Magazin: Löst der Wachstumsbooster Aufschwung oder Strohfeuer aus?

Die Politik investiert Rekordsummen und trotzdem kommt die deutsche Wirtschaft einfach nicht raus aus dem Tal der Tränen. Wöchentlich verkünden große Unternehmen den Abbau von Arbeitsplätzen oder wandern ins Ausland ab. Wird hier Geld verbrannt – oder ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg?

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Wachstumsbooster, Sondervermögen, Strukturreformen – der Kurs der Bundesregierung klingt auf dem Papier gut und trotzdem ist die wirtschaftliche Lage ernüchternd. Allein das Sondervermögen von enormen 500 Milliarden Euro werden noch Generationen künftiger Steuerzahler abzahlen. Um so ärgerlicher, dass dieses Geld viel zu langsam in konkrete Projekte fließt. Ein Problem, das auch Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, sieht:

„Wir dürfen da jetzt nicht nachlassen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Investionen gezielt aber auch schnell abfließen. Und da hat der Bundesfinanzminister auch angekündigt, wenn bestimmte Dinge nicht verausgabt werden, dann macht es ja keinen Sinn, dass das Geld da rumliegt, sondern wird es da, wo es gebraucht wird, zum Beispiel in die Verbesserung der Schiene, investiert.“ 18 Sek

Der Ökonom Lars Feld, der als einer der sogenannten Wirtschaftsweisen viele Jahre die Bundesregierung beraten hat, fordert nicht nur mehr Tempo sondern vor allem klare Signale an die Wirtschaft.

„Was jetzt passieren muss, das ist die Stärkung des mittelfristigen Wachstumspotenzial durch Reformen und wenn die Bundesregierung die Reformen umsetzt, dann wäre das ein wichtiger Schritt und würde den Unternehmen doch auch klarer signalisieren, dass sich Investitionen hier zu Lande lohnen.“ 15 Sek

Sven Kramer von der PEAG Holding GmbH, der sich täglich mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt, glaubt, dass die Menschen in Deutschland sehr realistisch auf die aktuelle Lage schauen.

„Man muss den Leuten sagen, wo wir hinwollen und dass jeder seinen Beitrag leisten muss und dann sind die Menschen, davon bin ich fest überzeugt, auch bereit, egal wo man steht, seinen Beitrag zu leisten.“ 11 Sek

Geld ist das eine, Reformen das andere. Und dann einfach mal machen.

Mehr dazu unter PEAG-online.de

Stefanie Baron Berlin

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