Category Archives: Auto

19Juni/11

Hyundai will in Europa 40 Prozent Wachstum bis 2013

 Produktoffensive mit elf neuen Fahrzeugen bis Ende 2012 – Ausbau des Werks in Tschechien auf 100.000 Einheiten und 1.000 Beschäftigte

Hyundai will seine Verkäufe in Europa bis 2013 auf eine halbe Million Einheiten jährlich steigern und damit rund 40 Prozent mehr Fahrzeuge als in diesem Jahr absetzen. „Wir wollen nach 2,6 Prozent im vergangenen Jahr einen Marktanteil von drei Prozent in diesem Jahr erreichen“, sagte Hyundai Europe COO Allan Rushforth im Interview mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Nach seinen Worten hatte der koreanische Hersteller 2009 einen Anteil von 2,4 Prozent nach 1,8 Prozent in 2008. „Mittelfristig erwarten wir einen Absatz einer halben Million Autos im Jahr 2013 und darüber hinaus eine Steigerung auf einen Marktanteil von fünf Prozent im Jahr 2015. Unser Ziel ist es, einer der fünf führenden Hersteller in Europa zu werden“, fügte Rushforth hinzu, ohne dafür einen konkreten Zeitplan zu nennen. Im vergangenen Jahr belegte Hyundai als Marke – ohne Einbeziehung von Verkäufen der Schwestermarke Kia – den Platz 14 im Europa-Ranking.

Der koreanische Konzern plant derzeit nach Rushforths Worten eine breite Produktoffensive: „Wir werden elf neue Fahrzeuge und Ableger bis Ende nächsten Jahres auf den Markt bringen.“ Dazu gehöre der ix35 medium SUV, für den bereits 100.000 Bestellungen vorlägen. Ursprünglich waren insgesamt nur 30.000 Einheiten geplant.

Das Werk im tschechischen Nosovice hatte im vergangenen Jahr eine Auslastung von 90 Prozent. Jetzt soll die dritte Schicht in dem Werk eingeführt werden: „Das wird uns eine Steigerung von 200.000 auf nahezu 300.000 jährliche Einheiten erlauben. Dadurch entstehen weitere 1.000 Arbeitsplätze“, betonte Rushforth.

Marken wie Skoda oder Chevrolet seien nach Darstellung des Managers nicht die wesentlichen Wettbewerber: „Opel ist beispielsweise eine große Herausforderung für uns.“ Für eine Marke aus Asien, die auf den europäischen Markt komme, bedeute Toyota die Benchmark, gab sich Rushforth selbstsicher.

Hyundai wants to boost European new-car sales 40% by 2013

– Korean brand in the middle of 11-car product offensive
– Czech plant’s output to rise by 100,000 units this year
– Toyota, Opel are main rivals; top 5 in Europe is long-term goal

Hyundai Motor Europe has ambitious growth goals in Europe. The Korean automaker wants to boost its European new-car sales to 500,000 by 2013, up nearly 40 percent from 358,284 in 2010, Hyundai Europe Chief Operating Officer Allan Rushforth told Automotive News Europe in an interview. Rushforth added: “We plan to achieve a 3 percent market share this year up from 2.6 percent last year, 2.4 percent in 2009 and 1.8 percent in 2008. For the overall market, we expect European sales to decline about 2.7 percent to 13.4 million units. That means selling just above 400,000 units. Our medium-term forecast it to sell half a million cars by 2013 and, beyond that, to achieve a 5 percent market share within 5 years – by 2015.”

The COO went on to say: “The ultimate goal is to be one of the top five automakers in Europe.”

He declined to reveal when Hyundai wants to join the top five. Hyundai brand was No. 14 last year in European new-car sales. When asked for more details on the goal Rushforth said: “It is our long-term objective. We clearly cannot be in the top five automakers overnight in a mature and tough market like Europe.”

Hyundai has big plans boost its lineup. “We are in the middle of a product offensive that will see 11 new products and derivatives from December 2010 until the end of next year,” Rushforth said. “We are extremely pleased with recently launched models such as the ix35 medium SUV. We received 100,000 orders for a vehicle for which we planned 30,000 units.”
Rushforth does not see value brands such as Skoda and Chevrolet as Hyundai’s main rivals. “Opel, for example, is a big conquest target for us at the moment. Typically, for an Asian brand coming to Europe, Toyota remains a benchmark.”

The COO said the carmaker’s plant in Nosovice, Czech Republic, will continue to contribute to the company’s grow plans. “Last year Nosovice had a 90 percent utilization rate. We do not have any expansion plan that goes beyond adding a third shift to Nosovice, which will permit us to expand production from 200,000 units to roughly 300,000 by year end and create another 1,000 jobs.”

16Juni/11

Porsche erwartet 2011 ein 20prozentiges Wachstum in Europa


Vorstand Maier: Unternehmensstrategie trägt den schlichten Namen „Strategie 2018“

Stuttgart – Einen Tag vor der Hauptversammlung am morgigen Freitag hat der Sportwagenbauer Porsche seine Erwartungen für ein kräftiges Absatzwachstum in diesem Jahr geäußert. Bernhard Maier, Vertriebs- und Marketingvorstand, sagte in einem Interview mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe mit Blick auf 2011: „In Europa ist ein Wachstum von 20 Prozent durchaus vorstellbar. Diese Absatzsteigerung ist das Ergebnis unserer erfolgreich gestarteten Produkt- und Professionalisierungsoffensive.“

Vergangenes Jahr hatte Porsche laut Maier „insgesamt rund 37.000 Porsche in Europa verkauft“. Die Zahl der Auftragseingänge lag laut Maier gar bei 44.000 Einheiten. Deutschland war als Heimatmarkt mit 13.211 Kundenauslieferungen in 2010 der größte europäische Porsche-Markt gewesen, gefolgt von Großbritannien mit 6.796 Kundenauslieferungen und Italien mit 3.946 Auslieferungen.

Maier nannte im Gespräch mit Automotive News Europe erstmals den schlichten Namen der neuen Unternehmensstrategie: der „Strategie 2018“. Zum Vergleich: Schwestermarke Volkswagen nennt seine Strategie „Mach 18“, Audi spricht von der „Road15“. Maier unterstrich das Ziel, den Absatz des Sportwagenbauers auf 200.000 Einheiten zu verdoppeln: „Vergangenes Jahr haben wir rund 97.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Dieses Jahr wollen wir die Marke von 100.000 Einheiten durchbrechen. Wir sind fest entschlossen, unsere Strategie 2018 konsequent umzusetzen. Damit können wir am weltweit prognostizierten Marktwachstum partizipieren und unseren Absatz langfristig verdoppeln.“

Ein wesentlicher Erfolgsbaustein für künftige Erfolge soll eine neue Markenstrategie sein, die Porsche noch diesen Sommer präsentieren will. Maier: „Die Markenstrategie ist der rote Faden für unsere Unternehmensstrategie und setzt damit die Leitplanken für alle Teilstrategien. Unser Unternehmensziel von wertschöpfendem Wachstum ist nur möglich, wenn wir die Marke schützen und stärken. In den letzten Monaten haben wir uns intensiv mit aktuellen Megatrends und zukünftigen Herausforderungen für die Branche und Chancen für Porsche beschäftigt. Dabei ist klar: Unsere Markenwerte und unser Markenkern leben von ihrer Authentizität. Das Ziel war eine evolutionäre Weiterentwicklung, da wir unsere Markenidentität als ingenieursgetriebenes Unternehmen schon seit 63 Jahren pflegen.“

Maier erteilt dabei einem Claim, wie etwa „Vorsprung durch Technik“ bei der Schwestermarke Audi, eine klare Absage: „Starke Marken wie Porsche brauchen keinen Claim. Porsche ist eine weltweit einheitlich wahrgenommene Marke mit einem klaren Profil. Die Stärke unserer Marke resultiert aus der Kombination scheinbar unvereinbarer Gegensätze. Dazu zählen zum Beispiel Tradition und Innovation oder Alltags- und Rennsporttauglichkeit. In unserem Markenkern steht das Leitbild „Intelligent Performance“.“

Das komplette Interview wird in der kommenden Ausgabe von Automotive News Europe (EVT 22.06.2011) veröffentlicht.

Porsche expects 20% sales growth in Europe this year

STUTTGART – Porsche expects a big increase in its new-car sales in Europe this year, Bernhard Maier, sales and marketing head, said. “In Europe, a 20 percent growth rate is absolutely conceivable,” Maier told Automotive News Europe in an interview. Maier said new products and improvements in its dealer network will help drive increased sales. This year, Porsche is introducing a new generation 911 and diesel and gasoline-electric versions of its Panamera sedan.

Maier’s comments came ahead of the annual shareholders meeting Friday of Porsche Automobil Holding, the holding company for the sport car maker Porsche AG.
Last year, Porsche AG sold about 37,000 cars in Europe and had order intakes for 44,000. Germany was Porsche’s largest European market with 13,211 deliveries to customers. The U.K. was No. 2 with 6,796 deliveries and Italy was in third place with 3,946 deliveries.
Porsche’s 2010 global sales were 97,000 and Maier said the carmaker aims to break through 100,000-unit barrier this year on the back of a forecast for worldwide growth in luxury car sales.
Long term, the brand aims to double annual sales to 200,000.

New brand strategy

Maier disclosed for the first time that the brand’s name for its long-term growth plan is Strategy 2018. Other brands within the Volkswagen group have similar names for their strategies. VW brand’s is Mach18 while Audi calls its plan Road15.
Porsche will announce a new brand strategy this summer, Maier said.
“Our brand strategy is the central theme of our company strategy, and it therefore sets the guidelines for all our sub-strategies,” he said. “Our company goal of value-creating growth is only possible if we protect and strengthen the brand.”
The new brand strategy will be an “evolutionary advancement” of the company’s already well-core values as an engineer-driven company cultivated for the past 63 years, Maier said.
Porsche will not create a brand slogan, in contrast to sister brand Audi, which uses the marketing claim Vorsprung durch Technik (advancement through technology).
“Brands as strong as Porsche do not need a claim. The Porsche brand is perceived uniformly worldwide. The strength of our brand results from a combination of apparently irreconcilable contradictions. They include tradition and innovation, suitability for daily use and for racing. The general principle of ‚intelligent performance‘ resides at the core of our brand.”

Read the complete interview in the print edition of Automotive News Europe, to be published June 22.

13Juni/11

Fiat will 2011 in Deutschland 130.000 Autos verkaufen

 Frankfurt/M. – Trotz verhaltener Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres sieht sich Fiat Deutschland nach eigenen Angaben auf einem guten Weg. „In den ersten vier Monaten haben wir mit allen unseren Marken gut 37.000 Fahrzeuge verkauft. Wir liegen also mit unserem zu Jahresbeginn genannten Ziel von insgesamt 130.000 Verkäufen für 2011 im Plan“, sagte Firmenchef Manfred Kantner im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.
In den ersten vier Monaten hatte Fiat Deutschland nur knapp zwei Prozent mehr Pkw verkauft, während der Markt um fast elf Prozent zulegte.

Kantner räumte ein: „Man muss aber auch zugeben, dass wir mit neuen Produkten etwas in Verzug sind.“ Allerdings werde sich im Herbst die Situation mit dem Fiat Freemont und zum Jahreswechsel mit dem neuen Fiat Panda ändern.
„Nach dem Ausnahmejahr 2009 mit der Abwrackprämie verzeichnete der Handel 2010 trotz der Absatzrückgänge immer noch eine Umsatzrendite von über einem Prozent“, meinte Kantner und bewertete das Ergebnis angesichts der Rahmenbedingungen als „nicht schlecht“. Er fügt hinzu: „Für dieses Jahr bin ich optimistisch, dass sich die Rendite weiter verbessert.“

13Juni/11

BMW verschiebt Entscheidung über Serienproduktion des Mini Rocketman

 München – Nach Informationen der Automobilwoche verzögert sich die Entscheidung des BMW-Vorstandes über die Produktion des Smart-Herausforderers Mini Rocketman. Der Autohersteller steht demnach vor einem betriebswirtschaftlichen Problem: Als Serienfahrzeug müsste der Rocketman deutlich preiswerter angeboten werden als das bislang kleinste Modell Mini one. In der Produktion wäre die verkürzte Version aber kaum günstiger, schreibt die Branchen- und Wirtschaftszeitung unter Berufung auf das Management weiter. „Aus dem Rocketman einen profitablen Business-Case zu machen, wird nicht einfach“, zitiert das Blatt eine hochrangige Quelle. Hinzu komme, „dass wir zurzeit im Werk Oxford gar keine Kapazitäten frei haben“.

Der Hersteller hatte im März auf dem Genfer Autosalon den Rocketman präsentiert, der kaum länger ist als der Ur-Mini von 1959. Der „Mini-Mini“ misst 3,41 Meter und ist damit 30 Zentimeter kürzer als das aktuelle Modell.

BMW investiert derzeit weitere 500 Millionen Pfund in sein britisches Produktionsnetzwerk, um die Standorte auf die kommende Mini-Generation vorzubereiten. Neben Oxford zählen dazu das Presswerk Swindon und die Motorenfabrik Hams Hall. Seit dem Start der Mini-Produktion im Jahr 2000 hat BMW dort insgesamt 1,5 Milliarden Pfund investiert.

10Juni/11

Opel-Händler offen für chinesischen Investor

 München – Die großen Opel-Händler sehen einer Übernahme des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens durch einen chinesischen Autobauer gelassen entgegen. „Es würde sicher für Opel neue Märkte öffnen, wenn ein Chinese einstiege“, sagte Albert Still, Aufsichtsratsvorsitzender der AVAG Holding, im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Die AVAG Holding ist Europas größter Opel-Händler. Der Einstieg eines chinesischen Investors müsse keine negativen Folgen für eine europäische Marke haben, das zeige die Übernahme von Volvo durch Geely, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Wenn ein Chinese kommt, dann kommt er, um sich in den europäischen Markt einzukaufen“, sagte Still.

„Mit einem seriösen chinesischen Investor, der das als Markteintritt in Europa und als Globalisierungsmaßnahme für sein eigenes automobiles Engagement nutzen will, muss man sich zumindest ernsthaft auseinandersetzen“, sagte Stefan N. Quary, Chef der Mehrmarkengruppe Dürkop und einer der größten Opel-Händler Deutschlands, der Automobilwoche. Aus Sicht des Handels sei dies nicht kritisch einzuschätzen, „wenn man Opel weiter vernünftig als europäische Marke positioniert und nicht nur das Know-how aussaugt, sondern in der Entwicklung fortschreitet“, sagte Quary.

Quary hält einen Verkauf von Opel allerdings generell für einen strategischen Fehler, vor allem mit Blick auf die Innovationsstärke von GM. Eine Übernahme durch Volkswagen, die als Option genannt wurde, sieht Quary kartellrechtlich als schwierig an. Auch Händlerverbandssprecher Thomas Bieling glaubt nicht daran, dass VW Opel kaufen will: „Was sollte VW mit Opel, das wäre eine 1:1-Kopie“, erklärte er im Gespräch mit der Branchenzeitung. Sinnvoll könne dies für VW nur dann sein, „wenn man die Marke sterben ließe, um einen Konkurrenten weniger zu haben“, sagte Bieling. Er forderte von der GM-Führung eine klare Aussage zur Zukunft von Opel: „Ein Brief von Herrn Stracke beruhigt mich nicht, ich möchte einen solchen Brief von Herrn Akerson sehen. Aber von ihm kam bislang nichts“.