Entgegen der Daimler-Ankündigung verschiebt sich die für das Frühjahr geplante Markteinführung des neuen Smart ForTwo Electric Drive auf den September 2012. Eine Daimler-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der Fachzeitschrift Automotive News Europe: „Es handelt sich um eine Verzögerung von nur drei Monaten, die Auslieferung hätte ohnehin erst im Juni begonnen.“
Grund sei eine „Anlaufverzögerung“ beim Zellenlieferanten Li-Tec. Beim Hochlauf der Zellen-Produktion habe es fertigungstechnische Probleme gegeben. „Mit den Batterien selbst gibt es keine technischen oder qualitativen Probleme. Wir wollen aber keine Abstriche bei der Absicherung der Qualität machen, deswegen nehmen wir die Verzögerung in Kauf“, sagt die Sprecherin der Automotive News Europe.
Während für die zweite Generation noch eine Lithium-Ionen-Batterie von Tesla genutzt wurde, soll die dritte Generation auf jene des Daimler-Evonik Joint Ventures Deutsche Accumotive nutzen. Li-Tec, ein Joint-Venture von Evonik und Daimler mit Sitz im sächsischen Kamenz bei Dresden, ist der Vorlieferant der reinen Zellen.
In einer Pressemitteilung vom September 2011 zur IAA in Frankfurt hatte der Hersteller noch verkündet, die dritte Generation des Elektro-Smart ab Frühjahr 2012 werde in mehr als 30 Märkten weltweit verfügbar sein.
Die erste Testflotte von Elektro-Smarts startete 2007 in London, von der zweiten Generation wurden seit 2009 rund 2000 Einheiten gebaut, für die dritte Generation nannte Smart-Chefin Annette Winkler ein „fünfstelliges Produktionsvolumen“. Der ForTwo Electric Drive ist die wesentliche Produktneuheit der Marke im Jahr 2012.
Rüsselsheim – Opel plant mit Blick auf die Personalkosten einen spürbaren Stellenabbau in der globalen Produktentwicklung im Rüsselsheimer ITEZ (Internationalen Technischen Entwicklungszentrum). Laut einem internen Brief der IG Metall, der der Fachzeitschrift Automotive News Europe vorliegt, sollen die Jobs von bis zu 1.420 Vollzeitbeschäftigte im Bereich Product Engineering (PE) eingespart werden. Ein Opel-Sprecher bezeichnet die Zahl als „sachlich falsch und zu hoch gegriffen“, weil auch Dienstleister eingerechnet seien, die nicht zur Opel-Belegschaft zählen. Eine andere Zahl wollte der Sprecher aber nicht nennen. Der Sprecher bestätigte Automotive News Europe aber weitere Pläne, „um in der Produktentwicklung effizienter zu werden“, die darin resultieren würden, dass „der Personalbedarf geringer ausfallen wird“. Nach Informationen von Automotive News Europe aus Aufsichtsratskreisen will die Geschäftsleitung mindestens 200 Mitarbeitern eine Abfindung anbieten; rund 550 sollen aus der Abteilung Product Engineering ins Manufacturing Engineering verlagert werden. Dadurch würden in der Produktentwicklung also in Summe mindestens 750 Positionen wegfallen.
München – Während die deutschen Premiumautobauer BMW, Audi und Mercedes ihre Weihnachtspause verkürzen, haben die Volumenhersteller VW, Ford und Opel eine meist zweiwöchige Produktionspause geplant. Die Werke bei BMW sind laut Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt zu mehr als 110 Prozent ausgelastet, berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Um den hohen Bestelleingang abzubauen, verkürzt BMW die Werksferien in München, Regensburg, Oxford und Spartanburg auf eine Woche. Andere Werke werden aufgrund anstehender Wartungsarbeiten dagegen etwas länger geschlossen.
Schanghai – Die Dürr AG will das Wachstumsfeld Umwelttechnologie verstärken. „Wir haben zahlreiche Übernahmekandidaten identifiziert und rechnen in den kommenden Wochen mit ein bis zwei Abschlüssen“, kündigte Dürr-Chef Ralf Dieter im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche an. Dabei handele es sich nicht nur um Start-ups. Einer der ins Auge gefassten Firmen weise einen Umsatz von 20 Millionen Euro aus.
Der neue BMW-Chef für die USA, Ludwig Willisch, strebt ein Absatzwachstum in den Vereinigten Staaten von 25 Prozent an. „Mittelfristig erwarten wir 300.000 verkaufte Autos der Marke BMW jährlich“, sagte Willisch der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Laut Informationen aus Konzernkreisen erwartet BMW dieses Ziel bereits für 2013/2014. In diesem Jahr peilt die BMW Group für ihre Kernmarke BMW laut Willisch 240.000 verkaufte Einheiten im US-Markt an – nach 220.100 im Jahr 2010.