Dagegen sprach sich intern der Verband der Automobilindustrie (VDA) aus. Museales Ambiente passe nicht zu einem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld. Jetzt wird erwogen, die Großveranstaltung in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom abzuhalten. Nach aktuellen Planungen soll sich der Gipfel in drei Blöcke gliedern. Gesprächen in kleiner Runde von Topmanagern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel folgen für die rund 300 Teilnehmer des zweiten Blocks Vorträge von Rednern aus Auto- und Elektrowirtschaft. Dabei soll auch die „Road-Map“ der Bundesregierung für E-Mobilität erläutert werden. Zum dritten Teil des Gipfels gehört unter anderem eine Ausstellung mit innovativen Batteriezellen, Ladestationen und E-Prototypen.
Der VW-Konzern hat im Vorfeld des Gipfeltreffens laut einer internen Mitteilung „eine groß angelegte Initiative zum Thema Elektromobilität angestoßen“. Geleitet wird das Projekt mit dem Namen „e.Motion“ von VW-Manager Karl-Thomas Neumann, Ex-Chef des Zulieferers Continental. Mit einem markenübergreifenden Konzernteam soll er „die grundsätzliche Strategie und Vorgehensweise des Konzerns“ erarbeiten. Neumanns Truppe werde „nach einer umfassenden Bewertung der bereits vorliegenden Analysen sowie einer Abschätzung des Marktentwicklungspotenzials“ auch die Implementierung „vorantreiben“, heißt es laut Automobilwoche in der vertraulichen Mitteilung. „Im ersten Schritt wurde das Konzernteam mit Vertretern der Marken Volkswagen und Audi aus verschiedenen Unternehmensbereichen aufgesetzt“. Später soll das „e.Motion“-Team „mit Vertretern weiterer Konzernmarken ergänzt werden“. Die „Moderation“ wird ein spezielles „Project office“ übernehmen.
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Audi erweitert Handelsnetz in China
Audi hatte 2009 knapp 160.000 Einheiten in China verkauft. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres wurden bereits 31.900 Autos abgesetzt, ein Zuwachs von 86 Prozent. Damit wurden in China erstmals mehr Fahrzeuge als im Heimatmarkt (27.300 Fahrzeuge) verkauft. „In China läuft der Verkauf dermaßen gut, dass wir rechnerisch die Möglichkeit sehen, dass das Land schon dieses Jahr die Nummer eins für den Audi-Absatz sein wird“, betonte Schwarzenbauer.
Um in den kommenden Jahren mehr Autos als geplant in China absetzen zu können, muss das Ingolstädter Unternehmen parallel zur Erweiterung der Standorte das Personal aufstocken. Zurzeit sind in China rund 12.000 Mitarbeiter in den Audi-Händlerbetrieben beschäftigt. „Bis 2015 brauchen wir mindestens 30.000“, sagte Schwarzenbauer.
Opel: Entwicklung aller künftigen Modelle in Deutschland
Zudem soll auch die Entwicklung eines Kleinstwagens unterhalb des Corsa mit Hochdruck voran getrieben werden.
Der Marktanteil in Deutschland soll 2010 auf dem Vorjahresniveau von 8,9 Prozent gehalten werden. „Das ist möglich, aber nur, wenn man aggressives Marketing macht und preislich attraktive Pakete schnüren kann“, betonte Bieling. Er wertete den Auftritt Reillys in Darmstadt als Schritt zur Verbesserung der Kommunikation. „Zwischenzeitlich hatten wir schon das Gefühl, dass man uns dumm sterben lassen will.“
Der VDOH, der im vergangenen Jahr den Verkauf von Opel an Magna nachdrücklich unterstützt hatte, hat inzwischen seine Ansicht geändert: „Ich denke heute, dass der Verbleib bei GM für Opel bessere Perspektiven bietet“, unterstrich der Händlersprecher.
Porsche peilt zweistelliges Wachstum in Asien an
In Europa sei für Porsche 2010 voraussichtlich „allenfalls ein leichtes Wachstum“ möglich, erklärte der Manager.
Porsche hat vor allem in Europa und Nordamerika mit strengeren CO2-Regeln zu kämpfen, daher soll die Umweltverträglichkeit der vier Baureihen verbessert werden. „Die soziale Akzeptanz von Sportwagen ist ein Thema von höchster Priorität“, betonte Berning und kündigte an: „Der Verbrennungsmotor hat noch großes Potenzial, besonders beim Thema Effizienz. Darüber hinaus wird die Hybridtechnologie uns noch einen großen Schritt nach vorne bringen.“ Dagegen beurteilt Porsche rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge derzeit noch skeptisch. „Wir beobachten den Sektor Elektrotraktion“, so Berning, „aber im Moment fehlt es uns noch an Beweisen, dass rundum alltagstaugliche Autos, wie wir sie definieren, mit E-Antrieb bald möglich sind.“
Bosch will Umsatz in Kfz-Technik bis 2019 verdoppeln
Die Verschiebung der Wachstumsschwerpunkte nach Asien biete große Chancen, ergänzte Bernd Bohr, Leiter der Kfz-Techniksparte. Das gelte auch für das Potenzial, das langfristig im Elektrofahrzeug stecke.
Demnach muss die Bosch-Sparte bis 2019 einen zusätzlichen Umsatz von über 23 Milliarden Euro erwirtschaften. Bereits heute ist Bosch mit weitem Abstand der weltweit größte Autozulieferer. Allein im Erstausrüstungsgeschäft (ohne Aftersales) erzielten die Stuttgarter 2008 einen Umsatz von 33,9 Milliarden Dollar. Die japanische Denso ist mit 27,8 Milliarden Dollar die Nummer Zwei gefolgt von Continental mit rund 25 Milliarden Dollar. Die Daten basieren auf einem Ranking der Automobilwoche. Die Entwicklung 2009 wird erst im Sommer vorliegen.
Ursprünglich wollte Bosch in der Kfz-Technik, zu der auch das Aftersales-Geschäft gehört, bereits 2015 die Marke von 45 Milliarden Euro erreichen. Allerdings musste das Unternehmen in den vergangenen beiden Geschäftsjahren jeweils einen Rückgang verkraften – allein 2009 gingen die Erlöse um 18 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2007 schrieb die Sparte einen Umsatz von 28,5 Milliarden. Erst 2012 wird Bosch das Vorkrisenniveau wieder erreichen.
Bei Erlösen von rund 38 Milliarden Euro wird der Konzern 2009 einen Verlust von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro ausweisen. Das ist das schlechteste Ergebnis der Firmengeschichte und der erste Verlust seit 60 Jahren. Genaue Zahlen und Prognosen wird Bosch auf der Bilanz-Pressekonferenz am 21. April vorlegen.