Tag Archives: Werk

04März/11

Magna will Werk für Autofertigung bauen

Graz – Der kanadische Zulieferer Magna will weiter expandieren und eine sogenannte Flex-Plant errichten. „Das ist eine Fabrik, die für mehrere Kunden Fahrzeuge bauen könnte, wie das in unserem Werk in Graz der Fall ist“, kündigte Magna-Steyr-Chef Günther Apfalter im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche an und fügte hinzu: „Wir führen dazu verschiedene Gespräche auf unterschiedlichen Kontinenten.“

Nach Informationen der Zeitung könnte Magna in Nordamerika mit Volvo kooperieren. Stefan Jacoby, Chef des schwedischen Fahrzeugherstellers, sagte der Automobilwoche, er suche nach Partnern für eine künftige Modul- und Baukastenstrategie: „Wir suchen deshalb Kooperationspartner, sowohl bei Fahrzeugherstellern wie auch bei Zulieferern. Geeignet wäre zum Beispiel Magna.“

Aufwärts geht es für Magna Steyr auch in Graz, wo 2010 rund 82.000 Fahrzeuge im Kundenauftrag gefertigt wurden. „2011 werden wir darüber liegen“, betonte Apfalter, wollte aber keine Zahl nennen. Laut Branchenkreisen soll die Stückzahl wieder deutlich im sechsstelligen Bereich liegen.

18Feb./11

US-Werk Chattanooga gilt im VW-Konzern als besonders produktiv

Chattanooga/ Wolfsburg – Das neue Volkswagen-Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ist der derzeit produktivste Standort des Konzerns. „Es wird das erste Werk sein, das vollumfänglich nach standardisierten Fertigungsmethoden aufgebaut sein wird“, sagte VW-Produktionsvorstand Michael Macht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. „Wir haben hier das vorhandene Wissen aus unseren weltweiten Standorten zusammengefasst und starten gerade die Produktion unseres neuen US-Passat“, fügte der Manager hinzu. Aber auch die anderen 61 Konzernstandorte „sind in dieser Hinsicht bestens unterwegs.“

Mit Blick auf das vertrauliche Produktivitäts-Ranking des europäischen Harbour-Reports betonte Macht: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir haben uns in den letzten zwei Jahren erheblich nach vorn entwickelt.“ Das Konzern-Produktionssystem sei in vollem Umfang beschrieben und werde an den Standorten umgesetzt, Ergebnisse seien bereits sichtbar. „Das, was die Mannschaft hier schon aufgesetzt hat, macht mir wirklich Freude“, sagte der Topmanager, der vor seinem Wechsel zu VW in Wolfsburg den Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche geführt hatte.

Als verheißungsvollen Ansatz für künftige Projekte zur Optimierung der Autoproduktion nannte Macht unter anderem ein Konzept, das an die Energierückgewinnung moderner Pkw erinnert: „So werden zum Beispiel unsere neuen Presswerke Servopressen haben, die über eine Rekuperation verfügen. Bei der Presse müssen Sie ja erstmal den Stempel hoch bewegen, das kostet Energie. Und beim Herunterfahren und Abbremsen des Stempels können wir dann einen Teil dieser Energie zurückgewinnen, da die neuen Pressenlinien über Servo-Direktantriebe mit hochdynamischen Torquemotoren verfügen.“ Machts optimistischer Ausblick: „In diesem Thema liegt eine große Dynamik – und jede Menge Potential“.