Category Archives: Auto

13Juni/11

Fiat will 2011 in Deutschland 130.000 Autos verkaufen

 Frankfurt/M. – Trotz verhaltener Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres sieht sich Fiat Deutschland nach eigenen Angaben auf einem guten Weg. „In den ersten vier Monaten haben wir mit allen unseren Marken gut 37.000 Fahrzeuge verkauft. Wir liegen also mit unserem zu Jahresbeginn genannten Ziel von insgesamt 130.000 Verkäufen für 2011 im Plan“, sagte Firmenchef Manfred Kantner im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.
In den ersten vier Monaten hatte Fiat Deutschland nur knapp zwei Prozent mehr Pkw verkauft, während der Markt um fast elf Prozent zulegte.

Kantner räumte ein: „Man muss aber auch zugeben, dass wir mit neuen Produkten etwas in Verzug sind.“ Allerdings werde sich im Herbst die Situation mit dem Fiat Freemont und zum Jahreswechsel mit dem neuen Fiat Panda ändern.
„Nach dem Ausnahmejahr 2009 mit der Abwrackprämie verzeichnete der Handel 2010 trotz der Absatzrückgänge immer noch eine Umsatzrendite von über einem Prozent“, meinte Kantner und bewertete das Ergebnis angesichts der Rahmenbedingungen als „nicht schlecht“. Er fügt hinzu: „Für dieses Jahr bin ich optimistisch, dass sich die Rendite weiter verbessert.“

13Juni/11

BMW verschiebt Entscheidung über Serienproduktion des Mini Rocketman

 München – Nach Informationen der Automobilwoche verzögert sich die Entscheidung des BMW-Vorstandes über die Produktion des Smart-Herausforderers Mini Rocketman. Der Autohersteller steht demnach vor einem betriebswirtschaftlichen Problem: Als Serienfahrzeug müsste der Rocketman deutlich preiswerter angeboten werden als das bislang kleinste Modell Mini one. In der Produktion wäre die verkürzte Version aber kaum günstiger, schreibt die Branchen- und Wirtschaftszeitung unter Berufung auf das Management weiter. „Aus dem Rocketman einen profitablen Business-Case zu machen, wird nicht einfach“, zitiert das Blatt eine hochrangige Quelle. Hinzu komme, „dass wir zurzeit im Werk Oxford gar keine Kapazitäten frei haben“.

Der Hersteller hatte im März auf dem Genfer Autosalon den Rocketman präsentiert, der kaum länger ist als der Ur-Mini von 1959. Der „Mini-Mini“ misst 3,41 Meter und ist damit 30 Zentimeter kürzer als das aktuelle Modell.

BMW investiert derzeit weitere 500 Millionen Pfund in sein britisches Produktionsnetzwerk, um die Standorte auf die kommende Mini-Generation vorzubereiten. Neben Oxford zählen dazu das Presswerk Swindon und die Motorenfabrik Hams Hall. Seit dem Start der Mini-Produktion im Jahr 2000 hat BMW dort insgesamt 1,5 Milliarden Pfund investiert.

10Juni/11

Opel-Händler offen für chinesischen Investor

 München – Die großen Opel-Händler sehen einer Übernahme des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens durch einen chinesischen Autobauer gelassen entgegen. „Es würde sicher für Opel neue Märkte öffnen, wenn ein Chinese einstiege“, sagte Albert Still, Aufsichtsratsvorsitzender der AVAG Holding, im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Die AVAG Holding ist Europas größter Opel-Händler. Der Einstieg eines chinesischen Investors müsse keine negativen Folgen für eine europäische Marke haben, das zeige die Übernahme von Volvo durch Geely, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Wenn ein Chinese kommt, dann kommt er, um sich in den europäischen Markt einzukaufen“, sagte Still.

„Mit einem seriösen chinesischen Investor, der das als Markteintritt in Europa und als Globalisierungsmaßnahme für sein eigenes automobiles Engagement nutzen will, muss man sich zumindest ernsthaft auseinandersetzen“, sagte Stefan N. Quary, Chef der Mehrmarkengruppe Dürkop und einer der größten Opel-Händler Deutschlands, der Automobilwoche. Aus Sicht des Handels sei dies nicht kritisch einzuschätzen, „wenn man Opel weiter vernünftig als europäische Marke positioniert und nicht nur das Know-how aussaugt, sondern in der Entwicklung fortschreitet“, sagte Quary.

Quary hält einen Verkauf von Opel allerdings generell für einen strategischen Fehler, vor allem mit Blick auf die Innovationsstärke von GM. Eine Übernahme durch Volkswagen, die als Option genannt wurde, sieht Quary kartellrechtlich als schwierig an. Auch Händlerverbandssprecher Thomas Bieling glaubt nicht daran, dass VW Opel kaufen will: „Was sollte VW mit Opel, das wäre eine 1:1-Kopie“, erklärte er im Gespräch mit der Branchenzeitung. Sinnvoll könne dies für VW nur dann sein, „wenn man die Marke sterben ließe, um einen Konkurrenten weniger zu haben“, sagte Bieling. Er forderte von der GM-Führung eine klare Aussage zur Zukunft von Opel: „Ein Brief von Herrn Stracke beruhigt mich nicht, ich möchte einen solchen Brief von Herrn Akerson sehen. Aber von ihm kam bislang nichts“.

28Mai/11

Smart bringt 2012 Elektro-Fahrrad auf den Markt

Neues Vertriebsmodell für Elektro-Smart: Auto verkaufen, Akku mieten

 Stuttgart/Rom – Die zum Daimler-Konzern gehörende Kleinstwagenmarke Smart wird ab 2012 die Produktpalette um ein sogenanntes ebike erweitern. Dies kündigte Smart-Chefin Anette Winkler nach Informationen der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche nun auf einem Händlertreffen in Rom an. Das ebike verspreche ganz neue Absatzchancen und die Ansprache bisher unerreichter Kundengruppen, betonte die Managerin.

Das ebike war auf dem Pariser Autosalon im Herbst 2010 als Studie gezeigt worden. Damals hatte Daimler auch den Elektro-Roller eScooter vorgestellt. Die Entscheidung über dessen Serienproduktion soll nach Informationen der Zeitung erst „in den nächsten Monaten“ fallen.

Das ebike verfügt über einen 250 Watt starken Gleichstrom-Radnabenmotor, der ins Hinterrad integriert ist. Der Fahrstrom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit 9,6 Amperestunden gespeichert. Bei einer Geschwindigkeit über 25 km/h schaltet der Motor automatisch ab. Beim Abbremsen wird die gewonnene Energie zurückgespeichert.

Für die dritte Generation des Elektro-Smart, der im kommenden Jahr in 40 Ländern auf den Markt kommen soll, arbeitet Smart gerade an einem neuen Vertriebsmodell. Dabei wird erwogen, das Fahrzeug zu verkaufen und dazu die Lithium-Ionen-Batterie zu vermieten. Während der heutige Elektro-Smart Batterien von Elektroauto-Pionier Tesla verwendet, wird die neue Generation auf Akkus aus dem Daimler-Joint-Venture mit Evonik zurückgreifen. Das Unternehmen plant ein Absatzvolumen von 10.000 vollelektrischen Zweisitzern in einem vollen Verkaufsjahr.

28Mai/11

USA wollen Clean Diesel massiv politisch stärken

VW-Chef Martin Winterkorn: „Bedeutsamste Botschaft des Tages“

 Chattanooga – Die deutsche Autoindustrie kann bei ihrer Offensive für betont saubere und sparsame Dieselmotoren in Nordamerika mit starkem Rückenwind aus der US-Politik rechnen. „Clean Diesel ist ein wichtiges Element in unserer langfristigen Strategie für höhere Energiesicherheit“, sagte US-Verkehrsminister Ray LaHood nach einem Bericht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche zur Eröffnung der neuen VW-Fabrik im Bundesstaat Tennessee.

Dem Vertrauten von US-Präsident Barack Obama zufolge könnten die Vereinigten Staaten täglich 1,4 Millionen Barrel Öl sparen, wenn ein Drittel aller Autos mit Clean-Diesel-Antrieben ausgerüstet würden. „Wir können ein Transportsystem für das 21. Jahrhundert errichten“, betonte LaHood. VW-Konzernchef Martin Winterkorn wertete im Gespräch mit der Automobilwoche LaHoods Äußerungen als „bedeutsamste Botschaft des Tages“.

Der neue US-Passat aus dem VW-Werk Chattanooga wird auch als Clean Diesel offeriert. Mit einer Gallone Kraftstoff schafft der 140 PS starke Selbstzünder 43 Meilen. Der VW-Wettbewerber Daimler bietet mit seiner Premiummarke Mercedes-Benz in den USA besonders genügsame Dieselmodelle unter der Bezeichnung „Bluetec“ an.