01Apr./09

Beschimpfungen anderer Mieter rechtfertigen Kündigung

Ein Mieter beschimpfte die anderen Mieter des Hauses mit Worten wie „Schlampe“, „Dreckskinder“ und weiteren Kraftausdrücken. Der Vermieter kündigte daraufhin fristlos ohne vorherige Abmahnung. Davon ließ sich der Mieter nicht beeindrucken und pöbelte weiter. Der Vermieter klagte mit Erfolg auf Räumung der Wohnung.

Nach Ansicht des Richters könne die Wirksamkeit der fristlosen Kündigung dahinstehen, da der Vermieter das Mietverhältnis auch mit einer ordentlichen Kündigung beendet habe. Durch die wiederholten derben Beleidigungen habe der Mieter den Hausfrieden nachhaltig gestört. Eine vorherige Abmahnung sei daher entbehrlich. Im Übrigen habe sich der Mieter nicht einmal durch die Kündigung von weiteren Beleidigungen abhalten lassen.

Nach Ansicht der DAV-Mietrechtsanwälte kann ein Vermieter in solchen Fällen eine Kündigung durch eine Abmahnung vorbereiten, um in jedem Fall auch bei anderen Gerichten Recht zu bekommen.

31März/09

Experten streiten über Conficker

Demgegenüber warnte Ram Mohan, Mitglied im Security-Vorstand der Internet-Behörde ICANN: „Conficker ist ein schlimmer, sich auf Anforderung verändernder ´sozialer´ Wurm“, sagte er dem Portal IT im Unternehmen (www.IT-im-Unternehmen.de). „Was können ein paar Millionen infizierte PCs mit ständig meanderndem Code anrichten?  Das ist die größte Drohnen-Armee der Welt. Star Wars lag also nicht so daneben!“

„Wahrscheinlich war das ganze nur ein ´Proof of Concept´, bei dem die Malware-Schreiber probieren wollten, was möglich ist, und wie lange sie die Rechner unter Kontrolle halten können, selbst wenn die Malware bekannt ist. Und das ist ihnen wirklich gut gelungen“, betonte Genes weiter. Die Konsequenz aus Conficker müssten Bemühungen um vorbeugende IT Sicherheit insbesondere in Unternehmen sein: „Ein vernünftiges Patch-Management, und dieser digitale Schädling hätte keine Chance gehabt!“

30März/09

O-Ton-Paket: Schwindel – der Organismus fährt Karussell

„Ihnen gemeinsam ist die verlorene Sicherheit des Gleichgewichts oder der räumlichen Orientierung.“ Schwindelattacken sind tückisch. Sie gehen einher mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen und Herzrasen. Bei manchen Betroffenen halten die Beschwerden tagelang an, werden mitunter als existentiell bedrohlich empfunden. Was viele nicht wissen: Schwindel zählt zu den häufigsten Beschwerden überhaupt, in Deutschland ist jedes Jahr etwa ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung davon betroffen. An der Schlosspark-Klinik in Berlin gibt es eine spezielle Schwindel-Ambulanz, unterstützt von der Kaufmännischen Krankenkasse KKH.

Prof. Dr. Thomas Lempert, Chefarzt der Neurologie der Schlosspark-Klinik in Berlin, antwortet dazu im O-Ton.

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27März/09

Mercedes ist Testkaufsieger 2009 vor BMW und VW

In Zusammenarbeit mit dem Münchner Transfer-Institut wurden im Januar und Februar insgesamt 600 Autohäuser der zwölf umsatzstärksten Marken in Deutschland von Testkunden besucht. Automobilwoche-Chefredakteur Guido Reinking: „Unsere Wettbewerbskriterien sind hart, wer sich da dreimal hintereinander behaupten kann, setzt Maßstäbe in Beratung, Präsentation und Verkauf.“
Bernd Villwock, Transfer-Geschäftsführer, ergänzte: „Die Testkauf-Studie hat sich wegen des hohen methodischen und inhaltlichen Standards bereits als neue ,Währung’ im Automobilhandel etabliert.“ Bei der Untersuchung wird mit sogenannten Mystery-Shoppern die Qualität von Beratung und Fahrzeugpräsentation in den Autohäusern getestet. Unterstützt wird die Studie von der Internetplattform mobile.de.

Mercedes-Benz hatte nach der Erhebung auch die beste Beratung zu den Themen Finanzierung, Leasing und Versicherung geboten und dafür den Sonderpreis des AAA gewonnen. Vorjahressieger Peugeot erreichte diesmal den zweiten Platz.

26März/09

Kloeppel: Öffentlich-Rechtliche kopieren Private

Kloeppel kündigt an, dass RTL mit Internetaktivitäten auf die Finanz- und Medienkrise reagieren werde. „Wir müssen akzeptieren, dass die klassische Plattform Fernsehen nicht die einzige bleiben wird. Der Trend geht zur Verschmelzung von Internet- und Fernsehinhalten, von Computer und Fernsehgerät.“ Das Netz biete beispielweise „neue Optionen, Zuschauer zu beteiligen“. So sei es unmittelbar möglich, „dass Leute über eine Webcam ihre Meinung oder eine Frage zum Thema mitteilen und mitdiskutieren. Natürlich müssen wir das filtern, natürlich kann da nicht jeder User auf Sendung gehen. Aber es gibt durchaus unentdeckte Leute, die eine neue Form der
Diskussionskultur prägen könnten“, sagt Kloeppel.