All posts by Reporter

05Nov./11

Winkler: „Smart ist die kleinste automobile Denkfabrik der Welt“

 Berlin – Die Bedeutung von Smart im Daimler-Konzern nimmt nach den Worten von Unternehmenschef in Annette Winkler vor allem durch die massive Veränderung der globalen Rahmenbedingungen immer weiter zu. „Wir brauchen andere Autos – aber der Wunsch nach Mobilität bleibt. Smart ist die kleinste automobile Denkfabrik der Welt“, sagte die Smart-Chefin auf dem fünften Kongress der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche in Berlin. Insgesamt sieht die Managerin die Marke auf einem guten Weg: Im kommenden Jahr will Smart einen vollelektrischen Zweisitzer auf den Markt bringen, bei dem die Batterie gesondert geleast wird. Außerdem soll die Marke stärker als Premiumprodukt positioniert werden und weiter Vorreiter bei neuen Mobilitätskonzepten sein.

„Die Gesellschaft fordert einen anderen Umgang mit Ressourcen, die Politik folgt dem Wertewandel. Damit ergeben sich für die Autoindustrie dramatische Herausforderungen“, unterstrich Annette Winkler. Vor allem der Trend zur Verstädterung werde die automobile Weltordnung massiv beeinflussen. Experten zufolge werden im Jahr 2030 rund 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Bereits heute werden Subventionen gezahlt, um die automobile Infrastruktur in Städten zurückzubauen. Immer mehr Metropolen denken über Einfuhrbeschränkungen und – gebühren nach. Große Unternehmen mit Flotten und Dienstwagen geben Anreize zum Downsizing. „Alle diese Entwicklungen haben die Gründer von Smart bereits vor 15 Jahren vorausgesagt“, erinnerte die Managerin.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Smart-Chefin hohe Wachstumsraten vor allem im A-und B-Segment. „Wir brauchen Autos, die das Umdenken beschleunigen, weil wir die Zukunft aller Automobil-Segmente absichern wollen. Wir müssen für Mobilität in der Stadt sorgen.“ Dabei will Annette Winkler vor allem für bezahlbare elektrische Fahrzeuge sorgen. Im kommenden Jahr bringt Daimler erstmals mit dem vollelektrischen Smart fortwo ein reines Elektrofahrzeug in den freien Handel. Dabei bieten die Stuttgarter das Auto für 16.000 Euro netto an. Die mit einer zehn jährigen Garantie versehene Batterie wird für 60 Euro im Monat gesondert verleast. Zudem will Daimler in Deutschland so viel grünen Strom ins Netz einspeisen wie die Elektro-Smarts verbrauchen.

31Okt./11

O-Ton: Natascha Ochsenknecht – Cybermobbing ist feige

 Berlin – Promi-Mutter Natascha Ochsenknecht hat den Urhebern anonymer Beleidigungen im Internet Feigheit vorgeworfen. „Früher hat man irgendwie die Eier gehabt, ist zum Chef gegangen und hat gesagt: Pass mal auf, ich habe ein Problem und dann wurde das geklärt“, sagte die Mutter der Jung-Schauspieler Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht am späten Montagabend in der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“. Heute dagegen „geht das hinten rum“ und es würden immer mehr Kollegen einbezogen: „Da wird aus einem kleinen Ding eine Riesenwelle gemacht.“ Sie favorisiere dagegen immer die direkte Aussprache, betonte Natascha Ochsenknecht: „Mir ist es immer lieber ´Auge zu Auge´ und dann ist die Sache direkt vom Tisch“.

Download O-Ton Ochsenknecht

###########################

(Anhören: linke Maustaste, Download: rechte Maustaste, “Ziel speichern unter” )

Bitte senden Sie uns eine E-Mail auf die Adresse “service (at) vorabs.de”, wenn Sie das Audiomaterial verwendet haben.

Dabei entspricht (at) dem gewohnten Zeichen @, wir müssen aus Spam-Schutzgründen so schreiben.

31Okt./11

O-Ton: Vizechef der Piratenpartei ohne Facebook-Account

 Berlin – Trotz großer Internetaffinität verzichtet der Vizechef der Piratenpartei, Bernd Schlömer, konsequent auf ein eigenes Profil bei Facebook. „Ich wähle meine sozialen Netzwerke selbst“, sagte der Politiker am späten Montagabend in der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“. Er fügte hinzu: „Ich folge nicht dem Mainstream und schließe mich Facebook an, sondern suche mir die Kommunikationsmedien, die ich für meine Arbeit und für mein Privatleben brauche.“ Er favorisiere den Kurznachrichtendienst Twitter, unterstrich Schlömer.

Download O-Ton Schlömer

###########################

(Anhören: linke Maustaste, Download: rechte Maustaste, “Ziel speichern unter” )

Bitte senden Sie uns eine E-Mail auf die Adresse “service (at) vorabs.de”, wenn Sie das Audiomaterial verwendet haben.

Dabei entspricht (at) dem gewohnten Zeichen @, wir müssen aus Spam-Schutzgründen so schreiben.

31Okt./11

BMW-Vorstand Arndt: „Deutschland bleibt Rückgrat der BMW-Produktion“

 München – BMW wird seine Abhängigkeit von Deutschland und Westeuropa weiter verringern. „Noch im Jahr 2002 produzierten wir etwa 70 Prozent unseres Absatzes in Deutschland, Ende 2010 waren es 62 Prozent. Inzwischen sind es nur noch 58 Prozent. Und die Verteilung wird sich mittelfristig weiter in Richtung 50:50 verschieben, wenn man allein unsere Pläne für China und USA betrachtet“, sagte BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt im Gespräch mit Fachzeitschrift Automotive News Europe.

„Deutschland wird dabei – mit insgesamt acht Standorten – immer das Rückgrat unserer Produktion bleiben. Deswegen haben wir für 2011 und 2012 weitere zwei Milliarden Euro an Investitionen vorgesehen, um die Werke weiter zu optimieren. (…) Sogar in der Krise 2009/10 haben wir eine Milliarde in unsere Werke investiert – davon profitieren wir heute. Das nächste Paket für 2013/14 wird in Kürze geschnürt.“

Gleichzeitig plant BMW weitere Produktivitätsfortschritte in der Produktion. Arndt: „Sieben bis acht Prozent pro Jahr im Schnitt sind unser Ziel. 2010 haben wir mehr als 15 Prozent erreicht. 2011 werden wir auch eine zweistellige von mehr als 10 Prozent hinbekommen. Und das bei 11 neuen Anläufen in diesem Jahr und wiederum mehr als 10 im Jahr 2012.“

31Okt./11

Opel-Betriebsrat will neue Modelle für Gliwice, Zaragossa und Bochum

 Rüsselsheim – Zwischen Opel-Management und –Betriebsrat bahnt sich ein Konflikt über den Fertigungsort der nächsten Generation der Modelle Agila und Antara sowie eines kleinen, zusätzlichen Geländewagens unterhalb des Antara ab. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz formuliert im Interview mit Automotive News Europe klare Forderungen: „Die nächste Generation unseres Agila
werden wir definitiv nicht mehr mit Suzuki fertigen. Die Japaner haben sich
andere Partner ausgesucht. GM möchte den Kleinwagen in Korea produzieren
lassen, wir werden dafür kämpfen, ihn ab Ende 2014 in unserem polnischen
Werk in Gliwice bauen zu lassen.“



Franz hofft zudem, die Nachfolgegeneration des Geländewagens Opel Antara von Südkorea nach Deutschland verlagern zu können: „GM-Chef Dan Akerson hat Recht damit, dass
Chevrolet auch in Europa produziert werden sollte. Wir plädieren dafür, dass die nächste
Generation des Antara zusammen mit dem Chevrolet Captiva ab 2014 in Bochum
gefertigt wird, denn sie basiert ebenso wie der dort ohnehin gefertigte
Zafira auf der „compact high roof architecture“.



Ein zusätzliches Crossover-Modell auf der globalen GM-Kleinwagenarchitektur ließe sich laut Franz im spanischen Opel-Werk Zaragossa produzieren: „GM will den Gamma SUV ab Ende 2012 in
Südkorea fertigen lassen, wir plädieren dafür, das Auto in Zaragossa zu bauen. Schließlich gehen wir hier von einem
Volumen von rund 100.000 Einheiten aus – 70.000 für die Opel-Variante und
weitere 30.000 für den Ableger von Chevrolet. Die Chance, GM hier
umzustimmen, ist aber leider nur sehr klein. Dabei bräuchte Zaragossa
dringend mehr Kapazitäten, nachdem der Combo jetzt in Kooperation mit Fiat
in der Türkei gefertigt wird und zuletzt Corsa-Volumen nach Eisenach verlagert wurde.“

Ein Opel-Sprecher sagt auf Anfrage von Automotive News Europe, dass noch keine finalen Entscheidungen für die Fertigungsorte der drei Modelle getroffen wurden.