13Feb./09

Ex-Daimler-Vorstand Bernhard zurück in Autoindustrie

Bernhard war nach dem Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler gemeinsam mit dem heutigen Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche nach Detroit gewechselt, um dort die Sanierung der angeschlagenen Chrysler-Sparte zu forcieren. Im November 2000 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG berufen und wurde Chief Operating Officer (CEO) der Chrysler Group. Dort kümmerte er sich um die Bereiche Kosten und Qualität und beteiligte sich zudem an der Entwicklung neuer Produkte für den US-Konzern. Von September 2002 bis Juli 2004 gehörte er als ordentliches Mitglied dem Vorstand von DaimlerChrysler an. Bernhard, der als Markenchef für Mercedes-Benz als Nachfolger von Jürgen Hubbert vorgesehen war, schied jedoch 2004 im Streit mit Jürgen Schrempp um die Beteiligung an Mitsubishi Motors bei DaimlerChrysler aus.
Im Februar 2005 wechselte er in den Vorstand des Volkswagen-Konzerns. Ab Mai 2005 leitete er auch die Markengruppe Volkswagen mit den angeschlossenen Marken Skoda, Bentley und Bugatti. Ende Januar 2007 verließ Bernhard den VW-Vorstand und wechselte als Berater zum US-Finanzinvestor Cerberus Capital Management, der sich im Mai 2007 eine 80-Prozent-Mehrheit bei Chrysler gesichert hatte. Im Juli 2007 übernahm Bernhard als Cerberus-Vertreter den Vorsitz im Aufsichtsrat des Autoherstellers Chrysler, der zu den größten Kunden Magnas zählt. Im September 2008 schied Bernhard bei dem Finanzinvestor aus.

13Feb./09

Gasantrieb hängt Hybrid ab

Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb (LPG) kamen in der zweiten Jahreshälfte auf dreimal so viele Zulassungen wie Autos mit Hybridantrieb.
Nach Ansicht von Händlern werde sich dieser Trend besonders bei Autokäufern mit einer hohen jährlichen Fahrleistung trotz der gegenwärtig gesunkenen Benzinpreise fortsetzen. „Die Kunden sind der Meinung, dass die Benzinpreise über kurz oder lang wieder steigen werden“, sagte Anton Reich, Geschäftsführer des Mehrmarkenhauses Niedermair & Reich, der Zeitung.

Trotz der hohen Spritpreise 2008 gingen die Zulassungszahlen für die Hybridfahrzeuge von Toyota, Lexus und Honda laut Kraftfahrt-Bundesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurück. Während in den ersten elf Monaten 2007 noch 6.764 Hybridmodelle zugelassen wurden, waren es bis November 2008, dem aktuellsten Stand der Auswertung, nur 5.892 – ein Rückgang um 12,9 Prozent. Hans-Jürgen Persy, Geschäftsführer der Löhr-Gruppe, einer der größten deutschen VW-Händler, sieht den Hybrid-Absatz „immer noch unter dem erwarteten Niveau, insbesondere im Hinblick auf die hohe Aufmerksamkeit, die Produkten von Toyota und Lexus in der Klimadiskussion zukam“.

13Feb./09

Neue E-Klasse: Hohe Prämie für treue Käufer

Private Besitzer eines bisherigen E-Klasse-Modells sollen daher mit einer Prämie zum schnellen Kauf des Nachfolgers bewegt werden. Dazu gewährt die Vertriebsorganisation für jeden Neuwagen einen „Loyalitätsbonus“ in Höhe von 1.500 Euro, berichtet die Automobilwoche unter Berufung auf streng vertrauliche interne Unterlagen weiter.
Für Firmenkunden und Großabnehmer macht die MBVD ebenfalls schon zum Start besondere Angebote mit „innovativen Ausstattungen“ zu „einem sehr attraktiven Preisvorteil“.  Zudem wird in allen Kundensegmenten bei Leasing- und Finanzierungsverträgen über die Mercedes-Benz Bank ein neues Komplett-Service-Paket angeboten, die subventionierte Monatsrate beträgt dabei 39 Euro.
Einem internen Schreiben zufolge hofft die Vertriebsorganisation, dass die neue E-Klasse „für das Verkaufsjahr 2009 einen deutlichen Schub für unseren Gesamtabsatz über alle Baureihen hinweg bringen wird“.

Die neue E-Klasse wird ab dem kommenden Montag verkauft und ist für das Unternehmen eines der wichtigsten Fahrzeuge überhaupt. Nach Schätzungen von Analysten beträgt der Anteil dieser Baureihe am Gesamtgewinn der Pkw-Sparte des Unternehmens etwa 25 bis 30 Prozent.

Zudem wird Mercedes-Benz nach Informationen der Automobilwoche auf dem chinesischen Markt eine chauffeursgeeignete Langversion der E-Klasse mit Einzelsitzen im Fond anbieten. Der Stuttgarter Konzern will damit besonders die im Wachstumsmarkt China stark vertretene VW-Premiummarke Audi angreifen.

13Feb./09

„Einschneidende Maßnahmen“ und Produktionskürzung

Daher habe der Vorstand „einschneidende Maßnahmen beschlossen, von denen sämtliche Unternehmensbereiche und Abteilungen betroffen sein werden. Insbesondere bei den Kosten sehen wir noch erhebliches Sparpotenzial, das wir heben wollen. Gleichzeitig werden wir unsere Produktion drosseln. Denn lieber bauen wir ein Fahrzeug zu wenig als eines zu viel, das dann auf der Halde landet und unser Unternehmen langfristig belastet“, schrieb der Konzernchef weiter.

Zwar gab sich Wiedeking optimistisch, mit der Markteinführung der vierten Porsche-Baureihe Panamera im Spätsommer den Absatz stabilisieren zu können. Allerdings kündigte er auch an: „Keine Frage, wir werden unseren Mitarbeitern in den kommenden Monaten viel abverlangen. Und wir alle werden unsere Gürtel etwas enger schnallen müssen“. An den aktuellen Absatzzahlen sei absehbar, dass sich die Kunden in sämtlichen Marktregionen zunehmend in Kaufzurückhaltung übten. „Nach gut eineinhalb Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums ist das für uns alle eine ungewohnte Erfahrung“, räumte Wiedeking in dem zweiseitigen Schreiben ein.

13Feb./09

Gasstreit legt Autoproduktion lahm

Wie hoch der Produktionsausfall sein wird, könne Suzuki derzeit nicht beziffern. “Wir stellen aufgrund des allgemein zurückgehenden Absatzes ohnehin gerade die Produktion von Drei- auf Zweischichtbetrieb um”, sagte ein Unternehmenssprecher der Automobilwoche. Durch den Gasstreit mussten auch Kia im nordslowakischen Žilina sowie PSA Peugeot Citroën im westslowakischen Trnava die Produktion unterbrechen.

Bei der Volkswagen-Tochter Skoda hofft man auf eine schnelle Einigung im Gasstreit. „Wir haben in unseren drei Werken noch bis zum 11. Januar verlängerte Betriebsruhe, beobachten die Gas-Problematik mit Blick auf den Wiederanlauf am 12. Januar aber natürlich genau“, betonte ein Sprecher. In Deutschland dagegen sei die Lage unproblematisch. Im Volkswagen-Stammwerk Wolfsburg erfolge die Energieerzeugung zum entscheidendem Teil über Kohle ­ dort werde Gas nur bei Spitzenauslastung benötigt, sagte ein VW-Sprecher.