Von allen Sparten legt Internetwerbung legt am deutlichsten zu
München – Der deutsche Kfz-Markt hat im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 1,036 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf Erhebungen des Hamburger Marktforschungsinstituts Nielsen Research. Zum Kfz-Markt werden neben Pkw auch Nutzfahrzeuge, Zweiräder, Reisemobile, Autohandel und -zubehör sowie die Reifenbranche gezählt.
Mit 375,2 Millionen Euro wurde der größte Posten in TV-Spots investiert. Für Anzeigen in Tageszeitungen wurden 234,4 Millionen Euro ausgegeben – ein Minus von 4,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. 144,5 Millionen Euro entfielen auf Publikumszeitschriften, 14,3 Millionen auf Fachzeitschriften. In Radiospots wurden 126,9 Millionen investiert, in Plakate 33,6 und in Kinoreklame 2,8 Millionen Euro.
Deutlich gestiegen sind die Ausgaben für Werbung im Internet. 104,7 Millionen zahlten die Unternehmen aus der Autobranche dafür, im ersten Halbjahr 2010 waren es nur 88 Millionen Euro – ein Plus von 18,7 Prozent.
Bei den Unternehmen gab der VW-Konzern für seine Marke Volkswagen am meisten für Werbung aus. VW investierte 107,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011. Auf Platz zwei folgt Daimler mit 74,2 Millionen Euro, dahinter Renault (69,1), Opel (63,3) und Ford (57,7).
Autobauer setzt bei Fertigung auf erneuerbare Energien
Erweiterungen auch in Indien, Russland, China und USA geplant
Frankfurt/Main – Branchenexperten erwarten von der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA trotz Zuwächsen bei Ausstellern und Fläche keine neuen Rekorde. „Für die Autobranche sind die großen Märkte mit großen Wachstumspfaden wichtig. Und das ist mit Sicherheit nicht Deutschland“, sagte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „China ist das neue Zentrum der Autoindustrie und das spürt auch die IAA.“ Kein chinesischer Autobauer habe derzeit Pläne, in den nächsten 18 Monaten nach Deutschland zu kommen. „Warum sollten sie dann jetzt mit Riesenbudgets zur IAA gehen?“, unterstrich Dudenhöffer. Mit Changan ist in diesem Jahr nur ein chinesischer Hersteller erstmals auf der IAA vertreten.