21Mai/12

O-Ton: Gleiche Schuld – gleiche Haftung

 Kommt es aufgrund zwei gleichschwerer Verstöße gegen die Verkehrsregeln zu einem Unfall, haften beide Unfallpartner zu gleichen Teilen. Darüber informiert die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins und verweist auf ein Urteil des Landgerichts Magdeburg.

Anwalt Swen Walentowski:

O-Ton: Der eine wollte bei einer durchgezogenen Linie, also bei Überholverbot, überholen. Der andere wollte bei der durchgezogenen Linie abbiegen. Darf er auch nicht. Und so sind sie zusammengestoßen. Beide haben einen Verkehrsverstoß unternommen, zwar beiden einen anderen – aber sie haften zu gleichen Teilen. – Länge 15 sec.

Weitere Informationen: www.verkehrsrecht.de

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13Mai/12

Mercedes baut die Forschung um

 Stuttgart – Mit einer umfassenden Neuorganisation seines Vorstandsressorts Forschung & Entwicklung will Daimler alternative Antriebe schneller zur Serienreife bringen und die Integration von Unterhaltungselektronik im Auto vorantreiben. „Die neu definierten strukturellen und personellen Veränderungen ermöglichen uns, noch schlanker, schlagkräftiger und effizienter zu arbeiten, die alternativen Antriebe schneller für den Kunden verfügbar zu machen und auch Themen wie das ,Digital Life‘ schneller ins Fahrzeug zu bringen“, sagte Daimler-Forschungschef Thomas Weber der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Dahinter steckt die konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.“

Mit der Neuordnung des Ressorts werden auch zahlreiche Zuständigkeiten verändert, die Zahl der Baureihenleiter wird auf drei reduziert. Uwe Ernstberger leitet künftig die großen Mercedes-Baureihen mit Heck- und Allradantrieb sowie die Sportwagen. Michael Krämer ist jetzt Produktgruppenchef für C- und E-Klasse und deren Varianten. Jörg Prigl verantwortet die neue Kompaktklasse NCCG („New Compact Car Group“) mit all deren Derivaten.
Harald Kröger, bislang Qualitätschef der Pkw von Mercedes-Benz, wird Leiter der neuen Direktion „e-Drive & Elektrik/Elektronik“. Im Gegenzug wird Eike Böhm, der im Oktober den Posten Forschung und Vorentwicklung Elektroniksysteme und Sicherheit übernommen hatte, Qualitätschef. Böhm berichtet an Produktions- und Einkaufsvorstand Wolfgang Bernhard.

13Mai/12

Opel: Betriebsrat fordert Investitionen und Export

 Rüsselsheim – Bei den Plänen zum Konzernumbau steuert die Opel-Mutter General Motors auf eine harte Konfrontation mit den Beschäftigten zu. Vor der für diesen Montag anberaumten Betriebsversammlung sagte Opels neuer Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche: „Lohnverzicht ist die primitivste Form der Einsparung. Da reden wir über maximal zweistellige Millionenbeträge. Bei Material- und Produktkostenverbesserungen reden wir dagegen über dreistellige Millionensummen.“ Schäfer-Klug will die GM-Führung zudem zu Investitionen in den Export animieren: „Wenn sie heute nichts tun, um in vier bis fünf Jahren außerhalb von Europa Erfolg zu haben, dann bleiben sie im europäischen Markt eingeschlossen.“ Weiterhin setzt er auf die Fertigung von europäischen Chevrolet-Modellen in Opel/Vauxhall-Werken: „Die Politik von GM ist, dort zu fertigen, wo man verkauft. Und da reden wir über ein erhebliches Volumen.“

Den Betriebsräten zufolge will GM die Astra-Produktion ab 2015 von Rüsselsheim nach Polen oder England verlagern, Rüsselsheim soll demnach primär Insignia-Standort werden. Als Ausgleich soll dem Stammwerk die Produktion des bislang in Bochum gefertigten Zafira in Aussicht gestellt werden, berichtet die Automobilwoche.
GM erwartet von den deutschen Belegschaften weiteren Lohnverzicht und eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden. Darüber hinaus sollen bis zu 200 Verwaltungsstellen wegfallen.

13Mai/12

IG Metall weitet Warnstreiks deutlich aus

 München – Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie weiten die Gewerkschaften ihre Warnstreiks neben den Autoherstellern nun auch auf die Zulieferindustrie aus. Nach einem Bericht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche ruft die IG Metall Baden-Württemberg in der kommenden Woche die Belegschaften unter anderem bei Getrag, Valeo, Mann + Hummel, ZF, Mahle, Bosch, Behr und Voith zu Arbeitsniederlegungen auf. Auch bei Mercedes laufen weitere Kundgebungen.

In Bayern sind Schaeffler und Leoni betroffen. Der Bezirk Niedersachsen will wiederum das VW-Werk in Osnabrück sowie den Lkw-Zulieferer Wabco und den Elektromotoren-Hersteller Bühler mit Warnstreiks zu Pausen zwingen.

Nach Gewerkschaftsangaben zeigten die bisherigen Warnstreiks schon Wirkung. Bei BMW konnten rund 1.000 Autos nicht produziert werden, bei Opel 150. Bei Audi wurden rund 700 Pkw nicht gefertigt, bei Ford waren es ebenfalls zirka 700.

13Mai/12

200.000 neue Arbeitsplätze bei VW-Zulieferern

 Wolfsburg – Im Rahmen der VW-Entwicklungsstrategie Modularer Querbaukasten (MQB) sollen bei den Volkswagen-Zulieferern in den nächsten Jahren weltweit Zehntausende neuer Arbeitsplätze entstehen. „Verglichen mit den Plattformen wird sich das Beschaffungsvolumen für den MQB bis 2018 nahezu verdoppeln“, zitiert die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche aus einer vertraulichen Analyse des Wolfsburger Konzerns. „Orientiert am MQB-Rolloutplan“ werde das Unternehmen global „neue Beschaffungsmärkte und Lieferantenstandorte“ erschließen. „Für die Zulieferer bedeutet dies ein milliardenschweres Investitionsprogramm sowie die Einstellung und Qualifikation von rund 200.000 zusätzlichen Mitarbeitern“, kündigt das Management in dem Schreiben an. Demnach sollen „fast zwei Drittel“ des massiv gesteigerten Beschaffungsvolumens „außerhalb Europas produziert“ werden. Zugleich will der Konzern die Bindungen zu den Lieferanten verstärken, die beim Programm MQB vertreten sind.

Mit dem Modularen Querbaukasten führt Volkswagen sukzessive ein neues Fahrzeugkonzept für verschiedene Automarken ein. So wird nach dem neuen Audi A3 unter anderem der nächste Volkswagen Golf auf dem MQB basieren. Konzernchef Martin Winterkorn hat VW-intern bekräftigt: „Wir werden mit dem Modularen Querbaukasten alle Autos im Konzern vom Polo- bis zum Passat-Segment erstmals auf eine technische Grundlage stellen“.