Einem Kind, das infolge eines Behandlungsfehlers schwerste Gesundheitsschäden erlitten hat, steht ein hohes Schmerzensgeld zu. In dem Fall, den das Kammergericht Berlin zu entscheiden hatte, war ein Vierjähriger zunächst wegen eines gebrochenen Arms behandelt worden. Durch ärztliche Fehler in der Folge ist das Kind seither zu 100 Prozent schwerbeschädigt und ein Pflegefall. Die Richter entschieden daher auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 650.000 Euro.
Swen Walentowski, Sprecher der Deutschen Anwaltauskunft:
O-Ton: Das Gericht das dieses hohe Schmerzensgeld – im deutschen Recht ist das ein besonders hohes Schmerzensgeld – damit begründet, dass das Kind auch mit viereinhalb Jahren möglicherweise Erinnerungen an die Zeit vor dem Unfall hat. Und wie es dort nicht behindert war und sein Leben, sein Spieltrieb usw. ausleben konnte. Das ist beispielsweise anders bei Schmerzensgeldbeträgen bei Behinderungen, die mit der Geburt eintreten. – Länge 24 sec.
Nachzulesen ist der ganze Fall unter www.arge-medizinrecht.de.
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Ingolstadt – Trotz der Eurokrise will die Volkswagen-Tochter Audi ihre ambitionierten Absatzziele nicht zurücknehmen und weltweit die Verkäufe weiter steigern. „Ja, wir sind sehr zufrieden – und das trotz der schlechten Verfassung einzelner Märkte aufgrund der Schuldenkrise. Ich denke da besonders an Italien und Spanien. Aber wir werden das Vorjahresniveau mindestens halten, weltweit wollen wir in diesem Jahr sogar rund 100.000 Einheiten drauflegen“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. 2020 will der Konzern weltweit nach wie vor zwei Millionen Autos verkaufen, bekräftigte der Manager.
Rüsselsheim/Assen – Die Opel-Händler in Europa drängen den angeschlagenen Autobauer zu mehr Offenheit. „Opel muss Farbe bekennen“, forderte der Vorsitzende des europäischen Opel-Händlerverbands EURODA und Opel-Aufsichtsratmitglied, Jaap Timmer, in der Automobilwoche. Nur so könne verlorenes Vertrauen wieder hergestellt werden, sagte Timmer der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Es gebe Kunden, die sich bereits um ihre Garantierechte und Ersatzteilversorgung sorgten. Eine klare Sprache gegenüber Kunden und Mitarbeitern sei nötig. „Ich bin zu 100 Prozent dafür, dass Opel eine PR-Offensive startet und deutliche Zeichen setzt, dass die Marke eine gute Zukunft hat.“
München – Die schwächelnde Wirtschaft im Süden der Eurozone bringt das Geschäft mit Gebrauchtwagen und Leasingrückläufern hierzulande in Gefahr. Nach einem Bericht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche fehlen jetzt für Fahrzeuge mit hohen Kilometerleistungen ab 120.000 Kilometern die traditionellen Abnehmer in Italien, Frankreich, Spanien oder Portugal. Aufgrund der Wirtschaftskrise „sind diese Märkte komplett weggebrochen“, zitiert das Blatt verschiedene Händler. Bislang wurden Fahrzeuge mit hoher Leistung mit einem Restwert von rund 38 Prozent kalkuliert und nach Südeuropa verkauft.