Deutschland muss kriegstüchtig werden, so mahnte Verteidigungsminister Pistorius angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Über 100 Mrd. Euro stehen allein in diesem Jahr für Rüstung und Verteidigung bereit. Das Land braucht mehr Soldatinnen und Soldaten. Es gibt den neuen Wehrdienst auf Freiwilligenbasis.
Zudem will die Bundeswehr auch die Reserve stärker ausbauen: heisst, dass mehr ehemalige Soldaten auch zu Reserveübungen freiwillig herangezogen werden können. In der Wirtschaft wächst nun die Sorge, dass sich der Wettbewerb um Fachkräfte nochmal verschärfen könnte.
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O-Ton: „Wir sehen im Augenblick, dass das ganze Thema Reserve oder auch Bevölkerungsschutzeinsatz bei den Unternehmen nicht sehr präsent ist. Gerade mal 15 Prozent der Unternehmen haben damit zu tun, weil sie Mitarbeiter haben, die Reservist sind oder die in den Blaulichtorganisationen helfen.“, 16sec.
sagt Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Dabei sei der Aufbau der Bundeswehr leistbar, solange dies über Freiwilligkeit geschieht, so Bardt.
Darauf setzt Reserveoffizier der Marine Alexander Wald. Wer sich bei der Bundeswehr engagiere, erlebe als Reservist oft ein anderes Aufgabengebiet als im Arbeitsalltag. 18 sec.
O-Ton: „Natürlich derjenige kommt auch mit neuen Skills wieder zurück. Jemand, der im militärischen Bereich auf Manövern, in Drucksituationen, wie auch immer, Entscheidungen getroffen hat und mit anderen zusammenarbeiten musste, der kommt mit Teamfähigkeit, mit Verantwortungsfähigkeit, die einfach auch ausgeprägter ist, wieder zurück.“ 20 sec.
Unternehmen bräuchten vor allem Planungssicherheit, so Sven Kramer vom Personaldienstleiter PEAG: 5 sec.
O-Ton: „Ich glaube, hier ist eine wirklich gute Kommunikation zwischen Bundeswehr und der Wirtschaft notwendig. Die Wirtschaft an sich hat schon verstanden, dass für freies Wirtschaften, für Freiheit, für Wohlstand tatsächlich auch Verteidigung notwendig ist, aber es muss planbar sein.“ 20 sec.
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