Category Archives: Auto

15Juli/10

Webasto-Chef: „Kommen um Kooperationen nicht herum”

Als Risiken für die Zuliefererbranche nennt Kortüm stärkere Auflagen bei der Kreditvergabe durch Banken und die extrem gestiegenen Rohstoffpreise.

Noch in diesem Jahr rechnet Kortüm damit, beim Umsatz 1,8 Milliarden Euro zu erreichen und damit an das Jahr 2007 anzuschließen – allerdings inklusive der übernommenen Cabrio-Sparte von Edscha. Dabei wurde Webasto laut Kortüm vom derzeitigen Auftragsboom überrascht: „Noch Mitte des vergangenen Jahres haben wir nicht damit gerechnet, dass es eine so schnelle Erholung auf der Nachfrageseite geben würde.” Seine jetzige Prognose sieht Kortüm nur dann gefährdet, wenn auf der “großen finanzpolitischen Bühne unvorhergesehene Dinge passieren”. Mittelfristig erwartet Kortüm weiteres Wachstum: “Wir sehen durchaus Chancen, beim Umsatz in den nächsten Jahren die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze zu knacken.” So würden die bereits vor der Krise Mitte 2008 beschlossenen Kostensenkungsprogramme für beide Webasto-Geschäftspartner auch in diesem Jahr wirken. Zudem sei Webasto trotz der Akquisition der Cabriodachsparte von Edscha solide aufgestellt. Kortüm: “Bei der wichtigen Kenngröße Nettofinanzschulden sind wir ausgeglichen, das heißt Cash und Finanzschulden halten sich die Waage.”

15Juli/10

„Preissenkungen kommen nicht in Frage“

Reagieren will Leroy aber auf die Klagen von Toyota-Händlern in Deutschland über ein veraltetes Modellportfolio und generell über zu wenig Emotionen in der Marke. “Toyoda hat entschieden, dass jedes neue Auto ab 2011/2012 deutlich emotionaler und weniger neutral werden muss. Dann wird ein neuer Stil bei Toyota einziehen.“ Allerdings, so Leroy, müssten „bis dahin aber die Autos verkauft werden, die wir heute haben“.
 
Weiter verbessern will der wegen zahlreicher Rückrufe angeschlagene Autobauer Toyata auch die Qualität, obwohl, so Leroy, „die Zahlen uns zeigen, dass sie noch nie so hoch war wie heute“. Doch die Wettbewerber hätten in Punkto Qualität aufgeholt. Leroy: „Die Lücke zu uns ist kleiner geworden, und wir müssen diesen Abstand wieder vergrößern. Fakt ist aber auch: Alle unsere Zulieferer bestätigen uns, dass wir strenger sind als alle anderen Hersteller.

25Juni/10

Auto-Boom sorgt für Konfliktstoff

Nach Informationen des Blattes will die Gewerkschaft bis Herbst ein Konzept dazu ausarbeiten.

Weil viele Unternehmen die Nachfrageprobleme des vergangenen Jahres für eine effektivere Neuordnung der Produktion genutzt haben, sieht der Arbeitnehmervertreter die in der Krise gelebte Sozialpartnerschaft mit vielen Zugeständnissen der Mitarbeiter gefährdet. „Es kann von der Belegschaft keine dauerhafte Subventionierung der Unternehmen geben“, so Frank Iwer: „Wenn der steile Aufschwung so weitergeht, müssen wir im tarifpolitischen Bereich über Nachforderungen nachdenken.“
 
In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres stieg die Pkw-Produktion in Deutschland dank hoher Nachfrage aus China und den USA laut VDA um 26 Prozent. Weil die Branche von diesem unverhofften Boom überrascht wurde, müssen die Betriebe nun von der Kurzarbeit oft zur Volllast übergehen. Dabei kommt es der IG Metall zufolge zu großen Verwerfungen. Während in vielen Betrieben noch immer massiv Stellen abgebaut werden, müssen andere im Unternehmen Überstunden schieben. Viele Hersteller beschäftigen im Sommer sogar Ferienarbeiter, um die Auftragsflut zu bewältigen. Ganze Zusatzschichten werden mit Leiharbeitern besetzt.

25Juni/10

Euro-Schwäche: Audi verschiebt US-Pläne

Audi-Entwicklungschef Michael Dick ergänzte im Gespräch mit dem Blatt: „Eine US-Produktion rechnet sich nicht zum jetzigen Dollarkurs.“ Audi fühle sich deshalb nicht in Zugzwang, wie BMW und Daimler ein Modell in den USA zu fertigen, unterstrich Stadler. „Wenn wir eine vorhandene Kapazität nutzen, könnten wir in sechs Monaten die Produktion in den USA starten“, so der Audi-Chef weiter. Ein Werk auf der grünen Wiese zu errichten dauere drei Jahre.

Firmenbeobachter hatten spekuliert, Audi werde das neue Werk der Konzernmutter VW in Chattanooga (US-Bundesstaat Tennessee) nutzen. Die Ingolstädter Premiummarke liegt in den USA klar hinter BMW und Mercedes. Dieser Rückstand sei jedoch angesichts des schwachen Euro-Kurses zu verschmerzen: „Ich beklage mich jedenfalls nicht über den schwachen Euro“, sagte Stadler.

Nach Berechnungen des Industrie-Experten Ferdinand Dudenhöffer wird die deutsche Automobilindustrie durch den schwachen Euro in diesem Jahr zwei Milliarden Euro mehr verdienen. Bis 2012 wachsen die Währungsgewinne laut Dudenhöffer sogar auf fünf Milliarden Euro, weil die Autobauer deutlich mehr Autos aus dem Euroraum ex- als importieren.

25Juni/10

Porsche-Betriebsrat pocht auf Eigenständigkeit

Neuer Porsche-Lenker und Nachfolger von Michael Macht soll dem Vernehmen nach Matthias Müller werden. Derzeit leitet Müller in Wolfsburg das VW-Ressort K-GM Produkte (zuständig für den „Produktanalyse- und Produktstrategieprozess“)  und berichtet direkt an Konzernchef Martin Winterkorn. Müllers Stab ist nach einem internen VW-Papier, das der Automobilwoche vorliegt, unter anderem zuständig für die „Definition von Leitplanken und Schnittstellen“ im Modellprogramm der Konzernmarken, „inklusive Anbahnung und Managen von Kooperationen“. Auch seine Erfahrungen rund um „Fahrzeuge, Baukästen, Plattformen“ von VW könnte Müller bei Porsche nutzen.

Der Noch-Porsche-Chef Michael Macht wird als Nachfolger von VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann gehandelt. Heizmann ist als Chef des neu zu formierenden Nutzfahrzeuggeschäfts von VW im Gespräch.