Category Archives: Auto

14Mai/10

Förderung von E-Autos entzweit Autolindustrie

Intern aber fordert der VDA die Bundesregierung auf, „Marktanreizsysteme im internationalen Kontext“ zu prüfen, zitiert die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche aus einem ihr vorliegenden vertraulichen VDA-Positionspapier. Andere Staaten subventionieren E-Autos mit Milliarden. Zudem verlangt der VDA: „Keine Abgabe auf den Fahrstrom analog zur Mineralölsteuer“.

Auf absehbare Zeit würden die E-Mobile erheblich teurer sein als herkömmliche Antriebe, moniert der VDA weiter: „Bei einem Mittelklassefahrzeug beträgt der Mehrpreis heute circa 15.000 Euro und kann mittelfristig auf 10.000 bis 7.000 Euro reduziert werden“.

Unterdessen kritisierte in der Automobilwoche auch Burkhard Weller, Inhaber der viertgrößten deutschen Autohandelsgruppe, dass „viele Hersteller den Eindruck erwecken, E-Mobile würden schon bald flächendeckend zu vertretbaren Preisen angeboten“. Schon heute feilschten Käufer „um jeden Cent“. Weller: „Da sind Aufpreise von mehreren Tausend Euro für E-Autos nicht durchzusetzen“.

14Mai/10

BMW benötigt mehr Fachleute

Er fügte hinzu: „In diesem Jahr wollen wir weltweit etwa 550 Akademiker einstellen, davon rund 400 in Deutschland.“ Parallel dazu werde in die Weiterbildung der Stammbelegschaft investiert, zudem würden gemeinsam mit Hochschulen entsprechende Programme entwickelt, betonte Krüger: „So kann künftig beispielsweise ein Techniker oder Meister einen Bachelor erwerben.“

Beim Erfolg des Stadtmobils Megacity Vehicle würden noch mehr Spezialisten für Bereiche „wie neue Werkstoffe, Leichtbau, Simulationstechnik, Elektrik, Elektronik, Batterie und Antriebstechnik“ benötigt. Langfristig sollen für die deutschen Standorte auch Fachkräfte aus dem Ausland geworben werden, in den nächsten zwei, drei Jahren aber zunächst in Einzelfällen. Menschen aus anderen Ländern mit einem deutschen Hochschulabschluss könnten ebenfalls für BMW gewonnen werden, skizzierte der Personalchef entsprechende Pläne.

Im Ausland wird BMW bei der Personalsuche in allen Wachstumsregionen aktiv werden: „In China bauen wir ein neues Werk, dort brauchen wir mehr Personal. Wir suchen Ingenieure mit technischem oder wirtschaftlichem Schwerpunkt, die die chinesischen Lieferanten vor Ort betreuen.“ Auch für Einkauf und Vertrieb würden neue Leute gebraucht. „In den USA, wo wir unseren Standort erweitern, werden ebenfalls weitere Mitarbeiter benötigt. Ingenieure könnten künftig auch stärker aus Indien kommen“, unterstrich Krüger.
 
Einer Frauenquote nach dem Vorbild der Telekom erteilte Krüger eine Absage: „Mein Ansatz ist, unabhängig von Alter, Nationalität und Geschlecht den richtigen Menschen auf die richtige Stelle zu setzen.“

30Apr./10

Opel: Bochum droht 2016 das Aus

Während für Bochum in diesem Sommer vom 19. Juli bis 13. August „Betriebsruhe“ angekündigt wurde, fahren Opel-Standorte wie Rüsselsheim und Gliwice in Polen weiter Sonderschichten, da sie die aktuelleren Modelle produzieren, unterstrich der Betriebsrat.

Theoretisch können in Bochum jährlich über 240.000 Fahrzeuge gebaut werden, doch zuletzt plante Opel mit 190.000 Einheiten. Doch diese Zahl gilt inzwischen als utopisch. Die Auslastung liege derzeit zwischen 50 und 55 Prozent. Daher verlange Bochum Produktionsobergrenzen für alle GM-Werke in Europa. Zudem forderte der Arbeitnehmervertreter, neben dem neuen Zafira ab 2011 müsse an dem NRW-Standort entweder auch der neuen Astra, der Astra Caravan oder der Chevrolet Orlando gebaut werden. Darüber hinaus müsse auch die Getriebefertigung in Bochum mit rund 600 Mitarbeitern bestehen bleiben. Nach den bisherigen Plänen von GM soll der Astra Caravan jedoch in Rüsselsheim gefertigt werden. Und für den Fortbestand des Getriebewerkes besteht derzeit nur Gewissheit bis Ende 2011.

Sollte die Opel-Führung keine langfristigen Garantien für Bochum abgeben, werde die Belegschaft sich nicht zu den Verhandlungen über einen Sanierungsbeitrag bereit erklären, drohte der Betriebsratschef.

30Apr./10

Zetsche: Mehr Förderung für E-Autos

Daimler könne die Produktion seiner beiden Elektroautos, A-Klasse und Smart, sofort erhöhen: „Wir produzieren jetzt 1.000 im Jahr, könnten aber auch 10.000 oder 15.000 bauen, wenn es die entsprechende Nachfrage gibt“, unterstrich Zetsche und kündigte die Arbeit „an weiteren Modellen“ an.

30Apr./10

Kartellamt lehnt Karmann-Übernahme durch Magna ab

Das Kartellamt lehnt die Übernahme der Dachsparte des insolventen Zulieferers Karmann durch Magna Car Top Systems (CTS) ab, da im Falle einer Genehmigung der Markt von den beiden Anbietern Magna/Karmann und Webasto/Edscha beherrscht würde.

Zuvor hatte sich der Karmann-Betriebsrat massiv für Magna ausgesprochen und entsprechende Herstellerwünsche geltend gemacht. Allerdings droht mittlerweile nur noch ein Teil der Karmann-Kunden damit, Aufträge abzuziehen, falls die Magna-Übernahme nicht zustande kommt.