„Es herrscht pure Panik bei den Leasinggesellschaften. Anfragen werden nicht mehr beantwortet“, sagte Udo Dewein, Experte beim Beratungsunternehmen LeaseControl, der Automobilwoche. Auf eine aktuelle Ausschreibung hätten 37 von 54 angefragten Gesellschaften nicht reagiert, darunter zahlreiche große Anbieter. Viele Gesellschaften hätten nach Deweins Worten die Vorgabe, keine Neukunden zu akquirieren. Selbst Bestandskunden könnten oft nur noch unter Schwierigkeiten oder gar nicht beliefert werden.
Unterdessen verlangen die Leasinggesellschaften, die überhaupt noch Angebote abgeben können, „zum Teil fantastische Preise“, betonte Dewein. So variierten die Leasingraten für einen Audi zum Bruttolistenpreis von 65.000 Euro für 36 Monate je nach Anbieter um bis zu 7000 Euro.
Automobilwoche kürt Testkaufsieger
Vorjahressieger Peugeot erreichte diesmal den zweiten Platz, Schlusslicht waren die Renault-Partner. Untersucht wurden insgesamt rund 600 Autohäuser der zwölf umsatzstärksten Marken in Deutschland.
Der Automobilwoche Award Autohandel (AAA) sowie der Sonderpreis für die beste Finanzierungsberatung werden gemeinsam am 27. März auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig vergeben. Mit dem Award ehrt die Automobilwoche in diesem Jahr bereits zum dritten Mal die Automarken mit den besten Händlern in Deutschland. Dabei wird mit sogenannten Mystery-Shoppern die Qualität von Beratung und Fahrzeugpräsentation in den Autohäusern getestet. Unterstützt wird die Studie von der Internetplattform mobile.de.
O-Ton-Paket + Magazin: „Das Produkt passt in die Zeit!“
Elmar Müller, Vorstand des Deutschen Verbands für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT), antwortet auf folgende Fragen:
1. Sie sind Anlaufstation für Verbraucherbeschwerden – die meisten über die Deutsche Post?
„In der Tat. Natürlich. Dort wo die Mengen sind, gibt es in der Tat die meisten Beschwerden. Wobei die Beschwerden in der Regel nicht der Grund des Ärgernisses sind. Jeder sieht ein, dass bei den Mengen, die verschickt werden – das sind am Tag meines Wissens rund 6 Millionen Pakete und Päckchen – dass da einmal was wegkommt. Aber die Art und Weise, wie man bei Beschwerden als Kunde gelegentlich behandelt wird, die verursacht Ärger.“
2. Was sind das für Klagen oder Beschwerden, wie sehen die in der Regel aus?
„Die meisten Klagen, die wir auch als Verbraucherverband bekommen sind Klagen, die konkrete Beschreibungen der Empfänger enthalten. Nach dem Motto: obwohl ich tagsüber den ganzen Tag gewartet habe, finde ich abends eine Benachrichtigungskarte. Ich bin mir sicher, der Paketzusteller hat nicht einmal geklingelt. Das trifft auch immer wieder zu, manche Paketzusteller haben das Paket gar nicht dabei, sondern springen schon mit der roten Karte aus dem Auto und werfen sie in den Briefkasten.“
3. Welche Vorteile hat das neue Shop2Shop Modell von Hermes?
„Zum einen: Der Empfänger weiß, dass ein Paket da ist und kann es – wann er will – in seiner direkten Umgebung abholen. Zweitens: es ist billiger und – insgesamt gesehen – sicherer, weil dieser Weg durch weniger Hände geht. „
4. Shop2Shop ist also der richtige Weg – trotz Finanzkrise?
„Genau ein solches Produkt erwartet man in einer schwierigen Zeit. Es hat zahlreiche Vorteile … as Modell reagiert auf die Erfordernisse der Bürger. Insofern denke ich, dass es in die Zeit passt.“
Shop2Shop von Hermes – einfacher und billiger: Das S-Paket kostet ab Montag nur noch 3 Euro 65.
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Trendmicro: Hacker werden immer kreativer
Zudem würden auch Hacker immer kreativer und hätten in den USA auch Flyer auf Parkplätzen verteilt. Vermeintliche Falschparker würden auf einer Webseite ein Foto ihres Wagens sehen. „Wer dann so naiv war, auf die Webseite zu surfen, musste sich dann noch einen sogenannten Photo Viewer runterladen. Da war dann die Malware drauf“, unterstrich Genes. Ein Ende der Bedrohung sei nicht in Sicht. „Solange der IT-Markt größer wird, wie etwa in China, wird auch die Cyberkriminalität ansteigen.“ Zudem würden immer mehr Bankgeschäft online abgewickelt, daher stiegen natürlich auch hier die Angriffe. „In Asien gibt es derzeit Keylogger, speziell für bestimmte Banken. Die liegen passiv auf der Festplatte. Und werden erst aktiv, wenn der Anwender auf die Webseite der Bank geht. Zwar werden die erwirtschafteten Summen pro Attacke kleiner, aber das macht die Attacken ja insgesamt unauffälliger.“
Gepflogenheiten des Empfängers berücksichtigen
So habe sich beispielsweise der amerikanische Stil, „die schnörkellos direkte Anrede mit dem Vornamen, ohne »Lieber« oder »Hallo«, ohne einleitende Floskeln, kurz und direkt“ nicht weltweit durchgesetzt. Deutsche Geschäftsleute, die international ja eigentlich gerade für ihre sehr direkte Art der Kommunikation bekannt seien, würden nach Moosmüllers Untersuchungen in E-Mails „etwas ausschweifender und höflicher formulieren“. Besonders ausgeprägt sei dieser Stil in Japan. Da sei „es selbstverständlich, eine Mail erst mit ein, zwei Sätzen zu beginnen, die sich nach dem Befinden des Partners erkundigen oder einen Dank für eine früher erfahrene Zuwendung auszudrücken.“