Category Archives: Auto

04Jan./11

Dürr steigt in Produktionstechnik für Batterien ein

Er verwies darauf, dass das Auftragsvolumen im Vergleich zum Lackieranlagengeschäft „noch sehr klein“ sei.

Dürr bietet heute bereits zum Beispiel im Fahrzeugbau Montagelinien mit entsprechender Fördertechnik an. Nun soll dieses Know-how auf den Zusammenbau zum Beispiel von Lithium-Ionen-Akkus genutzt werden. Dabei werden einzelne Batteriezellen zunächst zu Packs zusammengeführt, in ein Gehäuse gebracht und zusammen mit der notwendigen Elektrik/Elektronik und Kühlung verbaut. Nach dem Zuschweissen der Box erfolgt eine Abschlussprüfung.

Das weit attraktivere Anlagenvolumen ist aber die Zellproduktion, wo es stark um Stapeln, Schneiden und Formatieren geht – also um Arbeitsschritte aus der Verpackungstechnik, die Dürr ebenfalls anbietet. Nach Informationen der Automobilwoche soll das Unternehmen in diesem Bereich zum führenden Anlagenlieferanten aufgebaut werden. Wettbewerber sind unter anderem Anlagenbauer M+ W Zander, der schlüsselfertige Anlagen liefert, sowie die japanische Hitachi, die vor allem für Nissan tätig ist.

11Dez./10

Neuer Audi-Kleinwagen bleibt hinter Erwartungen

Der Verkauf des A1 liegt bisher weit hinter den Erwartungen. Bis Ende November wurden im Werk Brüssel zwar bereits 45.000 Autos gefertigt, aber nur 20.000 europaweit zugelassen. „Wir planen, bis Ende des Jahres etwas über 30.000 A1 auszuliefern“, betonte eine Audi-Sprecherin in der Automobilwoche.

Autoanalyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler sagte dem Blatt: „Audi fordert einen hohen Preis für ein kleines Premiumauto.“ Der Basispreis beträgt 15.800 Euro. „Den Kundenkreis muss man sich erst mal erschließen.“ Bei Mini habe das gut funktioniert, „weil Mini eine außergewöhnliche Marke mit einem richtigen Lifestyle-Produkt ist“. Dem erst vor rund drei Monaten gestarteten A1 fehle der Kultstatus. Zum Vergleich: Der bayerische Konkurrent Mini verkaufte in den vergangenen drei Monaten europaweit 42.000 Autos.

11Dez./10

Mitsubishi: Gericht stoppt Werbe-„Rückruf“-Aktion

„Das Gericht ist unserer Klage gefolgt, die in der Mitsubishi-Werbung eine unzulässige vergleichende Werbung und eine pauschale Herabsetzung und Verunglimpfung von Mitbewerbern sah“, sagte Andreas Ottofülling, Rechtsanwalt der Wettbewerbszentrale, der Automobilwoche.

Vor dem Hintergrund der massiven Toyota-Rückrufe hatte Mitsubishi versucht, Kapital aus dem Thema zu schlagen. In der umstrittenen Aktion hatte sich der inzwischen abgelöste Mitsubishi-Deutschlandchef Martin van Vugt im Stil der Terroristenfahndung der 70er-Jahre unter der Überschrift „Dringend gesucht“ über Wettbewerbsmodelle mokiert und beispielsweise zum Opel Vectra erklärt: „Gesucht wegen  seines langweiligen Designs.“ Zugleich warb der Autobauer mit dem Angebot, das eigene Fahrzeug gegen den neuen Mitsubishi Outlander zu tauschen.

11Dez./10

Getriebebauer Getrag braucht keine Landes-Bürgschaft mehr

Der Kontokorrentkredit mit einer Laufzeit von drei Jahren ist zur Finanzierung des laufenden Geschäfts der Getrag Group Transmission vorgesehen, zu der die deutschen Standorte sowie das Werk in der Slowakei und in Bari gehören. Beteiligt sind sieben deutsche Bankhäuser.

Der Getriebehersteller im Besitz der Familie Hagenmeyer war Ende 2008 aufgrund der Wirtschaftskrise und einem hochgradig fremd finanzierten Expansionskurs in heftige Turbulenzen geraten. Nach hohen Verlusten in den Jahren 2008 und 2009 wurde eine Landes-Bürgschaft  über 20 Millionen Euro benötigt, um einen Zwischenkredit abzusichern. Diese Kreditlinie wird nun durch die alte Vereinbarung ersetzt – und zwar ohne eine Umschuldung im Konzern, wie Kotecha betont.

Der Gesamtkonzern Getrag Corporate Group mit Sitz in Untergruppenbach bei Heilbronn wird im laufenden Jahr einen Umsatz von 2,59 Milliarden Euro erzielen und damit das ursprüngliche Ziel von 2,27 Milliarden Euro übertreffen. Nach Verlusten in den Jahren 2008 und 2009 will das Unternehmen operativ und netto wieder schwarze Zahlen schreiben. Dabei profitiert Getrag vor allem von der Nachfrage in Asien und Nordamerika, während in Europa das Geschäft mit Handschaltern auf das Ergebnis drückt. „Im nächsten Jahr werden wir den Umsatz und den Gewinn weiter verbessern“, zeigte sich der Manager zuversichtlich. „Getrag ist aber noch längst nicht einer komfortablen Situation.“ Die Geschäftseinheit Getrag Group Transmissions schreibt dieses Jahr Verluste, soll aber 2011 wieder eine schwarze Null erreichen.

26Nov./10

Daimler sucht Partner für Elektromotoren

Für Entwicklung und Bau von Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge hatte Daimler ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Mischkonzern Evonik gegründet.

Bei der Partnersuche für die Produktion von Elektromotoren favorisiert Daimler große Systemlieferanten wie Continental und Bosch. Chancen könnte auch ein Mischkonzern wie Siemens haben. „Ein Partner im Bereich Elektromotoren sollte vor allem spezifisches Know-how in punkto Elektrik/Elektronik mitbringen. Außerdem würde eine Kooperation helfen, zusammen Skaleneffekte zu erreichen und uns zusätzlich Vermarktungschancen an Dritte zu erschließen“, unterstrich Weber.

Erst im Frühjahr wurde deshalb entschieden, eine neue Generation von getriebe-integrierten Elektromotoren für künftige Hybridfahrzeuge im Berliner Werk Marienfelde aufzubauen. Ab 2012 sollen diese Motoren, die Teil des Automatikgetriebes sind, bei Mercedes verwendet werden. Bis Frühjahr 2011 will Daimler nun über den Bau von so genannten Traktionsmotoren entscheiden, die Elektrofahrzeuge direkt über die Achse antreiben.