Category Archives: Politik

20Mai/10

Grüne wollen Verbot von Bisphenol A

Sie fügte hinzu: „Da muss man überlegen, ob man nicht nach dem Vorsorgeprinzip den Stoff besser verbieten sollte. Und da bin ich gerade bei Produkten wie Baby-Schnuller und Nuckelfläschchen auf jeden Fall dafür.“

Die Grünen-Politikerin begrüßte den Schritt Dänemarks. Bei Unsicherheiten sollte das Vorsorgeprinzip gelten. „Gerade wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob etwas gesundheitsschädlich ist oder nicht, dann besser einmal zu viel verboten als einmal zu wenig. Gerade bei Kindern!“, betonte Nicole Maisch.

Bisphenol A steht im Verdacht Herz- und Kreislauferkrankungen, Störungen der Sexualentwicklung sowie Diabetes hervorrufen zu können. Dänemark hat daher als erster EU-Staat konsequent die Nutzung der Chemikalie ab 1. Juli 2010 untersagt, davon betroffen sind Kunststoffprodukte aus Polycarbonat wie Babyfläschchen und Verpackungsmaterialien, die mit Kindernahrung in Kontakt kommen.

11Mai/10

Wirtschaftsexperte: Deutschland nutzt seine Chancen nicht

„Wohlstand, Arbeitsplätze, Renten, Gesundheit wollen wir sichern etc., wissen aber heute schon genau, dass dies nicht mehr möglich ist – bei dem Schuldenberg, den wir haben.“

Daher sei es allerhöchste Zeit, dass die Deutschen sich bewusst werden, welche verheerenden Konsequenzen diese Risikoscheu für die Gesellschaft hat. Sie müssen Neues zulassen und sich aktiv an der Rettung des Globus beteiligen, statt ängstlich von der Zuschauertribüne aus zuzusehen, wie die Welt sich verändert. Dazu gehört Neugierde und Mut zur Veränderung. „Das Prinzip „Verantwortung“ für die kommende Generation gilt nicht nur für vermiedene Risiken, sondern auch für vertane Chancen. Ich sehe jedenfalls die reale Gefahr, dass die junge Generation für das zahlen muss, was heute versäumt und ängstlich verhindert wird“, schreibt Schust.

28Apr./10

Spreng hält Seehofer für unberechenbar

„Der doppelte Seehofer verwirrt seine Gegner und entsetzt seine Freunde: Erst trägt er Kompromisse mit, wie sie im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbart werden, um ihnen anschließend öffentlich zu widersprechen“, betonte Spreng. Die CSU habe „im Grunde mit ihm abgeschlossen“ und sehne sich nach gradlinigen Führungsfiguren. „Sie erträgt ihn nur noch deshalb, weil es zu ihm gegenwärtig keine Alternative gibt.“
Der Partei halte Seehofer für einen „Übergangsparteichef und Übergangsministerpräsidenten, der nur noch eine Aufgabe hat: den Weg für seine Nachfolger zu ebnen. Sie heißen Karl-Theodor zu Guttenberg als Parteichef und Georg Fahrenschon als Ministerpräsident“, sagte Spreng voraus.

28Apr./10

Begley: USA behalten Führungsrolle

Trotz der „zunehmenden Dysfunktion des politischen Systems der USA, die mit der Radikalisierung“ der ultrakonservativen „Tea-Party-Bewegung und anderer rechtsextremer Gruppen“ einhergehe sieht Begley dieses Erbe nicht in Gefahr. Sein Vertrauen in die politische Begabung von US-Präsident Barack Obama sei unbegrenzt. Mit ihm werde es keinen Rückzug Amerikas von der Weltbühne geben

28Apr./10

Exklusiv in ‚Cicero’: Görings Vernehmung

Er war „bauernschlau“. Allerdings wurde seine Intelligenz von einer zweifellos pathologischen Eitelkeit überschattet: „Er beklagte sich, dass er, obgleich höheren Ranges, mit drei ebenfalls gefangenen Generälen ein Quartier teilen musste.

Im Übrigen wälzte er alle Schuld auf Hitler ab: „Sie hatten einen großen Verbündeten in Ihrem Luftkrieg: den Führer.“ Warburg schildert die Versuche Görings noch in den letzten Tagen des Krieges Hitlers Stelle einzunehmen, was allerdings zu seiner Festnahme durch die SS führte, bis er von einer Truppe von Luftwaffen-Soldaten in Tirol „befreit“ wurde. Göring behauptete, er habe Schweden zweimal vor der deutschen Invasion bewahrt. Mit dem Völkermord an Europas Juden konfrontiert, zog er aus der linken Tasche seiner Marschallsuniform die Formulare seiner monatlichen Überweisungen an den jüdischen Schneider seiner Frau in Theresienstadt. „Wissen Sie, Theresienstadt war gar nicht so ein übles Lager.“
Als er nach Ende der Vernehmungen in seine Zelle geführt wurde, die von nun an nur noch aus einem Feldbett und zwei Decken bestand, sagte er: „Jetzt erkenne ich, dass ich einen meiner größten Fehler beging, als ich nicht den gleichen Weg einschlug wie der Führer.“ Am 15.10.1945 – wenige Stunden vor seiner geplanten Hinrichtung – beging Göring, der vom internationalen Gerichtshof in Nürnberg zum Tod durch Erhängen verurteilt worden war, Selbstmord durch die Einnahme von Zyankali.