24März/09

Krankenkassen: Neue Fusionen in Sicht

Die KKH setze auf dieses Wachstum durch Fusionen und Zusammenschlüsse, da davon die Mitglieder profitierten. „Wir verhandeln ja mit Leistungserbringern Verträge, beispielsweise bei den Hilfsmitteln. Da ist es ein erheblicher Unterschied, ob zwei Millionen Versicherte im Hintergrund sind oder ob es drei oder vier Millionen sind“, unterstrich Haucke. Daher werde jetzt auch darüber nachgedacht, gemeinsam mit der Privaten Krankenversicherung der Allianz Einkäufe vorzunehmen. „Dadurch bekommen wir günstigere Konditionen und das kommt auch unseren Versicherten zugute.“
Denkbar sei auch, über den Vertrieb der Allianz Mitgliedschaften in der Gesetzlichen Krankenversicherung anzubieten, sagte Haucke. Dies sei auch für manche Mitarbeiter „eine Kulturrevolution“. Ebenso sei es vorstellbar, das Filialnetz des Konzerns Metro Kaufhof zu nutzen, um die eigenen Versicherten noch individueller zu beraten und zu betreuen.

Das Bundesversicherungsamt hatte kürzlich die Fusion zwischen der KKH und der BKK Allianz zum 1. April zur neuen „KKH-Allianz“ offiziell genehmigt. Spätestens zum 1. Juli will sich mit der METRO AG Kaufhof BKK eine weitere Kasse der KKH-Allianz anschließen.

21März/09

Tokyo Motor Show steht vor dem Aus

Die Zulieferer Continental, ZF Friedrichshafen und Behr habe ihre Messeauftritte in Japan schon gestrichen, bei Bosch mit einer großen japanischen Tochterfirma wird noch darüber debattiert. Zuvor hatten bereits die drei US-Hersteller Ford, GM und Chrysler sowie Peugeot, die Fiat-Gruppe, Jaguar/Land Rover, Volvo und Saab ihre Teilnahme in Tokio abgesagt.       

Als Reaktion auf die Absagen der deutschen Branchengrößen befürchtet der Verband der Automobilindustrie VDA auch den Rückzug weiterer wichtiger japanischer Hersteller bei der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung im September in Frankfurt. Nissan, Mitsubishi und Daihatsu haben ihren IAA-Auftritt bereits gestrichen, auch namhafte Zulieferer sind nicht in Frankfurt vertreten.

21März/09

VW-Handel ächzt unter Kundenansturm

Viele Vertriebspartner gingen „bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit“, räumt Eichhorn ein. Volkswagen arbeite „mit Hochdruck daran, zusätzliche Produktionskapazitäten für den deutschen Markt zu realisieren, um die Lieferzeiten für unsere Kunden so kurz wie möglich zu halten“. Dennoch komme es hier zu „Engpässen“. Der Ansturm von Neuwagenkäufern zwingt die Autostadt in Wolfsburg zu einer Ausweitung der „regulären Auslieferungskapazität des Kundencenters“ ab April. Gleichwohl warnt VW intern schon jetzt vor „Einplanungsverzögerungen“ – der Handel möge mit den Kunden „eine spätere Auslieferung “ prüfen.
„Aufgrund der hohen Autostadt-Auslastung ist es in diesem Zusammenhang vorübergehend auch nicht möglich, bei produktionsbestätigten Fahrzeugen den Zielbahnhof auf Autostadtabholung zu ändern“, heißt es in dem zweiseitigen Dokument. „Wie die ersten Tage im März zeigen, hält die Nachfrage unvermindert an. Lassen Sie uns weiterhin jede Chance nutzen, um diese erfreuliche Entwicklung nachhaltig fortzuführen“.

21März/09

Opel-Zulieferer zeigen Gelassenheit

Ein Conti-Sprecher verwies auf alle Automobilkunden des Zulieferers insgesamt: „Wir haben ein eigenes Team eingesetzt, das sich ständig aktuell mit der Entwicklung auseinandersetzt, um wann und wo immer nötig rasch handeln zu können.“
Die deutsche GM-Tochter genießt auch weiter das Vertrauen der Zulieferer und sei nicht betroffen von Plänen, Zahlungsziele zu verkürzen oder nur gegen Vorkasse zu liefern. „Opel hält sich an die vertraglich vereinbarten Zahlungsziele und damit auch wir. Vorkasse ist nicht angezeigt“, unterstrich ElringKlinger-Chef Wolf. Ein Lieferant aus dem Metallbereich lobte: „Keiner zahlt so pünktlich wie Opel.“

21März/09

Absatzmotor Autoleasing bricht ein

 „Es herrscht pure Panik bei den Leasinggesellschaften. Anfragen werden nicht mehr beantwortet“, sagte Udo Dewein, Experte beim Beratungsunternehmen LeaseControl, der Automobilwoche. Auf eine aktuelle Ausschreibung hätten 37 von 54 angefragten Gesellschaften nicht reagiert, darunter zahlreiche große Anbieter. Viele Gesellschaften hätten nach Deweins Worten die Vorgabe, keine Neukunden zu akquirieren. Selbst Bestandskunden könnten oft nur noch unter Schwierigkeiten oder gar nicht beliefert werden.
Unterdessen verlangen die Leasinggesellschaften, die überhaupt noch Angebote abgeben können, „zum Teil fantastische Preise“, betonte Dewein. So variierten die Leasingraten für einen Audi zum Bruttolistenpreis von 65.000 Euro für 36 Monate je nach Anbieter um bis zu 7000 Euro.