13Feb./09

Daimler hält an Milliarden-Investitionen fest

Diese im Frühjahr angekündigte Summe ist Teil der Mittelfrist-Planung des Stuttgarter Automobilkonzerns inklusive 2008 für die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. „Produktprojekte haben absolute Priorität. Wir wollen den hohen Fokus auf Forschung und Entwicklung beibehalten und werden auch weiterhin konsequent in Zukunftstechnologien investieren“, betonte Weber.
 
Er zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass die für Herbst geplante Markteinführung einer Hybridversion der M-Klasse trotz der massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Entwicklungspartners General Motors und einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Batterielieferanten Cobasys wie geplant erfolgt. „Auf Basis bestehender Lieferverträge für die Systemkomponenten gehen wir davon aus, dass wir das Fahrzeug wie geplant im Markt einführen“, so Weber. Der ML 450 BlueHybrid ist fertig entwickelt und wird nach Informationen der Automobilwoche derzeit erprobt. Theoretisch könnte statt der Nickel-Metallhydrid-Batterie von Cobasys auch ein anderer Energiespeicher verwendet werden. Dann würde sich allerdings die Markteinführung verzögern, weil erneut getestet werden müsste. Daimler will in dem Geländewagen erstmals ein Fahrzeug mit Verbrennungs-und Elektromotor auf den Markt bringen, das mit dem so genannten Two-Mode-Hybrid-System über eine gewisse Distanz vollelektrisch fahren kann.

13Feb./09

VW: Finanzkrise schlägt voll durch auf Leasinggeschäft

„Die Restwerte werden insbesondere im Kurzläuferbereich deutlich abgesenkt, um der schwierigen Marktsituation in diesem Segment Rechnung zu tragen“, heißt es in den VW-Papieren. „Darüber hinaus werden deutliche Anpassungen bei den Modellen Touareg, Touran und Passat vorgenommen“. Diese vergleichsweise geräumigen Pkw-Typen werden vor allem von Flottenbetreibern wie Autovermietern und in Firmenfuhrparks eingesetzt. „Zusätzlich werden die Restwerte aller Modelle pauschal aufgrund der Unsicherheit der Auswirkungen der Finanzkrise um einen Prozentpunkt abgesenkt“, heißt es weiter.

„Für VW werden die neuen Maßnahmen natürlich teuer, sie waren aber nicht mehr zu vermeiden“, sagte ein mit dem Vorgang vertrauter VW-Insider der Automobilwoche. „Wenn sie das Restwertproblem nicht schon längst in aller Stille angegangen sind, werden sich auch Wettbewerber wie BMW und Mercedes sehr bald zu ähnlich schmerzlichen Schritten gezwungen sehen“, fügte der hochrangige Manager hinzu. Für den Fall einer weiteren Zuspitzung der Autokrise stellt die Volkswagen Leasing GmbH ihren Geschäftspartnern mit Blick auf die Restwerte bereits zusätzlichen Handlungsspielraum in Aussicht: „Nach wie vor handelt es sich selbstverständlich, soweit nicht im Rahmen von nationalen Fördermaßnahmen abweichende Regeln gelten,¬ um Orientierungswerte, die vom Handel individuell angepasst werden können“.

Die Anpassungen wurden jüngst von der sogenannten Restwertkommission beschlossen, die aus Vertretern der Marke Volkswagen Pkw, des Händlerverbands und der Dienstleistungstochter VW Financial Services besteht.

13Feb./09

Dudenhöffer kritisiert niedrige Benzinpreise

Die Bundesregierung müsse nun echte Kaufanreize für solche umweltfreundlichen Fahrzeuge schaffen, da die niedrigen Spritpreise derzeit kein Kaufargument seien. Der Ölpreis ist wegen der weltweiten Rezession in den vergangenen Monaten von 145 Dollar auf zeitweise unter 40 Dollar je Barrel (159 Liter) gefallen. Auch die Spritpreise sind daraufhin auf den niedrigsten Stand seit 2004 gesunken.

Dudenhöffer befürchtet nun, die Autohersteller könnten angesichts dieser Lage ihre Investitionen in benzinsparende Technologien verschieben: „Wenn der Ölpreis niedrig bleibt, sind hohe Investitionen in sparsame Fahrzeuge aus ökonomischer Sicht sinnlos“, sagte Dudenhöffer der Online-Ausgabe des Blattes.

13Feb./09

Mercedes will Pkw-Preise erhöhen – Händler irritiert

„Angesichts der Marktlage ist fraglich, ob dies der geeignete Schritt ist“, sagte ein Händler, der nicht genannt werden wollte. Erst vor Kurzem hat sich Mercedes-Händlersprecher Peter Ritter im Interview mit der Automobilwoche für ein Einfrieren der Preise ausgesprochen. Mercedes verlangt im Vergleich zu den Premiumwettbewerbern BMW und Audi nach wie vor die höchsten Preise.

12Feb./09

Mobile.de profitiert von der Autokrise

Zum einen kürzten die Autohändler die Budgets für Printanzeigen und investierten das gesparte Geld teilweise in Onlinemarketing bei Mobile.de. „Unsere Händler-Bannerschaltungen, die bislang eher ein kleiner Markt waren, boomen – wir haben noch nie so viele Händlerbanner verkauft wie im November“, sagte Schmid. Zugleich verzeichne Mobile.de auch einen deutlichen Zuwachs im Geschäft mit den Autoproduzenten. „Wir hatten noch nie so viele Herstellerkampagnen auf unserer Website wie im November. Wir reden hier nicht über zwei, sondern über 15 Kampagnen“, unterstrich Schmid im Automobilwoche-Interview. So habe etwa Opel für das neue Oberklassemodell Insignia ein Werbespezial bei Mobile.de gebucht. „Selbst Hersteller, die unter Druck sind und Einsparungen vornehmen, werben jetzt bei uns für ihre neuen Modelle.“

Zu Jahresbeginn waren rund 30.000 deutsche Autohändler bei Mobile.de registriert, derzeit seien es rund 33.000 professionelle Händler. „Damit haben wir es in einem schrumpfenden Markt geschafft, unsere Marktdurchdringung auf über 80 Prozent zu steigern“, sagte Schmid. Er hält eine Marktabdeckung von 90 Prozent für erreichbar. Die Autobörse verzeichne auch einen Zuwachs bei den Mitarbeitern: „In diesem Jahr haben wir das Personal netto um 15 Prozent aufgestockt und haben aktuell fünf offene Stellen.“ Die Muttergesellschaft von Mobile.de, Ebay, hatte aufgrund des schwachen Geschäftsjahres in Deutschland 100 ihrer 1.250 Stellen abgebaut.