanien oder Portugal. Aufgrund der Wirtschaftskrise „sind diese Märkte komplett weggebrochen“, zitiert das Blatt verschiedene Händler. Bislang wurden Fahrzeuge mit hoher Leistung mit einem Restwert von rund 38 Prozent kalkuliert und nach Südeuropa verkauft.

Betroffen sind vor allem Leasingfahrzeuge wie der VW Passat, die in Deutschland oft von Vertretern drei Jahre lang gefahren werden. In der Mittelklasse sind rund 70 Prozent aller Neuwagen Geschäftswagen, viele davon geleast.

28Mai/12

O-Ton + Magazin: Jeder Dritte leidet unter Depression, Burn-out und Co.

 27 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Erkrankungen ihrer Psyche. Das besagt eine Studie, die hier in Berlin vorgestellt wurde. Die Gesamtkosten für die Volkswirtschaft belaufen sich Schätzungen zufolge demnach auf mehr als 100 Milliarden Euro jährlich. Und: Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, sagte KKH-Allianz-Chef Ingo Kailuweit unserem Sender:

O-Ton:

Auch wenn am Anfang häufig unklar ist, ob es schon eine ernsthafte Erkrankung ist oder nur ein vorübergehende Erschöpfung – im Zweifel sollte man eher früher als später einen Arzt konsultieren.

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Magazin: Jeder Dritte leidet unter Depression, Burn-out und Co.

Anmoderation: 27 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Erkrankungen ihrer Psyche. Die Gesamtkosten für die Volkswirtschaft belaufen sich nach Schätzungen auf mehr als 100 Milliarden Euro jährlich. Und: Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, so die Experten.

Text:

Am Anfang einer Erkrankung ist häufig unklar: Ist dies bereits eine Depression oder nur ein vorübergehender Erschöpfungszustand? Bei der Analyse, so Prof Martin Härter vom UKE Hamburg, stellt sich dann heraus:

O-Ton:

Skeptiker sprechen gern von einer Modeerscheinung. Doch das ist bei weitem nicht so. Erste Hinweise bei der KKH-Allianz zeigen, dass Burn-out-Fälle unter den Versicherten dieser Kasse allein in den letzten drei Jahren um rund 40 Prozent zugenommen haben. KKH-Allianz-Chef Ingo Kailuweit:

O-Ton:

Schätzungen zufolge werden psychische Erkrankungen bis zum Jahr 2030 zusammen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen die führende Krankheitsursache in den industrialisierten Ländern sein.Wie erkenne ich nun, dass ich möglicherweise betroffen bin? Wie sind die Symptome? Prof. Härter:

O-Ton:

Im Zweifel sollte man eher früher als später einen Arzt konsultieren.

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