Stuttgart – Daimler, Volkswagen und Renault prüfen eine mögliche Zusammenarbeit bei Transportern. „Wir wollen mit VW in diesem Jahr entscheiden, ob wir unsere Kooperation bei den großen Transportern fortsetzen. Eine mögliche Option könnte dabei auch die Einbeziehung von Renault sein“, sagte Daimler-Transporterchef Volker Mornhinweg im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Durch eine solche Allianz ergäben sich seiner Ansicht nach weltweit ganz andere Möglichkeiten.
Der Stuttgarter und der Wolfsburger Autohersteller arbeiten seit einigen Jahren bei großen Transportern zusammen. Der VW-Crafter und der Mercedes-Sprinter teilen sich die gleiche Plattform und werden bei Mercedes produziert. VW verwendet allerdings eigene Motoren. Dieser Vertrag läuft 2016 aus. „Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung werden wir auch festlegen, wann eine neue Generation des Sprinter auf den Markt kommt“, so Mornhinweg weiter. Bei den kleinen Transportern kooperiert Daimler mit Renault: Im Herbst kommt auf Basis des Renault Kangoo das Mercedes-Modell Citan auf den Markt. Damit kehrt Mercedes nach sechs Jahren wieder in das Segment der City-Vans zurück.
Der französische Hersteller entwickelt und baut seit 1998 mit Opel gemeinsam große Transporter, die als Renault Master und Opel Movano auf den Markt kommen. Dazu gibt es mit dem Nissan NV 400 ein weiteres baugleiches Schwestermodell.
Stuttgart – Mercedes verzahnt seine Performance-Marke AMG stärker mit der Formel 1. „Ab der Saison 2012 startet das Silberpfeil-Werksteam unter dem Namen ‚Mercedes AMG Petronas Formel 1-Team‘“, sagte AMG-Chef Ola Källenius im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. „Die Formel 1 ist in den letzten Jahren vor allem in den Emerging Markets stark gewachsen. Durch das Branding in der Formel 1 haben wir die große Chance, die Bekanntheit unserer Marke in diesen Zukunftsmärkten aufzubauen und zu steigern.“ Die Nachfrage nach den Performance-Modellen von Mercedes kam bisher aus den USA, Deutschland und Japan. Nun entwickeln sich Schwellenländer wie China, Russland, Brasilien sowie Korea und Südafrika zu interessanten Märkten: „Wir haben dadurch und aufgrund der Mercedes-Modelloffensive bis 2015 überproportionale Wachstumschancen“, betonte Källenius.
Wolfsburg – Neben intensiven Bemühungen um alternative Automobilantriebe setzt VW auch in Zukunft auf sparsame Verbrennungsmaschinen und will ihren Verbrauch nochmals deutlich reduzieren. „Zukünftige Diesel- als auch Ottomotoren bieten unter Einhaltung schärfster Abgasgrenzwerte in Kombination mit intelligenten Fahrzeug- und Triebstrangkonzepten signifikante Kraftstoffeinsparpotenziale im zweistelligen Prozentbereich“, sagte Volkswagen-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Wesentliche Technologien sind dabei effiziente Brennverfahren, Downsizing, Verlustwärmenutzung, Thermomanagement, Hybridisierung“. Der Chefingenieur weiter: „Dazu kommen natürlich noch weitere Reduzierungen von Reibung und die Abschaltung beziehungsweise bedarfsgerechte Steuerung von Nebenaggregaten.“
München – Die erfolgreiche BMW-Tochter Mini wird ihre bisherige Produktpalette bis 2020 mit einem fünftürigen Kombi, einem Van und möglicherweise auch einer Stufenhecklimousine erweitern. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf hochrangige BMW-Kreise. Offiziell wollte das Unternehmen dies noch nicht bestätigen. Allerdings kündigte Mini-Chef Kay Segler bereits an, das Angebot von derzeit fünf auf insgesamt zehn Modelle ausbauen zu wollen. Mit dem Roadster kommt ab dem 25. Februar das sechste Modell auf dem Markt, Ende des Jahres folgt das dreitürige SUV Paceman.
Stuttgart – Mercedes will seinen Kunden einen so genannten Concierge-Service anbieten. Per Knopfdruck im Auto oder per App auf dem Smartphone wird der Kontakt mit einem Call Center hergestellt, das Aufträge jeglicher Art annimmt – seien es Reisebuchungen, Einkäufe oder andere Dienstleistungen. In den USA gehört dieser Service bereits seit mehreren Jahren zum Funktionsumfang des Navigations- und Infotainmentsystems mbrace. „Wir wollen das System künftig weltweit auf den Markt bringen“, kündigte Peter Häußermann, der bei Mercedes für die Elektronik- und Telematikentwicklung verantwortlich ist, im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche an. Dabei sieht der Stuttgarter Autohersteller gute Chancen, dass der Concierge-Service einen zusätzlichen Gewinn abwirft.