Category Archives: Auto

16Apr./10

Karmann: Betriebsrat will schnelle Magna-Lösung

Zwar habe Karmann volle Auftragsbücher, doch für Entwicklungsaufträge sei ein rascher Bescheid des Kartellamts zugunsten von Magna wichtig. Sollte nach einem etwaigen Veto der Wettbewerbshüter der unterlegene spanische Zulieferer CIE doch noch zum Zuge kommen, hätten Kunden gedroht, Aufträge abzuziehen. Dadurch wären 350 Arbeitsplätze gefährdet.

Das Kartellamt hatte Bedenken angemeldet, da es mit Webasto/Edscha nur noch einen großen Wettbewerber bei Verdecksystemen gibt. Eine Entscheidung soll bis Ende Mai fallen.
Magna hat laut Schrader einen Fortbestand des Osnabrücker Standortes und einen Erhalt der Arbeitsplätze bis 2016 zugesagt.  

13Apr./10

Smart-Händler in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

„Das Händlernetz in Europa wird in seiner jetzigen Form aus eigener Kraft aber keine vier Jahre mehr existieren können“, sagt Ulrich Fromme, Sprecher der deutschen und europäischen Smart-Händler und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Die Marke brauche dringend einen Nachfolger für den zweisitzigen Fortwo. „Dabei muss es sich aber um ein von Grund auf neues Modell handeln“, so Fromme. Der aktuelle, mehrfach modellgepflegte Zweisitzer wird seit 1998 verkauft. Wie stark die Marke inzwischen ausgeblutet ist, zeigen die Absatzzahlen: Im vergangenen Jahr wurden europaweit gerade einmal etwas mehr als 96.000 Fahrzeuge verkauft.
 
Daimler und Renault stehen kurz vor einer weitreichenden strategischen Allianz, die voraussichtlich Anfang April offiziell verkündet werden wird. Dabei wollen die beiden Autohersteller das Heckantriebsmodul des aktuellen Zweisitzers nutzen, um daraus die Nachfolgegeneration abzuleiten und auf dieser Basis gleichzeitig neue Viersitzer für Smart und Renault zu entwickeln. Das viersitzige Modell soll 2013 eingeführt werden. Grundsätzlich begrüßen die Smart-Händler die Kooperation. „Wir erhoffen uns durch die Skaleneffekte vor allem wettbewerbsfähige Fahrzeugpreise“, so Fromme. Die Ausweitung der Modellpalette verschaffe den Händlern neue Chancen. Innerhalb der Kooperation wollen die beiden Partner außerdem gemeinsam Motoren bauen und auch bei leichten Nutzfahrzeugen zusammenarbeiten. Geplant ist auch eine Überkreuzbeteiligung von rund drei Prozent.

13Apr./10

250 Neueinstellungen von Opel-Entwicklern reichen nicht

Allein durch Altersteilzeit, so Franz, würden in diesem Jahr rund 500 Entwickler ausscheiden. Bis 2014 will Opel-Chef Nick Reilly 80 Prozent der Opel-Modellpalette erneuern. Franz, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Adam Opel GmbH ist, erwartet zudem, dass verstärkt Entwicklungsaufträge vom Mutterkonzern General Motors (GM) nach Deutschland verlagert werden. Auch sorge die breite Elektrifizierungsstrategie von GM für wachsende Aufgaben. Franz: „Deshalb brauchen wir am Jahresende netto deutlich mehr Ingenieure als heute.“ Im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum arbeiten derzeit 6500 Beschäftigte, darunter 4800 Ingenieure.

13Apr./10

Bochumer Opelaner fordern faire Verteilung der Arbeit

Als Bedrohung für Bochum wird auch die von den europäischen Arbeitnehmervertretern angestrebte Rettung des Werks im belgischen Antwerpen angesehen. Die Verlagerung von Kapazitäten nach Bochum, wie sie Opel-Chef Nick Reilly bei einer Komplettschließung vorsieht, würde dann entfallen. Einenkel: „Wenn Antwerpen als Autowerk erhalten bleibt, brauchen wir eine Ersatzlösung.“
 
An Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle appelliert Einenkel in der Automobilwoche, schnell über deutsche Staatshilfen für Opel zu beschließen: „Wenn die Entscheidung über diese Hilfen nicht sehr bald getroffen wird, dann werden die noch offenen Produktionsaufträge für den Astra und den Ampera nicht nach Deutschland gehen“, warnt der Bochumer Betriebsratsvorsitzende. Die General Motors zugesagten 1,9 Milliarden Euro zur Sanierung von Opel und Vauxhall seien zu großen Teilen schon vergeben.

13Apr./10

E-Mobilität: Fragezeichen um „Gipfel“ mit Kanzlerin in Berlin

Dagegen sprach sich intern der Verband der Automobilindustrie (VDA) aus. Museales Ambiente passe nicht zu einem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld. Jetzt wird erwogen, die Großveranstaltung in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom abzuhalten. Nach aktuellen Planungen soll sich der Gipfel in drei Blöcke gliedern. Gesprächen in kleiner Runde von Topmanagern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel folgen für die rund 300 Teilnehmer des zweiten Blocks Vorträge von Rednern aus Auto- und Elektrowirtschaft. Dabei soll auch die „Road-Map“ der Bundesregierung für E-Mobilität erläutert werden. Zum dritten Teil des Gipfels gehört unter anderem eine Ausstellung mit innovativen Batteriezellen, Ladestationen und E-Prototypen.
 
Der VW-Konzern hat im Vorfeld des Gipfeltreffens laut einer internen Mitteilung „eine groß angelegte Initiative zum Thema Elektromobilität angestoßen“. Geleitet wird das Projekt mit dem Namen „e.Motion“  von VW-Manager Karl-Thomas Neumann, Ex-Chef des Zulieferers Continental. Mit einem markenübergreifenden Konzernteam soll er „die grundsätzliche Strategie und Vorgehensweise des Konzerns“ erarbeiten. Neumanns Truppe werde „nach einer umfassenden Bewertung der bereits vorliegenden Analysen sowie einer Abschätzung des Marktentwicklungspotenzials“ auch die Implementierung „vorantreiben“, heißt es laut Automobilwoche in der vertraulichen Mitteilung. „Im ersten Schritt wurde das Konzernteam mit Vertretern der Marken Volkswagen und Audi aus verschiedenen Unternehmensbereichen aufgesetzt“. Später soll das „e.Motion“-Team „mit Vertretern weiterer Konzernmarken ergänzt werden“.  Die „Moderation“ wird ein spezielles „Project office“ übernehmen.