Category Archives: Auto

31Okt./09

Automanager 2009 mit Gehaltseinbußen

Dank der verschiedenen variablen Boni konnte beispielsweise BMW-Chef Norbert Reithofer im vergangenen Jahr sein Grundgehalt von 600.000 Euro auf Zahlungen von insgesamt 2.391.183 Euro steigern, Dieter Zetsche kam bei Mercedes bei 1.530.000 Euro Gehalt auf einen Gesamtverdienst von 5.732.000 Euro. VW-Chef Martin Winterkorn wurden bei einem Jahresgehalt von 1.636.572 Euro insgesamt 6.136.572 Euro überwiesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Towers-Perrin-Daten.

Zudem dürfte die anhaltende Debatte über eine gerechte Bezahlung von Führungskräften die Löhne der Topmanager künftig weiter sinken lassen. Nach Inkrafttreten des „Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“, das eine Kürzung der Gehälter bei einer Verschlechterung der Firmenlage erleichtern soll, wollen auch die Unternehmen Zeichen setzen. So plant BMW-Personalvorstand Harald Krüger die Anpassung der Manager-Boni in Relation an die Entwicklung der Einkünfte der Bandarbeiter. Über die Vorstandsgehälter wird aber weiter der Aufsichtsrat entscheiden.

31Okt./09

BMW beendet Kurzarbeit

Zugleich sind an zwei Standorten des Unternehmens bereits wieder Zeitarbeiter eingestellt worden. In Leipzig beschäftigt BMW rund 300 Leiharbeiter, in Regensburg etwa 50.

Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr insgesamt 27.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, im Juli wurde diese Zahl zunächst auf 12.200 Beschäftigte reduziert. Im September war die Kurzarbeit dann in den Pkw-Werken beendet worden.
Die Zahlen zur Unternehmensentwicklung im dritten Quartal wird BMW am 3. November vorstellen.

29Okt./09

Mercedes will Motorsport-Etat halbieren

Mercedes habe die Kosten in den letzten Jahren bereits halbiert, dank neuer Bedingungen beim Reglement und extremer Effizienzsteigerungen. Der Etat für die Formel 1 sei alleine im Vergleich zu 2008 in diesem Jahr um rund 30 Prozent verringert worden. Insidern zufolge lag der gesamte Motorsport-Etat von Mercedes 2008 und 2009 jeweils deutlich unter 200 Millionen Euro.
„Unser Budget wird alsbald nur noch ein Viertel der Summe betragen wie noch vor einigen Jahren“, stellte der Manager klar: „Deshalb bietet der Motorsport – zumindest im so effizienten und sehr kostengünstigen System wie ihn Mercedes-Benz betreibt – ein erstklassiges Preis/Leistungsverhältnis.“

Um die gleiche Aufmerksamkeit in den Medien durch Anzeigen, statt mit Formel 1-Rennen zu erhalten, müsste der Hersteller nach Haugs Rechnung weit mehr als das Zehnfache des Rennbudgets in der Königsklasse aufwenden. Dass das Motorsport-Engagement angesichts des gestiegenen Umweltbewusstseins nachteilig für die Marke sein könnte, sieht der Manager nicht: „Bestes Beispiel ist unser historischer Formel 1-Sieg mit KERS Hybrid. Der wäre ohne die enorme Kompetenz von Mercedes-Benz beim so wichtigen Thema „green technolgoy“ nie möglich gewesen.“ Die Mercedes-Benz Serien- und Rennsportentwicklung habe hier mustergültig Hand in Hand gearbeitet. Mit großem Erfolg biete Mercedes mit dem S 400 HYBRID das erste deutsche Serienfahrzeug auf dem Markt an, das ein Energie-Rückgewinnungssystem besitze.

 

24Okt./09

Audi investiert 1,9 Milliarden in deutsche Standorte

920 Millionen Euro sind für den Standort Ingolstadt bestimmt, 970 Millionen Euro für Neckarsulm. „Das ist ein Bekenntnis für den Standort Deutschland und für die Lieferanten in der Region“, betonte Strotbek. Audi wolle auch „die Belegschaftssituation an den Standorten“ festigen.

Trotz der Krise wurde die Belegschaftszahl des Unternehmens kaum reduziert: Ende September vergangenen Jahres hatte Audi weltweit 58.574 Beschäftigte, Ende September 2009 waren es 58.354. „Die Personalkosten 2009 sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben“, unterstrich der Finanzvorstand. Audi hat in diesem Jahr entschieden, zusätzlich 400 Ingenieure einzustellen, die Zahl der Auszubildenden stieg 2009 auf 722. Der Hersteller hatte zudem angekündigt, zum Jubiläum „100 Jahre Audi“ 100 zusätzliche Ausbildungsstellen für das Jahr 2010 einzurichten.

Auch andere deutsche Premiumhersteller hatten kürzlich Milliardeninvestitionen in ihre deutschen Standorte angekündigt: BMW gibt 2009 und 2010 insgesamt eine Milliarde Euro für die heimischen Werke aus, bei Daimler sind es sogar drei Milliarden.

17Okt./09

Pleitewelle nach der Abwrackprämie

Laut Arne Joswig vom ZDK-Landesverband Schleswig-Holstein hätten vor allem Großbanken die Kreditlinien gekürzt: „Das Hauptproblem der Betriebe ist die Refinanzierung.“ Zur Verschärfung der Situation trage zudem auch die schleppende Auszahlung der Abwrackprämie durch das zuständige Bundesamt bei. Viele Händler streckten ihren Kunden die 2.500 Euro vor, große Autohäuser gingen teilweise mit über einer Million Euro für mehrere Monate in Vorleistung.