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12Nov./11

Traumherbst: Winterreifenabsatz stagniert

 Bonn – Nach dem goldenen Herbst korrigiert der Bundesverband Reifenhandel (BRV) seine Absatzprognose nach unten und verabschiedet sich von seinem Jahresziel von 27,4 Millionen verkauften Winterreifen. Dieser Rekordwert aus dem Jahr 2010 ist nach Auswertung der Verkaufszahlen für Oktober „kaum noch realisierbar“, berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf Verbandsangaben. Bis Ende Oktober waren 6,7 Prozent weniger Winterreifen verkauft worden, zugleich hätten die Händler ihre Bestände aber um 9,4 Prozent gegenüber 2010 erweitert. Dadurch liegt der Bestand nun 16,1 Prozent über Vorjahr und dürfte die Preise drücken. Für einen zügigen Verkauf wären nach Einschätzung des Verbandes winterliche Straßenverhältnisse in ganz Deutschland nötig.

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) rechnet bei Winterreifen mit einem Rückgang von 4,8 Prozent, im schlimmsten Fall wäre gar ein Rückgang um 19,3 Prozent möglich. Dies wäre nach der Branchen-Faustregel der Fall, wonach die Autofahrer ihre Reifen alle vier Jahre erneuern.
Im vergangenen Winter hatte neben glatten Straßen die Einführung der Winterreifenpflicht zu einem regelrechten Boom geführt.

12Nov./11

Bohr: „E-Mobilität ist für Bosch eine Chance“

 Der weltgrößte Zulieferer Bosch sieht durch den Trend zur Elektromobilität Chancen auf steigende Marktanteile für sich. „Das Potenzial, das wir in der E-Mobilität sehen, ist erheblich. Beim Antriebsstrang des Verbrennungsmotors sind wir in einigen Bereichen stark, anderes machen wir gar nicht – wie Getriebe, Ventile oder Kolben. Beim Elektrofahrzeug hingegen können wir den gesamten Antriebsstrang liefern“, sagte Geschäftsführer Bernd Bohr der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Das Umsatzpotenzial pro Fahrzeug sei für Bosch um ein Mehrfaches höher als bei einem Verbrennungsmotor: „Bei einem Vierzylinder-Diesel kann Bosch pro Antrieb Teile für rund 800 Euro liefern. Bei einem Elektroantrieb mit Leistungselektronik können das 1.200 bis 1.300 Euro sein, teilweise auch mehr. Da kommt die Batterie für 5.000 bis 7.000 Euro noch hinzu“, betonte der Manager.

Unter der Voraussetzung, dass „ordentliche Marktanteile“ gewonnen werden könnten, sei der Umstieg in die Elektromobilität kein Problem, sondern eine Chance: „Da dies kein plötzlicher Umbruch sein wird, sondern ein schrittweiser Übergang, ist dieser Umstieg für uns gut zu handhaben. Der Marktanteil des Verbrennungsmotors sinkt ja erst langsam von derzeit 99,9 Prozent auf vielleicht 95 Prozent 2020. Bis 2030 wird es dann nach unserer Einschätzung einen erheblich größeren Anteil Elektroautos geben“, sagte Bohr.

12Nov./11

ATU: Nach Personalabbau wieder neue Jobs

 Weiden – Nach dem Abbau von knapp 3.700 Stellen schafft die Werkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) nun wieder Jobs und stellt in 85 Filialen auf längere Öffnungszeiten sowie Zwei-Schicht-Betrieb um. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf den Geschäftsbericht zum dritten Quartal. Zugleich treibt ATU den Umsatz an, indem das Unternehmen jedem Mitarbeiter eine monatliche Prämie von bis zu 200 Euro auszahlt, wenn die Filiale den Erlös um mindestens sechs Prozent über Vorjahresmonat steigert.

Mehr Kunden gewinnt ATU derzeit mit Festpreisen für Ölwechsel, den Einbau von Nachschalldämpfern, Bremsenreparaturen und Inspektionen. Laut Quartalsbericht steigt dabei auch der Umsatz pro Kunde, da weitere Fahrzeugmängel über die Inspektion hinaus beseitigt werden.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres beschäftigte ATU 11.599 Menschen und damit 210 Mitarbeiter mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor dem Einstieg des Sanierers und VW-Managers Michael Kern brachte es die Werkstattkette sogar auf gut 15.000 Beschäftigte.

07Nov./11

Reiner Calmund: Diäten bringen nichts

 Regina Halmich: Mir ist Barbara Schöneberger lieber als Victoria Beckham

Berlin – Ex-Fußballmanager und Genussmensch Reiner Calmund lehnt aufgrund des sogenannten Jojo-Effekts Diäten ab. „Ich habe bestimmt zehn Diäten gemacht mit einem Riesenerfolg, ich habe kumuliert rund 200 Kilo abgenommen. Aber das Pech war: Ich habe auch wieder 250 Kilo zugenommen“, sagte Calmund in der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“ (Ausstrahlung am Montagabend um 23.30 Uhr). Er räumte ein, er bewege sich zu wenig: „Bewegung ist das A und O“. Darum engagiere er sich auch gemeinsam mit der Sporthochschule Köln für mehr Schulsport. Wenn sich Kinder schon in früher Jugend mehr bewegten, lebten sie nicht nur gesünder: „Das Fazit lautet ´schlau durch toben´. Wir stellen fest, durch die Bewegung sind die nicht nur körperlich fit. Durch die Bewegung wirst du auch in der Birne wach.“

Ex-Box-Weltmeisterin Regina Halmich plädierte in der Sat.1-Sendung für ein Schulfach Ernährungslehre: „Der Ansatz muss sein, dass wir unseren Kindern das beibringen, was gesund ist.“ Krankhaftes Übergewicht sei schlimm, nicht die Tatsache, ob jemand ein paar Kilo zu viele habe, betonte Halmich: „Mir ist ein Vollweib wie eine Barbara Schöneberger zehn Mal lieber wie eine Victoria Beckham“.

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05Nov./11

Fiat-Chrysler: „Autohersteller müssen größer und besser werden“

 Berlin – Trotz der weltweit steigenden Nachfrage muss sich die Automobilbranche nach Meinung von Fiat-Chrysler neu aufstellen, effizienter werden und vor allem die Überkapazitäten abbauen. „Die Autohersteller müssen größer und besser werden“, forderte Harald Wester, Chief Technologiy Officer von Fiat-Chrysler auf dem Kongress der Automobilwoche in Berlin. „Wir können uns nicht länger leisten, strukturelle Probleme nicht schonungslos anzugehen.“ Es sei das Gebot der Stunde alte Modelle und Denkweisen zu überprüfen.

Durch die Beteiligung von Fiat am US-Autobauer Chrysler sieht Wester den neuen Konzern für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet: Bis 2014 will Fiat-Chrysler den Absatz um 2,3 Millionen Einheiten auf 5,9 Millionen Fahrzeuge ausbauen und so die kritische Größe erreichen, die laut Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne für das Überleben im Volumensegment notwendig sein soll.

Die größte Chance für sein Unternehmen sieht Wester in Skaleneffekten: Bis 2014 sollen die Pkw des Konzerns im Wesentlichen auf drei Architekturen stehen, die dann 80 Prozent des Gesamtvolumens abdecken: „Wir verkürzen damit außerdem unsere Entwicklungszeiten und verbessern die Qualität.“ Dazu komme ein gemeinsame Produktionsstruktur, so dass Fahrzeuge verschiedener Marken in einem Werk gefertigt werden können. „Heute schon haben wir weder bei Chrysler noch bei Fiat Überkapazitäten“, betont Wester mit Blick auf das für eine Milliarden Euro umgerüstete Werk in Mirafiori, wo Modelle der Marken Jeep, Alfa und Fiat ab 2013 vom Band laufen sollen. Während Fiat-Chrysler nach eigener Lesart die Hausaufgaben bereits gemacht hat, seien die weltweiten Kapazitäten der Industrie im Jahr 2010 nur zu 78 Prozent ausgelastet gewesen. Und die Mehrheit der Überkapazitäten liege in Europa. Hier sei der Markt mit 58 Marken und mehr als 517 Basismodellen weitgehend gesättigt, so Wester.
„Der Automobilsektor hat die Konsolidierung noch vor sich. Aber die Regierungen verteidigen die Bastion, vor allem um Arbeitsplätze zu halten“, so der Manager.