Im Ringen um eine Zukunft für Opel haben die Händler der Traditionsmarke eine offenere Kommunikation ihres Herstellers mit Partnern und Medien gefordert. „Für uns Händler ist die aktuelle Berichterstattung eine Katastrophe“, sagte Händlerverbandssprecher Thomas Bieling der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Wir sagen Opel deshalb: Sprecht doch offen mit uns und auch mit den Medien. Das kann man gut finden oder schlecht, aber zumindest wird den Spekulationen der Wind aus den Segeln genommen.“
Die Händler hoffen zudem, ein grundlegend neues Margensystem entwickeln zu können: „Wir diskutieren darüber, ob wir es nicht ähnlich wie VW machen sollten, wo der Fokus stärker auf dem Thema Loyalität liegt.“ Dadurch könnten die Nachteile des stationären Handels gegenüber reinen Internetvermittlern aufgefangen werden.
Unterdessen plädiert der Betriebsrat des Opel-Standortes Bochum für die Verlagerung der europäischen Chevrolet-Produktion nach NRW. „Die für Europa geplante Produktion von jährlich 40.000 Chevrolet Orlando muss ernsthaft für das Bochumer Werk geprüft werden“ forderte Betriebsratschef Rainer Einenkel. Nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut könnten dennoch die Opel/Vauxhall-Werke in Polen und Ungarn dabei bessere Karten haben. Die Lohnkosten pro Mitarbeiter lägen in Osteuropa um mehr als 62.000 Euro pro Jahr niedriger als in Deutschland.
Der zum chinesischen Geely-Konzern gehörende schwedische Autohersteller Volvo will die Preise seiner Zulieferer deutlich senken. „Wir müssen unsere Kosten reduzieren. Bisher galten wir bei den Zulieferern immer als die netten Jungs. Das wird sich ändern. Wir werden nur noch die Jungs sein“, kündigte Volvo-Chef Stefan Jacoby im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche an. Zugleich werde das Unternehmen die Kooperation mit dem früheren Volvo-Eigentümer beenden. „Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit mit Ford läuft 2016/2017 aus, und wir haben nicht die Absicht, sie fortzuführen“, sagte Jacoby. Daher suche Volvo nun nach einem Partner für die Produktion für Motoren unterhalb von 150 PS, der Ford ersetzen könne.
Heiligenhaus – Nach dem Verkauf des Spezialausrüsters Kiekert an den chinesischen Zulieferer Hebei Lingyun strebt der deutsche Türschlosshersteller nun ein langfristiges Wachstum in Asien an. „Da wir in den etablierten Märkten Marktanteile haben, die an der Obergrenze liegen, war ein asiatischer Eigentümer die bevorzugte Option“, sagte Firmenchef Karl Krause im ersten Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er äußerte sich erstmals nach dem Verkauf. Bei der Suche „nach einer langfristigen Heimat für Kiekert“ habe man nun den “finanzstarken Investor“ für ein „nachhaltiges Wachstum“ gefunden: „Wir wollten einen strategischen Käufer und möglichst keinen Wettbewerber, um Schaden von der Belegschaft in Form der berühmten Synergien fernzuhalten.“
Nach der Katastrophe der Costa Concordia mit 32 Todesopfern und zahlreichen Verletzten ist nun ein Schiff der Costa-Muttergesellschaft Carnival Corporation in den USA beschlagnahmt worden. Der Schritt erfolgte auf Antrag von Anwalt John Arthur Eaves, der die Familie eines deutschen Todesopfers des Unglücks vor der toskanischen Küste vertritt.
Gegen Überschwemmungen können sich Hausbesitzer versichern. Läuft aber lediglich Regenwasser in die unterirdische Garage, liegt keine klassische Überschwemmung vor, die von der Elementarschadenversicherung gedeckt ist. Dies entschied das Oberlandesgericht Oldenburg.