Category Archives: Auto

09März/12

Smart will 2012 mehr als 100.000 Einheiten verkaufen

 Genf – Trotz mangelnder Produktneuheiten will der zu Daimler gehörende Kleinwagenhersteller Smart seinen Absatz stabil halten. „Das weltweite smart-Team arbeitet mit einem unglaublichen Engagement, um auch in 2012 wieder mehr als 100.000 Einheiten zu verkaufen. Im vergangenen Jahr haben wir schließlich sogar 102.000 Verkäufe geschafft“, sagte Smart-Chef Annette Winkler der Fachzeitschrift Automotive News Europe.

Der Nachfolger des Smart ForTwo und ein Smart-Viersitzer kommen beide erst in der ersten Hälfte des Jahres 2014 in den Markt. Die einzige Produktneuheit im Jahr 2012 ist die im Frühsommer startende Elektro-Version des ForTwo. Winkler: „Im Juni starten wir mit der Markteinführung unseres e-smart in Deutschland zum Preis von unter 19.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer für das Basisfahrzeug sowie unter 70 Euro pro Monat für die Batteriemiete.“ Diese monatliche Miete werde unter anderem die Funktionsfähigkeit der Batterie für zehn Jahre garantieren.

Das Carsharing-Konzept Car2Go werde weiter ausgebaut: „Dabei sprechen wir über Flotten von 200 bis auch mal 1.000 Einheiten, wie beispielsweise erst Anfang dieser Woche für Ende April in Berlin angekündigt. Bis 2016 wollen wir mit Car2Go in 40 – 50 Städten in Europa und zusätzlich in 20 – 30 Städten in Nordamerika vertreten sein.“ Asien ist nach Darstellung der Managerin ein „zunehmend interessanterer Markt, den wir momentan prüfen“.

Zwei wesentliche Absatz-Treiber seien die weltweit größten Märkte China und die USA: Im vergangenen Jahr wurden in China 11.045 smart fortwo an Kunden übergeben. Seit Jahresbeginn sind es bereits knapp 3.000 Einheiten. In den USA hat Smart vergangenes Jahr gerade einmal 5.208 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Seit Januar 2012 hat smart in den USA ein Absatzplus von rund 50% erzielt, so Winkler.

Weltweit setze das Unternehmen laut Winkler weiter auf Sondereditionen und Individualisierungen. Zudem spiele der Zeitgeist eine große Rolle: „Uns spielt eine gewisse gesellschaftliche Entwicklung – von status symbol zu status free – in die Karten.“

04März/12

B-Klasse boomt: Mercedes denkt über Produktionserhöhung nach

 Stuttgart – Mercedes kann mit seinem neuen Kompaktwagenmodell B-Klasse einen Anfangserfolg verbuchen. „Die Nachfrage der B-Klasse liegt deutlich über den derzeit zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten. Ich bin deshalb schon mit dem Produktionsvorstand Wolfgang Bernhard im Gespräch, wie wir die Fertigungskapazität erhöhen können“, sagte Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Seit dem Marktstart der B-Klasse im November 2011 wurden bisher 25.000 Fahrzeuge ausgeliefert. „Insgesamt haben bereits rund 100.000 Kunden die neue B-Klasse bestellt“, betonte Schmidt.

Der kompakte Van ist das erste von fünf Modellen, die auf der neuen Frontantriebsarchitektur basieren und die bis 2014 auf den Markt kommen sollen. Für Mercedes ist das hohe Interesse an dem Fahrzeug überraschend, da mit dem konservativ designten Modell in erster Linie bestehende Kunden gehalten werden sollten. Dennoch gelingt es offenbar, bisherige Käufer anderer Marken zu überzeugen: „Das Fahrzeug hat über 30 Prozent Kunden gewonnen, die wir bisher bei Mercedes nicht hatten“, unterstrich Schmidt. Die B-Klasse wird in Rastatt und bald auch in der neuen Fabrik in Kecskemét gebaut. Noch in diesem Jahr ist der Export nach China geplant.

Mit der neuen und deutlich sportlicheren A-Klasse, die auf dem Automobilsalon in Genf ihre Premiere feiert, will Mercedes aggressiv Käufer anderer Marken abwerben. „Wir gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der A-Klasse-Kunden von anderen Marken zu uns wechseln. Wir wollen vor allem diejenigen gewinnen, die Mercedes bisher immer schon als eine interessante Marke gesehen haben, sich aber bei den Modellen bislang nicht wiedergefunden haben“, skizzierte der Vertriebschef die ambitionierte Kampfansage an Audi und BMW.

Audi hatte 2011 vom A3 187.000 Einheiten abgesetzt, der 1er von BMW fand 176.418 Käufer. Mercedes verkaufte im vergangenen Jahr 194.133 A-und B-Klassen. Neben der A-Klasse kommt in diesem Jahr auch die nächste Generation des A3 auf den Markt, BMW hatte die neue Version seines 1ers im vergangenen Jahr eingeführt.

04März/12

Spezialzulieferer Hella investiert in China und erwartet Rekordumsatz

 Lippstadt – Der Licht- und Elektronikspezialist Hella baut sein Engagement in Fernost mit Beleuchtungssysteme für den chinesischen Markt aus. „Im Rahmen unseres neu gegründeten Joint Ventures werden wir mehrere Werke in China bauen“, sagte Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung, der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Damit will sich das Familienunternehmen einen größeren Marktanteil in der Region sichern, im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden lediglich sechs Prozent des Umsatzes in Höhe von 4,4 Milliarden Euro in China erwirtschaftet. Vom Gesamtumsatz entfallen rund 3,2 Milliarden Euro auf das Geschäftssegment Automotive mit den Bereichen Licht und Elektronik. 1,2 Milliarden Euro wurden mit Ersatzteilen und Serviceleistungen umgesetzt.

Der Zulieferer mit weltweit über 25.000 Beschäftigten, davon gut 10.000 in Deutschland, erwartet für das Geschäftsjahr 2011/2012 dank dem Wachstumstreiber LED-Technologie einen Rekordumsatz. Breidenbach rechnet „mit einem hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Wachstum“. Ausschlaggebend dafür sei das erste Halbjahr mit einem Umsatzplus von 15 Prozent, die Rendite habe sich „überproportional“ entwickelt.

26Feb./12

Aston Martin plant Absatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich

 Die britische Luxus-Sportwagenmarke Aston Martin will ihren Absatz dieses Jahr allein dank des chinesischen Markts im zweistelligen Prozentbereich ausbauen. „Für uns wird sich die Absatzsituation 2012 nicht wesentlich zum Vorjahr verändern. Mit der Ausnahme, dass wir China als großen Markt dazu gewonnen haben, das heißt bei einer Konstanz der anderen Märkte erwarte ich allein mit zehn Händlern in China einen zusätzlichen Absatz von etwa 700 Autos“, sagt Aston Martin CEO Ulrich Bez im Interview mit Automotive News Europe. 2011 hat Aston Martin weltweit 4.200 Einheiten verkauft, das Allzeithoch der Marke lag 2007 bei 7.400 Einheiten.

Als Bez im Jahr 2000 zum CEO der Marke ernannt wurde, verkaufte Aston Martin insgesamt 800 Autos, davon 700 in England. „Mein Ziel war es, ein Drittel unseres Absatzes in Europa zu machen, ein Drittel in England und ein weiteres Drittel in Amerika. Das haben wir erreicht. Heute verkaufen wir 80 Prozent außerhalb Englands“, so Bez.

Wichtiger als reine Absatzzahlen sei Bez die Profitabilität des Unternehmens: „Wir arbeiten seit 2004 ununterbrochen profitabel. 2010 haben wir einen Umsatz von 474,3 Mio. Pfund und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebitda) in Höhe von 93,3 Mio. Pfund erwirtschaftet. Für 2011 können wir eine ähnliche Größenordnung erwarten“, so Bez.

Das Vertriebsnetz will Bez weiter ausbauen. „Derzeit haben wir 136 Händler. Bis 2013 werden es allein dank China rund 150 sein, und wir wollen weiter wachsen, in allen Regionen.“ In China hat Aston Martin erst Anfang Januar seinen ersten offiziellen Händlerbetrieb eröffnet. „In diesem Jahr wollen wir bis zu zwölf Händler in China eröffnet haben, bis Ende 2013 sollen es insgesamt rund 20 Händler sein“, so Bez.

Derzeit ist Aston Martin mit seinen Händlern in 42 Ländern präsent. „Wenn wir es schaffen, die Marke Lagonda erfolgreich wiederzubeleben, dann wäre es möglich, in 100 Ländern präsent zu sein“, so Bez. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, werden wir Lagonda auf den Markt bringen. Wir planen, unter dieser Marke nicht nur ein singuläres Modell anzubieten, sondern eine kleine Familie. Ich gehe davon aus, dass wir schon kommendes Jahr erste Fahrzeugkonzepte und einen Zeitplan vorstellen können.“ Eine erste Lagonda Crossover-Studie stellte Bez im März 2009 auf dem Genfer Automobilsalon vor. Bez peilt ein Preissegment von 150.000 Euro an, das derzeit auch Maserati, Lamborghini und Bentley ins Visier nehmen.

Derzeit führe Aston Martin „Gespräche über eine Zusammenarbeit in den Bereichen Finanzierung, Vertrieb und Technik. Wir reden mit mehreren Partnern (…)“. Einer der potenziellen Partner ist die deutsche Daimler AG. Bez: „Das Showcar in Genf war auf Mercedes GL-Basis. Wir betrachten die GL-Plattform als adäquate Basis für den Lagonda, wie er in Genf vorgestellt wurde.“

Der 68 Jahre alte Manager ist seit 2000 CEO und sei 2007 Miteigentümer an dem Unternehmen, das mehrheitlich zwei Investmentgesellschaften aus Kuwait gehört: Investment Dar und Adeem Investment. „Ursprünglich sollte mein Vertrag bis 2012 laufen, letztes Jahr haben wir ihn bis 2015 verlängert“, so Bez.

26Feb./12

Bentley CEO Dürheimer: Jahresabsatz von 15.000 Einheiten angepeilt

 Die zum Volkswagen-Konzern gehörende Luxusmarke Bentley strebt für die Zukunft ambitionierte Absatzziele an. „Innerhalb der kommenden fünf Jahre peile ich einen Jahresabsatz von 15.000 Einheiten an – und zwar mit unserem aktuellen Modellportfolio“, sagt CEO Wolfgang Dürheimer im Interview der Fachzeitschrift Automotive News Europe. 2011 hat Bentley weltweit 7.003 Einheiten verkauft. Das Alltime-High der Marke war im Jahr 2007 mit 10.014 Einheiten.

Unabhängig aller Rezessionsängste sieht Dürheimer auch dieses Jahr noch Wachstumspotenzial: „Ich gehe für 2012 von einem robusten zweistelligen Zuwachs aus. (…) Wir werden versuchen, uns der fünfstelligen Absatzzahl wieder anzunähern. Für eine verbindliche Prognose ist es noch zu früh im Jahr“, so Dürheimer. „In China und in den USA erwarte ich für Bentley 2012 ein Wachstum von mehr als 10 Prozent“, präzisiert der ehemalige Porsche Forschungs- und Entwicklungschef.

Der stärkste Markt für Bentley war 2011 mit 2.021 verkauften Autos und einem Zuwachs von 32 Prozent der amerikanische Kontinent. Einen Boom erlebte Bentley in China, wo sich der Absatz vergangenes Jahr mit 1.839 Fahrzeugen fast verdoppelte. „China war für Bentley damit 2011 zweitgrößter Einzelmarkt und dürfte in diesem Jahr auf Platz Eins vorrücken“, so Dürheimer.

Das Modellportfolio will Dürheimer um einen SUV ausbauen. Im Gespräch mit Automotive News Europe präzisiert der Bentley CEO die Pläne für das zusätzliche Modell: „ Wir rechnen konservativ mit 3.500 – 5.000 Einheiten im Jahr, sprich mit mindestens 25.000 Einheiten über den Lebenszyklus hinweg. Wenn wir uns für dieses Fahrzeug entscheiden, wollen wir erstmals in unserer Geschichte auch einen Plug-In-Hybrid zum Einsatz bringen.“ Eine Entscheidung über den Bau des Fahrzeugs werde dieses Jahr getroffen. „Spätestens in drei Jahren“ werde das Modell auf den Markt kommen. „Wir müssen die Modellerweiterung auf jeden Fall zeitlich antizyklisch zu unserer Continental-Baureihe platzieren, die fast 90 Prozent unseres Absatzes ausmacht“, erklärt Dürheimer.

2011 verkaufte Bentley rund 3.100 Continental Coupes und Cabrios verkauft, daneben 2.300 Flying Spurs, 1.000 Mulsannes und 600 Einheiten vom Supersport und weiteren Derivaten.

Mit dem Absatz der britischen Traditionsmarke wachse auch die Belegschaft. Dürheimer: „Derzeit beschäftigen wir bei Bentley rund 4.000 Mitarbeiter in Crewe – inklusive rund 500 Zeitarbeitskräften. Damit sind wir einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes, das aktuell unter einer Arbeitslosigkeit von neun Prozent leidet; bei den Jugendlichen sind es 20 Prozent. Wenn es uns gelingt, den Absatz auf 15.000 Einheiten zu steigern – wie gesagt, allein mit dem bestehenden Modellportfolio – dann werden wir in Crewe sicher in eine zweite Schicht investieren und dazu rund 300 zusätzliche Mitarbeiter einstellen.“ Wie viele zusätzliche Mitarbeiter das zusätzliche SUV-Modell mit sich bringen wird, wollte Dürheimer noch nicht sagen.

Auch das Handelsnetz will Dürheimer ausbauen: „Weltweit arbeiten wir derzeit mit 161 Händlerstandorten – davon 40 in den USA, 15 in China und 60 in Europa inklusive Großbritannien. Dieses Jahr sollen 25 zusätzliche Standorte hinzukommen, davon knapp zehn in China, der Rest gleichverteilt über die übrigen Regionen.“