Category Archives: Auto

22Jan./11

Daimler: Führung bei alternativen Antrieben im Premiumsegment

„Rund die Hälfte investieren wir in grüne Technologien“, unterstrich Kohler.

Bislang hat Daimler nur Kleinserien von Elektrofahrzeugen im Markt, darunter den Smart ForTwo electric Drive, die Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell sowie den Van Vito E-Cell. Anfang 2012 bringt der Konzern die dritte Generation seines Smart ForTwo Electric Drive: „Davon wollen wir im Schnitt jedes Jahr eine fünfstellige Zahl an Fahrzeugen verkaufen“, unterstrich Kohler. Im Jahr 2013 bringt Mercedes „den Supersportwagen SLS AMG in einer Elektroversion. Später folgt die S-Klasse als Plug-in-Hybrid“, so Kohler. Nach Informationen von Automotive News Europe aus gut informierten Konzernkreisen wird das Flaggschiff als Plug-in-Hybrid ab 2014 verfügbar sein.

Auch bei Mild- und Voll-Hybriden, die im Gegensatz zum Plug-in-Hybrid nicht an der Steckdose aufladbar sind, will Daimler stärker tätig werden. „Die S-Klasse Hybrid ist seit 2009 erfolgreich im Markt, die M-Klasse zudem ebenfalls seit 2009 exklusiv in den USA, wir werden den Hybridantrieb aber auch in die E- und die C-Klasse ausrollen“, erklärte Kohler. Während es sich beim aktuellen S400 Hybrid um einen Mild-Hybrid handelt, ist der aktuelle M-Klasse-Hybrid ein Full-Hybrid, der also auch rein elektrisch fahren kann. Auch bei den Hybrid-Varianten der E- und C-Klasse wird es sich um Vollhybriden handeln. Nach Informationen von Automotive News Europe werden diese bis 2013 verfügbar sein.

Die Kooperationen des Konzerns bei den neuen Technologien will Daimler zum Teil ausbauen: Für die Fertigung von Elektromotoren sucht Daimler einen Partner. Kohler: „Und es muss ein Zulieferer sein, der die Produktionskompetenz mitbringt. Denn unser technisches Konzept für einen Elektromotor steht bereits.“ Mercedes habe einen Elektromotor selbst entwickelt und erstmals im Jahr 2005 mit in dem Forschungsfahrzeugauto F600 eingesetzt und seitdem verfeinert. Die Entscheidung, mit wem wir in diesem Feld kooperieren werden, fällen wir noch in diesem Quartal.“

Um seine Lithium-Ionen-Batterien selbst zu entwickeln und zu produzieren, hat Daimler bereits ein Joint-Venture mit Evonik gegründet. Einen Verkauf dieser eigenen Batterien an Wettbewerber schließt Kohler nicht grundsätzlich aus: „Es haben schon mehrere Wettbewerber an unsere Tür geklopft, um Zellen Batterien von der Deutschen Accumotive zu kaufen. Man muss sich aber genau anschauen, in welchen Fällen das auch sinnvoll ist. Skaleneffekte können wir jedenfalls auch durch eigene Bedarfe erzielen– oder auch durch den denkbaren Verkauf an unsere Kooperation mit Renault.“

Die Beteiligung am US-Start-Up Tesla bezeichnete Kohler als „höchst fruchtbar“. „Allein unser Investment hat sich vervierfacht. Und wir werden die Zusammenarbeit Schritt für Schritt intensivieren.“ Der älteste Automobilbauer der Welt habe sich sehr erfolgreich mit dem jüngsten zusammen getan. Daimler sei sehr angetan von den Fortschritten bei Tesla: „Es wäre schön, wenn jeder Lieferant so pünktlich und zuverlässig liefern würde.“ Tesla liefert für Daimler die Batterien für die aktuelle Generation des Smart ForTwo electric drive.

21Jan./11

Golf VII kommt schon Ende 2012

Auf der betont flexiblen Fahrzeugarchitektur entstehen laut VW-internen Unterlagen „aktuell für fünf Marken unseres Konzerns 37 Fahrzeuge“. Den Anfang macht im Sommer 2012 der neue Audi A3.

Für den Golf VII arbeitet VW an verbrauchsoptimierten „Downsizing“-Motoren. Eine Elektroversion des Fünfsitzers ist für 2013 geplant. Den Verkaufspreis wird VW zwar wie üblich erst kurz vor der Markteinführung fixieren. Dennoch heißt es schon jetzt, der Golf VII mit Elektroantrieb werde „erschwinglich“ sein. Verluste, so die Vorgabe bei VW, soll die Elektrotraktion nicht verursachen. „Um in der E-Mobilität wirtschaftlich zu sein, bedarf es außerdem weiterer Kostendegression in den nächsten Jahren. Das können und werden wir schaffen“, zitiert die Automobilwoche aus ihr vorliegenden internen Unterlagen.

21Jan./11

Porsche setzt auf Diesel

Überdies prüft Porsche, den Cayenne Diesel demnächst auch in den USA zu offerieren. Dort gebe es „weitere Potenziale“ für Porsche, betonte Maier mit Blick auf den wichtigsten Einzelmarkt des Unternehmens. „Wir stellen fest, dass der Diesel in manchen Segmenten durchaus an Akzeptanz gewinnt“. Eine Entscheidung über die Einführung des Cayenne Diesel in Nordamerika sei aber noch nicht gefallen.
Auch für die geplante fünfte Modellreihe, einen kompakten Geländewagen, wird Porsche neben verbrauchsoptimierten Benzinern besonders drehmomentstarke Dieselaggregate anbieten.

21Jan./11

Mercedes fertigt weiteres Modell in China

Auch ein Motorenwerk als Teil eines Investments von drei Milliarden Euro im Daimler-Konzern ist dort geplant. Im vergangenen Jahr hat Mercedes in China mit 147.670 Fahrzeugen den Absatz um 115 Prozent gesteigert, davon 12.470 GLK. Bis 2015 soll das Volumen auf 300.000 Einheiten klettern.

Das Segment der kompakten Geländewagen dürfte in China stark zulegen. Das Beratungs- und Prognoseinstitut IHS Automotive erwartet, in den nächsten drei Jahren ein Wachstum von rund 408.000 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 568.000. Der GLK könnte dann 2013 auf 17.000 Einheiten kommen. Zum Vergleich: Der Wettbewerber Q5 von Audi dürfte laut IHS Automotive ein Volumen von 39.000 Verkäufen erreichen, während der X3 von BMW bei 5.000 Einheiten stagniert.

„China ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für uns, aber unsere Vertriebsstrategie ist natürlich nicht nur darauf fokussiert“, betonte Schmidt. So habe sich Mercedes 2010 in fast allen Regionen stark verbessert.

21Jan./11

BMW sucht neues Vertriebskonzept

Damit gibt BMW erstmals einen Hinweis auf die Vermarktung des in Leipzig produzierten Mega City Vehicle, dem ersten Großserienauto mit einer Fahrgastzelle aus superleichter Kohlefaser und einem Elektro-Antrieb. „In Großstädten suchen immer mehr Menschen nach einer Alternative zum Besitz eines Fahrzeugs“, betonte Robertson. Nutzungs- und Car-Sharing-Konzepte gelten als ein Weg, um Kunden trotz Parkplatznot und Zufahrtsbeschränkungen mobil zu halten.
Das neue Vertriebsmodell soll zunächst in diesem Jahr erst mit einem anderen Fahrzeug getestet werden. Zur Debatte steht dabei der ebenfalls in Leipzig gebaute Active E, ein Elektroauto auf Basis des Einser-BMW. Das Mega City Vehicle, dessen genaue Modellbezeichnung am 21. Februar bekannt gegeben wird, kommt 2013 auf die Straßen.