Jeder Unternehmer, jeder Handwerker, jede Ärztin, jede Verbraucherin – alle kennen den Kampf mit der Bürokratie. Jedes noch so kleine Detail wird penibel geregelt und für die Nachwelt dokumentiert. Und obwohl die Politik seit Jahren verspricht, das endlich zu ändern, versinken wir gefühlt immer tiefer in einem Wust aus Vorschriften und Dokumenten.
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Wirtschaft, Bürger, sogar die Politik selbst. Wir alle kämpfen mit überbordender Bürokratie. Seit Jahrzehnten versprechen Regierungen einen Bürokratieabbau, auch die aktuelle Koalition aus Union und SPD.
Heißt das, dass jetzt endlich der ganz große Befreiungsschlag kommt?
Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der DIHK, sieht durchaus Potenzial, wenn die Politik liefert und die Wirtschaft mitzieht.
„Die Pflicht ist dann eben, die Eigenverantwortung auch wieder wahrzunehmen. Also entweder haben wir das betreute Leben oder das betreute Unternehmertum durch die tausenden kleinteiligen Regelungen, an die wir uns zu halten haben oder wir stehen da plötzlich und müssen selber entscheiden und müssen Selbstverantwortung tragen.“ 17 Sek.
Helfen könnte in Zukunft die künstliche Intelligenz. Sven Kramer von der PEAG Holding GmbH sieht da ganz klar Potenzial.
„KI soll und darf nicht den Menschen ersetzen. Das heißt, die Betreuung von meinen Mitarbeitenden wird nicht die KI übernehmen. Das machen Menschen, das machen andere Mitarbeiter von mir und ich. Die Gespräche mit den Kunden müssen zwischen Menschen geführt werden. Aber alle Arbeiten, die ich rechts und links machen muss, das kann man durch KI automatisieren.“ 20 Sek.
Der deutsche Bürokratie-Wahnsinn ist inzwischen ein echter Standortnachteil, den wir uns nicht leisten können. Also lohnt es sich, diese dicken Bretter auch zu bohren.
Stephanie Baron, Berlin.