Category Archives: Auto

25Juni/10

Auto-Boom sorgt für Konfliktstoff

Nach Informationen des Blattes will die Gewerkschaft bis Herbst ein Konzept dazu ausarbeiten.

Weil viele Unternehmen die Nachfrageprobleme des vergangenen Jahres für eine effektivere Neuordnung der Produktion genutzt haben, sieht der Arbeitnehmervertreter die in der Krise gelebte Sozialpartnerschaft mit vielen Zugeständnissen der Mitarbeiter gefährdet. „Es kann von der Belegschaft keine dauerhafte Subventionierung der Unternehmen geben“, so Frank Iwer: „Wenn der steile Aufschwung so weitergeht, müssen wir im tarifpolitischen Bereich über Nachforderungen nachdenken.“
 
In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres stieg die Pkw-Produktion in Deutschland dank hoher Nachfrage aus China und den USA laut VDA um 26 Prozent. Weil die Branche von diesem unverhofften Boom überrascht wurde, müssen die Betriebe nun von der Kurzarbeit oft zur Volllast übergehen. Dabei kommt es der IG Metall zufolge zu großen Verwerfungen. Während in vielen Betrieben noch immer massiv Stellen abgebaut werden, müssen andere im Unternehmen Überstunden schieben. Viele Hersteller beschäftigen im Sommer sogar Ferienarbeiter, um die Auftragsflut zu bewältigen. Ganze Zusatzschichten werden mit Leiharbeitern besetzt.

25Juni/10

Euro-Schwäche: Audi verschiebt US-Pläne

Audi-Entwicklungschef Michael Dick ergänzte im Gespräch mit dem Blatt: „Eine US-Produktion rechnet sich nicht zum jetzigen Dollarkurs.“ Audi fühle sich deshalb nicht in Zugzwang, wie BMW und Daimler ein Modell in den USA zu fertigen, unterstrich Stadler. „Wenn wir eine vorhandene Kapazität nutzen, könnten wir in sechs Monaten die Produktion in den USA starten“, so der Audi-Chef weiter. Ein Werk auf der grünen Wiese zu errichten dauere drei Jahre.

Firmenbeobachter hatten spekuliert, Audi werde das neue Werk der Konzernmutter VW in Chattanooga (US-Bundesstaat Tennessee) nutzen. Die Ingolstädter Premiummarke liegt in den USA klar hinter BMW und Mercedes. Dieser Rückstand sei jedoch angesichts des schwachen Euro-Kurses zu verschmerzen: „Ich beklage mich jedenfalls nicht über den schwachen Euro“, sagte Stadler.

Nach Berechnungen des Industrie-Experten Ferdinand Dudenhöffer wird die deutsche Automobilindustrie durch den schwachen Euro in diesem Jahr zwei Milliarden Euro mehr verdienen. Bis 2012 wachsen die Währungsgewinne laut Dudenhöffer sogar auf fünf Milliarden Euro, weil die Autobauer deutlich mehr Autos aus dem Euroraum ex- als importieren.

25Juni/10

Porsche-Betriebsrat pocht auf Eigenständigkeit

Neuer Porsche-Lenker und Nachfolger von Michael Macht soll dem Vernehmen nach Matthias Müller werden. Derzeit leitet Müller in Wolfsburg das VW-Ressort K-GM Produkte (zuständig für den „Produktanalyse- und Produktstrategieprozess“)  und berichtet direkt an Konzernchef Martin Winterkorn. Müllers Stab ist nach einem internen VW-Papier, das der Automobilwoche vorliegt, unter anderem zuständig für die „Definition von Leitplanken und Schnittstellen“ im Modellprogramm der Konzernmarken, „inklusive Anbahnung und Managen von Kooperationen“. Auch seine Erfahrungen rund um „Fahrzeuge, Baukästen, Plattformen“ von VW könnte Müller bei Porsche nutzen.

Der Noch-Porsche-Chef Michael Macht wird als Nachfolger von VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann gehandelt. Heizmann ist als Chef des neu zu formierenden Nutzfahrzeuggeschäfts von VW im Gespräch.

14Juni/10

BMW will neue Carbonfasern an Dritte verkaufen

Daher sei sie nicht nur für andere Autohersteller interessant, betonte Arndt: „Ein großer Anwender von Kohlefaserwerkstoffen sind Windkraftanlagen. Deren Propeller bestehen auch aus Werkstoffen mit hohem Kohlefaseranteil“.

BMW setzt als erster Autohersteller Carbon in Großserie ein und will so das Gewicht künftiger Modelle deutlich reduzieren. Dies gilt als absolute Voraussetzung für den Erfolg des ersten Serien-Elektroautos. Nur so lasse sich sicherstellen, dass der Wagen mit einer Batterieladung ausreichend weit fahren kann.

Zurzeit erweitert BMW seine Werke für die Herstellung von Carbonautos. Im Umfeld des neuen Elektrofahrzeugs Megacity Vehicle (MCV) rechnet das Unternehmen mit rund 600 neuen Arbeitsplätzen. Sie sollen teils mit BMW-Beschäftigten aus dem Produktionsnetzwerk, teils mit neuen Mitarbeitern besetzt werden. Das MCV, dessen Teile im Werk Landshut hergestellt werden, soll 2013 in Leipzig vom Band rollen.

11Juni/10

VW setzt bei Marktstart des Polo GTI nur auf Facebook

Dafür wird VW auf zentrale Elemente klassischer Kampagnen verzichten. Plakatwerbung, Print-Anzeigen und TV-Spots sind für den Polo GTI nicht vorgesehen. „Wir sind überall dort, wo unsere Kunden sind. Wenn sie auf Facebook sind, sind wir auch dort“, unterstrich de Meo.
Für den Auftritt in dem sozialen Netzwerk wurden drei Video-Clips gedreht, in denen das Fahrzeug allerdings zunächst nicht zu sehen ist. Vielmehr werden Szenen aus dem Alltag gezeigt, in denen es um Beschleunigung geht. Ergänzt wird der „Fast Lane“ genannte Auftritt bei Facebook durch eine „Fast Wall“ für persönliche Mitteilungen. Künftig will der Autobauer verstärkt innovative Methoden bei Modelleinführungen nutzen, sagte de Meo: „Volkswagen ist auch eine digitale Marke. Es wird von VW noch mehr in dieser Richtung geben.“

Luca de Meo ist seit August 2009 Marketingchef bei Volkswagen. Zuvor hatte der gebürtige Italiener unter anderem für Fiat die erfolgreiche Markteinführung des Fiat 500 geleitet. De Meo wird von Branchenexperten ein sicheres Gespür für Trends bescheinigt.

Der Polo GTI mit 180 PS war auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr erstmals präsentiert worden und kommt jetzt zu den Händlern. Der Wagen verfügt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 230 Stundenkilometern.