06Sep./09

VW greift in Produktpläne bei Porsche ein

Nun sollen Bug- und Heckpartie des Wagens noch geändert werden. Zulieferer befürchten eine erneute Verschiebung des Serienanlaufs, der bereits aus Kostengründen drei Monate aufgeschoben wurde. „In unseren Gesprächen mit Stuttgart ist der frische Wind aus Wolfsburg schon zu spüren“, sagte ein Manager eines großen Porsche-Zulieferers der Automobilwoche. „Preise, Liefermengen und Termine kommen jetzt nochmals auf den Prüfstand.“Auch beim Boxster-Nachfolger sieht Winterkorn Änderungsbedarf: Porsche soll mehr Teile von VW-Modellen verwenden, um höhere Synergien zu erzielen.

Nach dem Einzug des neuen Porsche-Vorstandschefs Michael Macht in die VW-Konzernleitung soll die Porsche-Führung schnellstmöglich in die „Produktstrategiekommission“ (PSK) des VW-Konzerns aufgenommen werden.  Dieses Gremium entscheidet über die Technik künftiger Fahrzeugprojekte und die Abgrenzung der derzeit noch neun Marken unter dem VW-Dach.

06Sep./09

Autozulieferer Keiper streicht bis zu 500 Jobs

Zugleich erwartet der Manager in der zweiten Jahreshälfte ein positives Ergebnis: „Mit Hilfe unserer Restrukturierungs- und Anpassungsmaßnahmen sind wir sicher, auch 2010 positive Zahlen zu schreiben. Im Jahr 2011 können wir dann wieder eine vernünftige und notwendige Ergebnisquote erzielen.“ Zur Restrukturierung gehöre auch, personalintensive Fertigung vom deutschen Werk in Rockenhausen in eine polnische Niederlassung zu verlagern.

06Sep./09

Steinbrück: „Gutachten zurück gewiesen“

Das werde „hier vermauschelt, als ob das Politik ist“, fügte der SPD-Politiker hinzu: Es handele sich um ein Gutachten, „das völlig vorbei geht an dem, was wir auch an Vorgaben gemacht haben bzw. was wir untersucht haben wollen. Das können Sie vergessen!“. Man wolle das nicht dramatisieren und auch nicht skandalisieren, aber „es spielt politisch keinerlei Rolle!“.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass Bundesfinanzministerium halte vor der Wahl die Studien von drei anerkannten Forschungsinstituten zurück. Darin kommen die Autoren zu dem Ergebnis, Zuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie in der Nacht sollten künftig regulär besteuert werden. Diese Einkünfte seien derzeit von Abgaben befreit. Somit entgingen den Finanzämtern knapp eine Milliarde Euro jährlich. Zudem sei dies ein Verstoß gegen die Gleichmäßigkeit und Gerechtigkeit in der Besteuerung.

06Sep./09

Steinbrück mahnt Banken: Günstige Zinsen weitergeben

Er könne dies allerdings nicht per Gesetz verordnen: „Ich habe keine Folterkammer unten in meinem Ministerium, um die Leute alle auf die Streckbank zu legen, um dann mit heißem Eisen auf den Füßen ihnen zu sagen: ´Leute, nun gebt das weiter´.“

Nach verschiedenen Untersuchungen, unter anderem auch der Stiftung Warentest, würden die Zinsen für Dispokredite vielfach im deutlich zweistelligen Bereich liegen. Die Banken selbst erhielten derzeit deutlich günstigere Möglichkeiten für Kredite.

06Sep./09

Steinbrück nennt Lafontaine „Sicherheitsrisiko“

Zugleich stellte Steinbrück erneut klar, dass es nach der Wahl am 27. September „keine Koalition und kein Bündnis“ auf Bundesebene der SPD mit der Linkspartei geben werde. Allerdings beklagte der Finanzminister, während der CDU spielend eingeräumt werde, ihre strategischen Optionen wie in Hamburg um Schwarz-grün zu bereichern, müsse die SPD „apodiktisch auf alle Zeiten“ ihr strategisches Feld verengen. „Das sehe ich nicht ein, denn es kann sich im nächsten Jahrzehnt auf Landesebene ja durchaus eine Konstellation ergeben, wo die Linken verlässlicher, kalkulierbarer, regierungsfähiger sind und das, was ich an Kritik zu erheben habe, sich auf Bundesebene anders darstellt“, sagte Steinbrück weiter. Für die Zeit nach dieser Wahl jedoch gebe es keine Zusammenarbeit mit der Linken, er stünde für ein solches Bündnis auch „ganz sicher nicht“ als Finanzminister zur Verfügung: „Das würde meine Glaubwürdigkeit arg beschädigen.“