14Mai/09

O-Ton: Kein „beredtes Schweigen“ im Arbeitszeugnis

Rechtsanwalt Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein.

O-Ton: Das Bundesarbeitsgericht hat gesagt, auch ein „beredtes Schweigen“ – also das Weglassen ganz wesentlicher und branchenüblicher Leistungen und Eigenschaften – lässt den Schluss zu, dass der Arbeitnehmer hier nur Unterdurchschnittliches geleistet hat. Alle Leistungen und Eigenschaften, die branchenüblich sind, müssen auch in dem Zeugnis erwähnt werden und dürfen nicht einfach weggelassen werden, weil dieses „beredte Schweigen“ zum Nachteil des Arbeitnehmers gewertet werden könnte. – Länge 22 sec.

Alle Einzelheiten zu diesem Fall finden sich unter www.anwaltauskunft.de.

 

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12Mai/09

Opel-Arbeitnehmer entwickeln eigenes Überlebens-Konzept

„Unsere Idee ist es, die Produktion in den europäischen GM-Werken gerechter zu verteilen und neue Märkte zu öffnen, die uns bisher nicht zugänglich waren“, skizzierte Einenkel das Konzept. Ein Hauptproblem von Opel und allen übrigen GM-Aktivitäten in Europa sei die strikte Beschränkung des Absatzmarktes auf Europa. „Wir wollen verstärkt in den russischen Markt hinein und nach Asien. Das könnte zusätzlichen Absatz ermöglichen“, sagte Einenkel. Auch in Afrika gebe es durchaus ein gewisses Potenzial für Opel. Bei einer „realistischen Rechnung“ für Opel könne man derzeit von rund 1,1 Millionen absetzbaren Fahrzeugen pro Jahr ausgehen, rechnete Einenkel vor. „Deshalb brauchen wir zur Auslastung unserer Werke auf Dauer neue Absatzmärkte.“

2008 hatte Opel allein in Osteuropa um 41 Prozent auf 257.000 Fahrzeuge zugelegt und war damit vier Mal so stark wie der Branchendurchschnitt. Allein in Russland hatte Opel seine Verkäufe um 49 Prozent auf knapp 100.000 Fahrzeuge steigern können.

12Mai/09

Klage gegen Unternehmenssteuerreform

Mieten und Pachten würden nicht mehr wie bisher behandelt, was eine deutliche Erhöhung der Gewerbesteuer zur Folge habe. Dies könne auch durch eine Reduzierung der Körperschaftssteuer nicht aufgefangen werden. Gesunde Unternehmen rutschten damit in die Verlustzone, rechnete Kesseler vor. Dies sei ein Verstoß gegen das Netto-Prinzip, nach dem Vielverdiener mehr Steuern zahlen müssten als Firmen mit geringeren Einnahmen. Dieser Verstoß aber sei verfassungswidrig.

Um die gestiegenen Steuern zu bezahlen, müssten die Preise deutlich angehoben werden. „Das hat Konsequenzen für die Arbeitsplätze, aber nicht nur für unsere Branche.“ Betroffen sei in erster Linie der Einzelhandel in den Innenstädten. „Wenn das Parken teurer wird, schlechter organisiert wird, gehen die Leute noch mehr auf die grüne Wiese.“ Damit würden auch die eben erst beschlossenen Konjunkturprogramme, zumindest in diesen Branchen, ausgehebelt, betonte Kesseler.

12Mai/09

iPhone-Nutzer ziehen Vergnügen der Arbeit vor

Der Studie zufolge nutzen 76 bis 100 Prozent der iPhone-User das Gerät für persönliche Zwecke. „Die Ergebnisse zeigen, dass das Gerät anders genutzt wird als viele Smartphones und sogar ähnliche Geräte auf dem Markt“, heißt es.
Eine ältere Umfrage von Compete hatte zudem ergeben, dass der Internet-Traffic auf die Blackberry-Website sogar den iPhone-Traffic überholt hat. Grund: Business-Anwendungs-Vorreiter RIM hat seine Blackberries auch als Konsumentenmarke neu erfunden und will mit schlauen Branding-Werbekampagnen dem Mitbewerber Apple das Wasser bei den mobilen Privatkunden abgrasen. Compete schreibt, dass Apple lernen muss, mit dem iPhone nicht unverwundbar zu sein: „Andere können konkurrieren und den Markt mit minimal besseren Geräten bei gutem Marketing sogar erobern“, heißt es in der Studie. Trotz Apples gegenwärtiger Business-Kampagne scheint es wohl so, dass die Nutzer das Vergnügen derzeit noch der Arbeit vorziehen.

12Mai/09

Botnet reißt 100.000 PCs ins Verderben

Das Malware-Kit Zeus bringt eine kos getaufte Option mit – das steht für kill operating system und soll die infizierten Rechner eines Botnets unbrauchbar machen, so dass deren Besitzer sie nicht mehr booten können. Anfang April wurde ein Control-Server entdeckt, der die gestohlenen Daten von mehr als 100.000 PCs entgegen nahm und diesen das Kommando für die Selbstzerstörung schickte. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Möglicherweise wurde das Botnet von einer konkurrierenden Gruppe übernommen und daher aus dem Verkehr gezogen. Andererseits könnte es sich auch nur um ein Versehen gehandelt haben, schließlich seien die meisten Cyberkriminellen, die Zeus nutzen, nicht allzu talentiert, hieß es.