Category Archives: Auto

18Apr./09

Pischetsrieder als neuer Opel-Chef im Gespräch

Borkowski als Chef des größten Opel-Händlers in Deutschland greift mit seinem Vorschlag eine Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf. Da sich die Händler zu 20 Prozent an Opel beteiligen wollen, hätten sie zugleich Anspruch auf Vertreter im Aufsichtsrat. „Die Stimme der Händler wird dabei gehört werden müssen“, sagte Volker Bieling, Vorstandssprecher des Verbands des Opel-Händlerverbandes VDOH.
Zugleich wollen sich die Vertriebspartner gegen eine GM-Insolvenz wappnen und offene Forderungen bei der Konzernmutter eintreiben. „Jetzt muss ein eigenes Cash-Management aufgezogen werden, um sicherzustellen, dass keine Liquidität nach Amerika abgezogen wird“, verlangte AVAG-Chef Borkowski und forderte die Händler auf, „jeder sollte auf seine Außenstände achten und zusehen, dass etwa Verkaufshilfen auch tatsächlich ausgezahlt werden.“ Bislang hätten die Händler allerdings vergeblich versucht, die  auf vier Wochen festgelegten Zahlungsziele  mit Opel zu verkürzen, sagte VDOH-Vorstandssprecher Bieling der Zeitung.

04Apr./09

Opel bei Verschrottungen vorn

Den Verschrottungen (13,24 Prozent) stehen 7,95 Prozent Prämien-Verkäufe gegenüber. Dies geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor, die der Automobilwoche vorliegt. Absoluter Spitzenreiter bei den Stilllegungen (22,75 Prozent) ist zwar Volkswagen, allerdings erreichte der Wolfsburger Konzern mit 14,2 Prozent auch den höchsten Anteil aller Hersteller an den durch die Abwrackprämie geförderten Verkäufen. Zugleich gehört die tschechische VW-Tochter Skoda zu den Profiteuren der Zuschüsse. Lediglich 0,65 Prozent Skoda-Modelle werden stillgelegt, mit Umweltprämie verkauft wurden aber insgesamt 7,4 Prozent.
Ähnlich gut schneidet auch der koreanische Autobauer Hyundai ab. Nur ein Prozent seiner Modelle wanderte in die Schrottpresse, dafür entfielen aber fast acht Prozent (7,76) aller gestützten Neuwagenverkäufe auf den koreanischen Hersteller.

 

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04Apr./09

Nutzfahrzeug-Hersteller wollen Abgasnorm verschieben

Die VDA-Mitglieder Daimler, Iveco, MAN und VW seien sich bereits weitgehend einig, daher solle noch vor Ostern im europäischen Verband ACEA diese gemeinsame Position erreicht werden. „Ich bin überzeugt, dass wir uns letztlich für eine Verschiebung von Euro-6 aussprechen. Wichtig ist, dass das Moratorium schnell erfolgt. Aufgrund der langen Entwicklungszeiten brauchen wir die Entscheidung jetzt, weil sonst die Investitionen bei den Herstellern schon getätigt sind.“ Durch eine Verschiebung der Euro-6-Norm von 2012 auf 2014 würden die europäischen Nutzfahrzeughersteller laut Renschler um rund sechs Milliarden Euro entlastet. „Das würde den Steuerzahler überhaupt nichts kosten, aber den Herstellern und ihren Kunden massiv helfen“, betonte der Manager, der den Mehrpreis für ein Euro-6-Fahrzeug auf rund zehn Prozent beziffert.

Zur Belebung der Konjunktur plädierte Renschler darüber hinaus für eine allgemeine Investitionszulage für Unternehmen: „Dadurch wird zum Beispiel im Maschinenbau und der Baubranche wieder investiert, was dann auch die Transportbranche wieder belebt. Zurzeit fehlen den Spediteuren die Aufträge.“ In den ersten zwei Monaten gingen die Mauteinnahmen in Deutschland um über 20 Prozent zurück.
Eine Verschiebung der Euro-6-Norm würde sich laut Renschler auch für das Klima auszahlen: Weil der Verbrauch bei Euro-6 um zwei bis drei Prozent ansteigt, würden die Nutzfahrzeughersteller Zeit gewinnen, um die Abgasreinigung weiter zu entwickeln mit dem Ziel, auch bei Euro-6-Fahrzeugen zumindest den gleichen Verbrauch und Co2-Ausstoß wie bei Euro-5 zu erreichen.

04Apr./09

VW legt Standort für „Up“-Werk fest

Das Werk in der Slowakischen Republik fertigt derzeit große Geländewagen wie den VW Touareg und den Q7 von Audi, deren Nachfrage im Zuge der Autokrise jedoch stark abnimmt. Mit dem „Up“-Bau ab 2011 können absehbare Beschäftigungslücken geschlossen werden. Zudem gilt das VW-Werk in Bratislava als hoch produktiv und kostengünstig. Darüber hinaus verfügt es nach der Fertigung des VW Polo und des Seat Ibiza vor wenigen Jahren auch über Erfahrung im Kleinwagenbau.
Die Einstiegsversion der „Up“-Fahrzeugfamilie, die neben Volkswagen auch unter den Marken Skoda und Seat geplant ist, soll in Westeuropa weniger als 8.000 Euro kosten.