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18Aug./11

O-Ton: Unfallhelfer haben Anspruch auf Schadensersatz

 Wer anderen bei einem Unfall hilft und dadurch selbst verletzt wird oder einen Schaden erleidet, hat einen Ersatzanspruch gegen die Unfallverursacher. Dies gilt auch dann, wenn er falsch reagiert und die Sachlage objektiv falsch eingeschätzt hat, entschied der Bundesgerichtshof.
Bettina Bachmann, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Ein Fahrzeug kollidierte mit der Leitplanke und blieb auf dem Seitenstreifen liegen. Ein Autofahrer hinter dem Unfallfahrzeug hielt an, der Fahrer stieg aus, ging zu dem Unfallwagen, sprach mit dem Fahrer, holte aus dem Unfallwagen das Warndreieck und wollte es aufstellen. In dem Moment kam ein anderes Fahrzeug ins Schleudern und verletzte den Unfallhelfer auf dem Seitenstreifen erheblich. – Länge 30 sec.

Informationen, einen Unfalldatenbogen und eine Anwaltssuche findet man bei einem Unfall unter www.schadenfix.de.

O-Ton

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18Aug./11

Kollegengespräch: Mobile Gefahren

 Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, als wir per ISDN ins Internet gegangen sind – und Dialer über teure Einwahlnummern für Ärger sorgten? Nach Beobachtungen von Spezialisten setzt sich dieses Szenario derzeit bei Handys fort – da sind es ungewollt verschickte Premium-SMS an teure Hotlines, die die Mobilfunkkunden verunsichern. Aber es gibt noch mehr Gefahren.
Christian Funk ist Virenanalyst bei Kaspersky Lab. Er antwortet auf folgende Fragen:

1. Die Welt wird mobiler – wie ändern sich dadurch die Bedrohungen für iPad, Handy und Co?
2. Wie sind die Trends?
3. Wie schütze ich mich – so wie auf dem PC? Mit Antivirenlösung und Firewall?

Abmoderation: Die Empfehlung der Experten lautet daher: Nicht auf Mails von Unbekannten reagieren, Software nur aus bekannten Quellen installieren und den Rechner mit aktuellen Antivirussoftware sowie Firewall schützen. Mehr dazu unter Kaspersky.de.

Kollegengespräch

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06Aug./11

Continental CEO Degenhart: Mehr Umsatz und neue Jobs

 Umsatzanteil der Automotive Group in Asien soll bis 2015 von 21 auf 30 Prozent steigen

Hannover – Continental will in Zukunft in all seinen fünf Divisionen stärker wachsen als der Weltmarkt und braucht dazu vor allen in den Schwellenländern neue Mitarbeiter. „Derzeit haben wir knapp 160.000 Mitarbeiter weltweit und machen damit dieses Jahr einen Umsatz von mindestens 29,5 Milliarden Euro“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart im Interview mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Vor dem Hintergrund renommierter Studien zum Branchenwachstum fügte er hinzu: „Sie können sich also ausrechnen, dass wir auch unsere Belegschaft entsprechend weiter ausbauen werden – natürlich Wind und Wetter im Weltmarkt vorbehalten.“ Im Krisenjahr 2009 hatte Conti nur 132.000 Mitarbeiter, mit denen 20 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden.

„Geografisch gesehen sind die klaren Treiber des Wachstums die Emerging Markets, deshalb stellen wir auch vorrangig Personal in China, Brasilien, Indien und Russland ein“, betonte Degenhart. Allerdings würden auch die klassischen Standorte in Europa von der Entwicklung in den Schwellenstaaten profitieren, „da wir unsere Ressourcen intelligent vernetzen und weltweit einsetzen.“

Conti steigerte den Umsatz in China 2010 um 45 Prozent auf zwei Milliarden Euro. „Und ich sehe eine gute Chance, in der Automotive Group bis 2015 in Asien einen Umsatzanteil von 30 Prozent zu erreichen. Kerntreiber des Geschäfts sind hier wie in Europa vor allem die Themen Antrieb, Sicherheit und Vernetzung“, unterstrich der Manager. 2010 lag der Umsatzanteil der Automotive Group in Asien noch bei 21 Prozent oder 4 Milliarden Euro Umsatz. Der gesamte Konzern verfügt in Asien schon heute über rund 40 Produktionsstätten und rund 30 Vertriebsbüros mit insgesamt 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Dagegen sei das Ergebnis in den USA nach einer Phase des Gesundschrumpfens wieder profitabel. „Das Marktwachstum für die Pkw-Neuzulassungen ist in den Vereinigten Staaten aber natürlich nicht vergleichbar mit jenem in China. Wir wollen dennoch stärker als der Markt wachsen. Dieses Jahr erwarten wir einen Markt von 13 Millionen Light Vehicles, mittelfristig rechnen wir wieder mit 14 bis 15 Millionen Einheiten“, sagte Degenhart.

06Aug./11

VDA: Jeder zweite Neuwagen in Westeuropa aus deutscher Produktion

 VDA rechnet für 2011 mit Weltmarktanteil von 20 Prozent für deutsche Auto-Konzerne – Wissmann: „Dekade der Deutschen“

Berlin – Nahezu jeder zweite in Westeuropa verkaufte Neuwagen stammt nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie aus deutscher Produktion. „Der Marktanteil deutscher Konzernmarken liegt in Westeuropa bei über 47 Prozent“, sagte VDA- Präsident Matthias Wissmann im Interview mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Damit seien die deutschen Autokonzerne „klar die Nummer 1“.

In Deutschland selbst kamen die Marken der deutschen Konzerne zuletzt auf einen kumulierten Marktanteil von 70 Prozent. „In den USA hatten die Deutschen im ersten Halbjahr einen Pkw-Marktanteil von gut 11 Prozent, in China und Brasilien liegt er bei rund einem Fünftel, in Russland sind es 16 Prozent, in Indien gut 5 Prozent – Tendenz steigend“, so Wissmann. Westeuropa bleibe aber „bei aller Freude über unsere Erfolge in den Schwellenländern – unser Heimatmarkt. Dieser Markt, der in diesem Jahr knapp 13 Millionen Pkw nachfragen wird, ist weiterhin ein stabiler Anker unserer Industrie.“

Die Pkw-Produktion der deutschen Konzerne lag laut dem VDA 2010 bei 11,6 Millionen Pkw, davon gut 5,5 Millionen Einheiten im Inland. Für 2011 erwartet Wissmann ein weiteres Wachstum: „Insgesamt erwarten wir 2011 eine Produktion der deutschen Hersteller – in Deutschland und international – von rund 12,5 Millionen Pkw. Rund die Hälfte des Volumens – 5,9 Millionen Einheiten – wird im Inland gefertigt. Deutschland bleibt das Produktions-Rückgrat der deutschen Hersteller“, so Wissman.

Auch beim Absatz erwartet Wissmann weitere Zuwächse: „Weltweit können wir für unsere Hersteller – bei einem zu erwartenden Pkw-Markt von 65 Millionen Einheiten – mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent rechnen.“ Für 2012 erwartet der VDA „einen Weltmarkt von mehr als 70 Millionen Pkw. Und wir gehen davon aus, dass die deutschen Hersteller aufgrund ihrer Qualität und Innovationskraft weiter an Gewicht gewinnen werden. Es spricht einiges dafür, dass dies die Dekade der Deutschen wird.“

05Aug./11

O-Ton + Magazin: Reisemängel

 Anmoderation: Wird in einem Urlaub auf der Bühne bei einer Parodie über Deutsche der Hitlergruß gezeigt, stellt dies mehr als eine Unannehmlichkeit dar, sondern einen Reisemangel und berechtigt zu Minderung. Das Entfernen einer Sonnenliegenauflage führt dagegen zu keiner Minderung, da kein Mangel vorliegt, wenn der Kläger die Auflage selbst gerade nicht nutzt.
Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Am vorletzten Tag dieser Reise kam es darüber hinaus zu einem Sketch, wo Grußformeln verschiedener Nationen dargestellt worden sind. Die Deutschen wurden in einem Stechschritt dargestellt und als sie aneinander vorbei liefen, hoben sie den Arm und riefen heil. – Länge 13 sec.

Dieser Sketch fand am vorletzten Tag der Reise statt – nach Auffassung des Gerichts erhielt der Kläger damit für zwei Tage eine Minderung in Höhe von 20 Prozent pro Tag. Insgesamt 34,45 Euro Reisepreisminderung.
Mehr dazu unter anwaltauskunft.de.

O-Ton zum Download

Magazin: Reisemängel

Anmoderation: Wird in einem Urlaub auf der Bühne bei einer Parodie über Deutsche der Hitlergruß gezeigt, stellt dies mehr als eine Unannehmlichkeit dar, sondern einen Reisemangel und berechtigt zu Minderung. Das Entfernen einer Sonnenliegenauflage führt dagegen zu keiner Minderung, da kein Mangel vorliegt, wenn der Kläger die Auflage selbst gerade nicht nutzt.

Beitrag:

Zuerst war da der Ärger um die Auflage zur Liege: Unser Gast nutzte sie – die Auflage gehörte aber dem Hotel. Und das gab sie kurzerhand weiter, sagt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Ein Hotelmitarbeiter hat die Auflage entfernt und die einem anderen Gast gegeben. Darüber hat sich der Reisende sehr aufgeregt, hat sich in eine 30minütige Diskussion mit dem Hotelangestellten verstrickt – bis er seine Auflage wiederhatte. Darin sah er einen Mangel. – Länge 15 sec.

Also wollte er Schadensersatz für entgangene Urlaubsfreuden.

O-Ton: SFX

Und noch etwas trübte den Spaß an den Ferien:

O-Ton: Am vorletzten Tag dieser Reise kam es darüber hinaus zu einem Sketch, wo Grußformeln verschiedener Nationen dargestellt worden sind. Die Deutschen wurden in einem Stechschritt dargestellt und als sie aneinander vorbei liefen, hoben sie den Arm und riefen heil. – Länge 13 sec.

Als der Reisende wieder zu Hause war, verlangte er vom Reiseunternehmen Minderung des Reisepreises, und zwar zehn Prozent des Gesamtreisepreises für das Entfernen der Auflage und 25 Prozent Nachlass vom Gesamtreisepreis für die Unannehmlichkeiten durch den Sketch. Swen Walentowski:

O-Ton: Bei der Sonnenlieg hat das Gericht gesagt: Hier liegt kein Mangel vor. Soweit der Kläger einen Mangel sieht, dass er 30 Minuten diskutieren musste – da hat das Gericht ausgeführt: Zum Diskutieren gehören immer noch zwei! – Länge 12 sec.

Anders beim Sketch: Der habe am vorletzten Tag stattgefunden. Der Kläger sei damit für zwei Tage, und zwar in Höhe von 20 Prozent pro Tag, zu entschädigen – insgesamt 34,45 Euro Reisepreisminderung. Mehr dazu unter anwaltauskunft.de.

Absage

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