Mazda Motor Europe steht vor einer großen Restrukturierung: Der japanische Importeur verringert die Anzahl seiner Mitarbeiter am Standort Leverkusen von derzeit 306 auf rund 190 Beschäftige, sagte ein Sprecher der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Als Reaktion auf „die schwierige globale finanzielle Situation“, in der sich Mazda im laufenden Geschäftsjahr 2011/2012 (bis zum 31. März 2012) befinde, unternehme die Mazda Motor Corporation signifikante Kosten- und Effizienzverbesserungen, die auch die Europa-Zentrale von Mazda am Standort Leverkusen einschließe.
Laut Aussagen des Unternehmens, wurden die Mitarbeiter von Mazda Motor Europe (MME) bereits Anfang Februar ausführlich über die aktuelle wirtschaftliche Situation informiert und darüber in Kenntnis gesetzt, dass Mazda Motor Europe zukünftig mit einer verschlankten Struktur „überwiegend strategisch“ operieren wird. Den nationalen Mazda Vertriebsgesellschaften in Europa werden demnach wieder mehr Kompetenzen übertragen. Die Erreichung der zukünftigen Personalstärke wurde von der Mazda Motor Europe Geschäftsleitung mit dem Mazda Betriebsrat verhandelt, damit die erforderliche Stellenreduzierung so sozialverträglich wie möglich gestaltet wird.
„Mazda Motors Deutschland am selben Standort in Leverkusen, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von Mazda, ist von den Restrukturierungsmaßnahmen nicht betroffen“, betont ein Sprecher. Für Mazda Deutschland, der absatzstärksten Importeursgesellschaft in Europa, arbeiten derzeit 140 Mitarbeiter. Mazda verbuchte 2011 rund 41.300 Neuzulassungen in Deutschland – ein Minus von 10,6 Prozent zum Vorjahr. Der Marktanteil lag für das Gesamtjahr 2011 bei 1.3 Prozent.
Heiligenhaus – Der Anbieter von Schließsystemen Kiekert steht offenbar unmittelbar vor dem Verkauf an das chinesische Unternehmen Lingyun. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Lingyun ist ein Tochterunternehmen des Norinco-Konzerns, der unter anderem in der Rüstungsindustrie aktiv ist. Kiekert hatte im Vorfeld lediglich bestätigt, das Lingyun zu den Kaufinteressenten am Zulieferer aus Heiligenhaus gehöre.
München – Im Streit um die massive Beschäftigung von Leiharbeitern will BMW einer Entscheidung der Gerichte zuvor kommen und sucht nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Betriebsrat. „Wir führen derzeit intensive und vertrauensvolle Gespräche mit den Arbeitsnehmervertretern“, sagte Personalvorstand Harald Krüger im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. „Wir müssen gemeinsam unsere Krisen- und Wachstumsflexibilität sicherstellen. Das ist auch wichtig für unsere Beschäftigungssicherung.“
Der Münchner Automobilkonzern BMW will weiter auf Rekordkurs bleiben und dazu auch zusätzliche Stellen schaffen. „Ende vergangenen Jahres hat die BMW Group rund 100.000 Mitarbeiter beschäftigt. Wir werden auch 2012 neue Mitarbeiter etwa in der Größenordnung des Vorjahres einstellen, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Einkauf und Vertrieb“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer im Interview mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe.
Vor dem Hintergrund seiner geplanten Modell- und Absatz-Offensive baut der Luxuswagenhersteller Maserati sein Händlernetz bis Ende nächsten Jahres massiv aus. „Wir benötigen vor der Markteinführung unserer neuen Modelle ein größeres Netz von rund 500 Händlern. Der größte Teil dieses Ausbaus wird bis Ende des Jahres passieren“, sagte Maserati CEO Harald Wester der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Mit den drei neuen Modellen soll die Fiat-Tochter laut Wester bis 2014 auf einen Absatz von 40.000 Fahrzeuge kommen – und „auf 55.000 bis 60.000 im Jahr 2015“, so Wester. Bislang verkauft Maserati deutlich weniger: 6.159 Autos im Jahr 2011, für dieses Jahr erwartet Wester eine ähnliche Zahl.