Category Archives: Politik

04Nov./09

BUND warnt vor BPA-belasteten Produkten

Der Wissenschaftler fügte hinzu: „Wenn die (Behältnisse) aus Polycarbonat bestehen, dann gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Bisphenol-A (BPA) aus diesem Polykarbonat in die Lebensmittel gelangt und damit auch von Kindern aufgenommen werden.“

Mehrere Handelsketten hätten bereits reagiert und die entsprechenden Schnuller aus dem Angebot genommen. Nun komme es darauf an, diese Beschränkungen auf andere belastete Produkte auszuweiten. Vorerst sollten Verbraucher genau auf die Produktbeschreibungen achten, empfiehlt Dr. Wefers.

Peter Röhrig, CEO eines der weltweit größten Herstellers für Babyprodukte, MAM, betont: “Es ist überhaupt kein Problem, BPA-freie Flaschen und Schnuller herzustellen und das ist jedem Hersteller nur anzuraten.”

BPA kann bei Kindern Veränderungen im Hormonhaushalt auslösen, die zu gravierenden Schäden im späteren Leben führen können. Bei einer möglichen Schädigung der Sexualorgane sei auch die nächste Generation betroffen, so die Wissenschaftler. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Bisphenol-A und Diabetes. Bei Tierexperimenten sei festgestellt worden, dass die Gehirnentwicklung verlangsamt oder zurückgeblieben worden sei.

Kanada habe bereits ein Verbot für Babyflaschen und medizinische Produkte erlassen. Mehrere amerikanische Städte und Staaten hätten Gesetze erlassen, die auf ihrem Gebiet den Verkauf von Produkten wie Babyflaschen und -tassen verbieten. In skandinavischen Ländern wird die Situation ebenfalls sehr kritisch beurteilt, in Frankreich liegt dem Parlament ein Verbotsantrag vor, so der BUND.

22Okt./09

Schätzing attackiert „Gartenzwergideologie“

Auch die „freundliche, aber biedere Kanzlerin“ Angela Merkel (CDU) wirke hier „nicht gerade visionär“. „Man darf Sozialpläne und Forschung nicht gegeneinander aufrechnen“, sagte Schätzing und fügte hinzu: „Solange wir nicht intensiv in Forschung und Bildung investieren, wird sich die soziale Misere nicht ändern.“ Auch die jüngste schreckliche Gewalttat in der Münchner S-Bahn stelle „ein Indiz für die verfehlte Bildungspolitik“ dar. Die jungen Hauptverdächtigen seien ohne Bildung aufgewachsen und damit ohne Bewusstsein für Toleranz. „Bildung dient auch der
Herausbildung einer friedlicheren Gesellschaft“, betonte der Autor.
Zu Deutschlands künftiger Stellung in der Welt sagte Schätzing: „Im vereinigten Europa werden wir die Rolle des rüstigen Rentners spielen, der ganz nett fürs Alter vorgesorgt hat und immer noch recht ansehnlich durch den Park stolziert. Aber in der Weltwirtschaft werden wir keine entscheidende Rolle mehr spielen.“

21Okt./09

Großmann will Energie-Milliarden in Bildung stecken

Es war verkehrt, „viele Milliarden Energie- und Ökosteueraufkommen einfach in die Sozialversicherungen“ zu packen, „ohne den dort vorhandenen strukturellen Umbaubedarf richtig anzunehmen“, kritisierte der Stromkonzernchef und betonte: „Gerade die Jugend und die Bildungswelt brauchen jetzt einen Motivationsschub.“ Großmann lobte im Grundsatz die von Union und FDP geplanten längeren Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. Zur möglichen Dauer sagte er, es gebe „viele Länder, die keine bestimmte Laufzeit haben, sondern die einfach sagen, wir schicken euch alle fünf bis zehn Jahre einen TÜV, und der sagt, weitermachen oder nachrüsten“. In den USA rechne man etwa mit Kraftwerkslaufzeiten von 80, in den Niederlanden von 60 Jahren.
Die Endlagerfragen seien „bei gutem Willen schnell zu lösen“, fügte der RWE-Chef hinzu. „Da wird die Energiewirtschaft ihre Beiträge leisten, wenn das Gesamtenergiekonzept stimmig ist.“ „Insgesamt glaube ich schon, dass eine schwarz-gelbe Koalition für eine wettbewerbsfähige Energiepolitik besser ist als eine ideologisch stark vorgefärbte“, betonte Großmann. Zugleich schlug er wie der Bundesverband der Deutschen Industrie vor, die Energiepolitik im Wirtschaftsministerium zu verankern.

21Okt./09

Emmerich: Teure Filme laufen auch in der Krise

Ein Film, der 20 bis 30 Millionen Dollar gekostet habe, spiele die Investition „locker“ wieder ein. „Schwierig sind Größenordnungen von 50, 60, 70 Millionen Dollar. Aber Filme wie ‚2012’, der 200 Millionen Dollar gekostet hat, mit großem Aufwand gedreht und mit teuren Special Effects, funktionieren meist“, sagte Emmerich. Die Finanzkrise mache die Menschen im Übrigen sensibler für Katastrophenszenarien. „Die Leute, mit denen ich zu tun habe, sind immer pessimistischer geworden – und die Wirtschaftskrise hat diese Stimmung bestätigt. Wir müssen radikal umdenken, sonst werden wir uns selbst zerstören“, warnte Emmerich. Die Auslöser seien weniger Naturkatastrophen als politische Spannungen und Terrorismus.

20Okt./09

Dohnanyi lobt Merkel als „ehrlich, klug und entschlossen“

Wenn sie das nicht mehr könnte, würde sie gehen, und es würde sie sogar kaum betrüben“, lobte der frühere Hamburger Bürgermeister.
Mit Blick auf die Linkspartei betonte Dohnanyi: „Ich würde doch als Sozialdemokrat viel lieber mit Frau Merkel, einer sozial orientierten, christlich gesonnenen Frau, zusammenarbeiten als mit Gysi oder Ramelow!“