Franz fordert Fertigung auf verlängerter Insignia-Architektur am Stammsitz Rüsselsheim – Hybrid- und Brennstoffzellen-Antrieb sollen für neues Flaggschiff verfügbar sein
Rüsselsheim – Opel startet mit den Arbeiten für ein neues Flaggschiff und plant nach Informationen der Fachzeitschrift Automotive News Europe den Marktstart für Ende 2016/Anfang 2017. Der Opel-Vorstand sieht demnach ein Potenzial von 20.000 Einheiten im Jahr und will das Modell auf einer GM-Architektur positionieren. Ein Sprecher wollte das auf Anfrage der Zeitschrift nicht kommentieren.
Klaus Franz, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Betriebsratschef, sagte der Automotive News Europe: „Wir von der Arbeitnehmervertretung unterstützen dieses Projekt mit ganzer Kraft. So ein Flaggschiff kann nur auf der Epsilon 2-Architektur mit langem Radstand gebaut werden. Wir werden alles dafür tun, dass es an unserem Stammsitz in Rüsselsheim gebaut wird – und nicht etwa in Mexiko oder sonst wo.“
Die Arbeitnehmervertretung werde „dafür sorgen, dass das Flaggschiff die technologische Sperrspitze unserer Marke wird – mit Hybrid-Antrieb, Brennstoffzelle und vielen anderen State-of-the-Art-Technologien.“ Schon mit dem Elektroauto Ampera habe Opel „gezeigt, was wir können, und erfreuen uns technologisch eines Vorsprung von zwei, drei Jahren zum Wettbewerb.“
Das Absatzpotenzial von 20.000 Einheiten sieht auch Franz „für die Marken Opel/Vauxhall innerhalb und außerhalb Europas“. Einen früheren Starttermin als 2016/17 hält Franz nicht für realistisch: „Eigentlich nicht, aber es hängt von der Priorität und den Investitionen ab. Wir haben wichtigere Portfolio-Prioritäten, wie das Opel Cabrio, Coupé, den Junior und den kleinen SUV. Der ´Top of the Line´ – kurz TOL – ist Luxus.“
Der neue Opel-Vorstandsvorsitzende Karl-Friedrich Stracke hatte bereits im Mai offiziell die Pläne für ein neues Flaggschiff oberhalb des Insignia angekündigt, ohne Details zu nennen. Die Marke Opel soll so insgesamt höherwertig positioniert werden. Geplant sei ein Geländewagen-Kombi (SUV) mit attraktivem Design und großer Funktionalität, der Premiumansprüchen genügen soll.
Tuscaloosa – Die Daimler AG wird voraussichtlich schon ab 2015 ein fünftes Modell im Werk nahe Tuscaloosa (US-Bundesstaat Alabama) auflegen. Die Fachzeitschrift Automotive News Europe berichtet unter Berufung auf Quellen im Unternehmen, geplant sei ein völlig neues Coupé auf Basis des SUV M-Klasse. Der Ableger solle demnach die Modellbezeichnung MLC tragen. Ein Unternehmenssprecher wollte dazu keine Stellung nehmen.
München – Der langjährige BMW-Manager Ludwig Willisch (54) übernimmt nach Informationen der Fachzeitschrift Automotive News Europe ab 1. Oktober das Amerika-Geschäft des Münchner Autobauers und löst Jim O’Donnell (61) ab. Der künftige CEO von BMW USA hatte bislang unter anderem die Leitung der Vertriebsregionen Europa und Japan der BMW Group inne. Der aus Schottland stammende O’Donnell hatte die US-Geschäfte von BMW seit Juli 2008 geleitet und geht nun in Rente. 
