Category Archives: Auto

11Juni/10

BMW: Rund 600 neue Arbeitsplätze durch Megacity Vehicle

In Leipzig werden momentan die BMW-Modelle Einser und X1 gebaut. Für das Megacity Vehicle (MCV) sind zusätzliche Fertigungslinien geplant. „Spätestens in der Montage jedoch läuft die Produktion aller Fahrzeuge wieder zusammen“, erklärte Arndt. BMW will den Standort Leipzig zum Kompetenzzentrum für kleine und Elektroautos ausbauen. Der Hersteller hatte angekündigt, 2009 und 2010 insgesamt eine Milliarde Euro in die deutschen Werke zu investieren. Für die Fertigung des MCV veranschlagte Arndt zusätzliche Kosten im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Zugleich will der Konzern die in den Jahren von 2005 bis 2008 in den weltweit 24 Werken erreichte Produktivitätssteigerung von 20 Prozent weiter anheben. „Ich gehe davon aus, dass wir unsere Produktivität bis Ende 2010 um 30 Prozent gegenüber 2005 verbessert haben werden“, betonte Arndt. Auch bei der Auslastung der Werke will der Manager weiter zulegen. Sie soll 2010 „deutlich über 90 Prozent“ betragen. Damit läge BMW über dem deutschen Branchendurchschnitt von 80 Prozent. 2009 lag die Werksauslastung der Münchner bei 86 Prozent.

11Juni/10

Smart nimmt neuen Anlauf in Amerika

Mit gezielten Imagekampagnen sollen die Amerikaner nun für den Kleinstwagen begeistert werden. „Und auch die 250 Elektro-Smarts für Amerika werden für Popularität sorgen“, sagte die Managerin. Zudem sollen sogenannte Streetteams für Aufmerksamkeit sorgen. Sie werden in den wichtigen Metropolen Präsenz zeigen, die Leute für das Auto interessieren und vor Ort zu Probefahrten einladen. Der Aufwand ist allerdings zunächst bescheiden: „Wir starten zunächst mit drei Teams, zu denen jeweils vier bis fünf Leute und ebenso viele Autos zählen.“

30Mai/10

Magna gibt Karmann-Dachsparte noch nicht auf

Magna habe sich auf jede Entscheidung vorbereitet und werde nun in Ruhe das Urteil prüfen. „Wir haben immer einen Plan B“, sagte Apfalter.

„Die Entscheidung des Kartellamts ist weniger eine gegen Magna, sondern vielmehr eine gegen die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden, des Markts, das Unternehmen, den Technologiestandort und die Arbeitsplätze“, sagte der Vorstandschef. „Wir finden dies sehr schade, weil es keine realistische Alternative gibt“. Die Magna Lösung sei die bessere für die Kunden, den Standort und die Mitarbeiter der Karmann-Dachsparte, denn der Magna-Plan enthalte eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter.

„Wir hoffen, dass wir trotz des Vetos des Kartellamts einen Großteil der Produkte von Karmann Dachsysteme übernehmen können“, sagte Apfalter.
Einzelheiten dazu nannte er nicht. Er ließ aber durchblicken, dass die Karmann-Dachsparte nicht zwingend unter dem Dach der Magna-Gruppe angesiedelt sein müsse.

Auch eine Ministererlaubnis durch den deutschen Bundeswirtschaftsminister schließt Magna Steyr nicht aus. „Das ist ein Szenario, das geschehen kann“, sagte Apfalter zu den Äußerungen von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Wulff hatte sich enttäuscht über die Kartellamtsentscheidung gezeigt und erklärt, sowohl eine Ministererlaubnis wie auch ein Klageverfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf prüfen zu lassen.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

Michael Knauer
Reporter Automobilwoche

Telefon: +49 (0) 228-2493 5132
Mobil:   +49 (0) 172-297 0955
Mail: mknauer@craincom.de
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14Mai/10

Förderung von E-Autos entzweit Autolindustrie

Intern aber fordert der VDA die Bundesregierung auf, „Marktanreizsysteme im internationalen Kontext“ zu prüfen, zitiert die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche aus einem ihr vorliegenden vertraulichen VDA-Positionspapier. Andere Staaten subventionieren E-Autos mit Milliarden. Zudem verlangt der VDA: „Keine Abgabe auf den Fahrstrom analog zur Mineralölsteuer“.

Auf absehbare Zeit würden die E-Mobile erheblich teurer sein als herkömmliche Antriebe, moniert der VDA weiter: „Bei einem Mittelklassefahrzeug beträgt der Mehrpreis heute circa 15.000 Euro und kann mittelfristig auf 10.000 bis 7.000 Euro reduziert werden“.

Unterdessen kritisierte in der Automobilwoche auch Burkhard Weller, Inhaber der viertgrößten deutschen Autohandelsgruppe, dass „viele Hersteller den Eindruck erwecken, E-Mobile würden schon bald flächendeckend zu vertretbaren Preisen angeboten“. Schon heute feilschten Käufer „um jeden Cent“. Weller: „Da sind Aufpreise von mehreren Tausend Euro für E-Autos nicht durchzusetzen“.

14Mai/10

BMW benötigt mehr Fachleute

Er fügte hinzu: „In diesem Jahr wollen wir weltweit etwa 550 Akademiker einstellen, davon rund 400 in Deutschland.“ Parallel dazu werde in die Weiterbildung der Stammbelegschaft investiert, zudem würden gemeinsam mit Hochschulen entsprechende Programme entwickelt, betonte Krüger: „So kann künftig beispielsweise ein Techniker oder Meister einen Bachelor erwerben.“

Beim Erfolg des Stadtmobils Megacity Vehicle würden noch mehr Spezialisten für Bereiche „wie neue Werkstoffe, Leichtbau, Simulationstechnik, Elektrik, Elektronik, Batterie und Antriebstechnik“ benötigt. Langfristig sollen für die deutschen Standorte auch Fachkräfte aus dem Ausland geworben werden, in den nächsten zwei, drei Jahren aber zunächst in Einzelfällen. Menschen aus anderen Ländern mit einem deutschen Hochschulabschluss könnten ebenfalls für BMW gewonnen werden, skizzierte der Personalchef entsprechende Pläne.

Im Ausland wird BMW bei der Personalsuche in allen Wachstumsregionen aktiv werden: „In China bauen wir ein neues Werk, dort brauchen wir mehr Personal. Wir suchen Ingenieure mit technischem oder wirtschaftlichem Schwerpunkt, die die chinesischen Lieferanten vor Ort betreuen.“ Auch für Einkauf und Vertrieb würden neue Leute gebraucht. „In den USA, wo wir unseren Standort erweitern, werden ebenfalls weitere Mitarbeiter benötigt. Ingenieure könnten künftig auch stärker aus Indien kommen“, unterstrich Krüger.
 
Einer Frauenquote nach dem Vorbild der Telekom erteilte Krüger eine Absage: „Mein Ansatz ist, unabhängig von Alter, Nationalität und Geschlecht den richtigen Menschen auf die richtige Stelle zu setzen.“