All posts by Reporter

13Nov./11

TV-Expertin Kallwass: Schon Grundschulkinder leiden an Burn out

 Berlin – TV-Expertin Angelika Kallwass sieht das Burn out-Syndrom in Deutschland selbst bei Jugendlichen weiter auf dem Vormarsch. „Selbst Kinder im Grundschulalter leiden inzwischen an Burn out-Syndromen, die ja weit gefächert sind“, sagte die Psychotherapeutin in der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“ (Ausstrahlung am kommenden Montag um 23.30 Uhr). Das stimme „etwas fassungslos“. Zudem seien nach ihren Worten auch viele ältere Schüler, Studenten und junge Erwachsene betroffen. „Die Diagnose Burn out ist inzwischen auch in den Diagnosekatalog der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen“. Damit sei das Syndrom als Krankheit anerkannt und werde auch zunehmend gestellt, betonte Kallwass. Allerdings antwortete sie auf die Frage, ob jeder Burn out bekommen könne, mit einem deutlichen „Nein“.

„Burn out bedeutet keine Kraft mehr zu haben, es nicht aus dem Bett heraus zu schaffen und auch nicht die Kraft zum Anziehen und Zähne putzen zu haben“, sagte der frühere Bankmanager und Burn out-Opfer Erhard Huber in der Sendung. Er sei in der Phase der Erkrankung ein „lebender Toter oder ein toter Lebendiger“ und warnte nachdrücklich vor einer Verharmlosung der Krankheit. er habe in dieser Phase an Alzheimer gelitten und „nicht mehr gewusst, dass ein Computer ein Computer ist.“

Download O-Ton Kallwass

Download O-Ton Huber

###########################

(Anhören: linke Maustaste, Download: rechte Maustaste, “Ziel speichern unter” )

Bitte senden Sie uns eine E-Mail auf die Adresse “service (at) vorabs.de”, wenn Sie das Audiomaterial verwendet haben.

Dabei entspricht (at) dem gewohnten Zeichen @, wir müssen aus Spam-Schutzgründen so schreiben.

12Nov./11

Opel-Betriebsrat will um deutsche Jobs kämpfen

 Rüsselsheim/Detroit – Bei General Motors gibt es Pläne, Opel-Modelle für den europäischen Markt künftig auch Südkorea und Mexiko zu fertigen. Dagegen kündigt der Betriebsrat Widerstand an: „Ab 2015 könnten rund 300.000 Opel- und Vauxhall-Fahrzeuge jährlich aus Standorten außerhalb Europas nach Europa verschifft und hier verkauft werden. Das werden wir aber niemals akzeptieren“, sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Die Fertigung muss dort stattfinden, wo die Märkte sind.“ Dies akzeptiere die Opel-Belegschaft schließlich auch im Falle des russischen Markts.
Umgekehrt sei es dagegen sinnvoll, den in Südkorea gefertigten Chevrolet Cruze auch in Europa bei Opel zu bauen, was pro Fahrzeug Logistikkosten von rund 500 Euro einsparen würde. Das Werk im polnischen Gliwice, in dem 3.400 Mitarbeiter die Modelle Astra GTC und Astra Classic bauen, fertigen, sei zudem nicht ausgelastet: „Dort können wir Produktionsausfälle nicht mit Kurzarbeit überbrücken. Da heißt es immer gleich hire and fire.“

Nach den GM-Plänen soll der ursprünglich für Antwerpen vorgesehene Kompakt-SUV auf Corsa-Basis möglicherweise in Südkorea gebaut werden, die Nachfolger von Agila und Antara könnten neben Asien auch in Mexiko gebaut werden. Hinzu kämen einige Zehntausend Einheiten des in der Türkei gebauten Combo und des Elektroautos Ampera aus den USA.

12Nov./11

Traumherbst: Winterreifenabsatz stagniert

 Bonn – Nach dem goldenen Herbst korrigiert der Bundesverband Reifenhandel (BRV) seine Absatzprognose nach unten und verabschiedet sich von seinem Jahresziel von 27,4 Millionen verkauften Winterreifen. Dieser Rekordwert aus dem Jahr 2010 ist nach Auswertung der Verkaufszahlen für Oktober „kaum noch realisierbar“, berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf Verbandsangaben. Bis Ende Oktober waren 6,7 Prozent weniger Winterreifen verkauft worden, zugleich hätten die Händler ihre Bestände aber um 9,4 Prozent gegenüber 2010 erweitert. Dadurch liegt der Bestand nun 16,1 Prozent über Vorjahr und dürfte die Preise drücken. Für einen zügigen Verkauf wären nach Einschätzung des Verbandes winterliche Straßenverhältnisse in ganz Deutschland nötig.

Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) rechnet bei Winterreifen mit einem Rückgang von 4,8 Prozent, im schlimmsten Fall wäre gar ein Rückgang um 19,3 Prozent möglich. Dies wäre nach der Branchen-Faustregel der Fall, wonach die Autofahrer ihre Reifen alle vier Jahre erneuern.
Im vergangenen Winter hatte neben glatten Straßen die Einführung der Winterreifenpflicht zu einem regelrechten Boom geführt.

12Nov./11

Bohr: „E-Mobilität ist für Bosch eine Chance“

 Der weltgrößte Zulieferer Bosch sieht durch den Trend zur Elektromobilität Chancen auf steigende Marktanteile für sich. „Das Potenzial, das wir in der E-Mobilität sehen, ist erheblich. Beim Antriebsstrang des Verbrennungsmotors sind wir in einigen Bereichen stark, anderes machen wir gar nicht – wie Getriebe, Ventile oder Kolben. Beim Elektrofahrzeug hingegen können wir den gesamten Antriebsstrang liefern“, sagte Geschäftsführer Bernd Bohr der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Das Umsatzpotenzial pro Fahrzeug sei für Bosch um ein Mehrfaches höher als bei einem Verbrennungsmotor: „Bei einem Vierzylinder-Diesel kann Bosch pro Antrieb Teile für rund 800 Euro liefern. Bei einem Elektroantrieb mit Leistungselektronik können das 1.200 bis 1.300 Euro sein, teilweise auch mehr. Da kommt die Batterie für 5.000 bis 7.000 Euro noch hinzu“, betonte der Manager.

Unter der Voraussetzung, dass „ordentliche Marktanteile“ gewonnen werden könnten, sei der Umstieg in die Elektromobilität kein Problem, sondern eine Chance: „Da dies kein plötzlicher Umbruch sein wird, sondern ein schrittweiser Übergang, ist dieser Umstieg für uns gut zu handhaben. Der Marktanteil des Verbrennungsmotors sinkt ja erst langsam von derzeit 99,9 Prozent auf vielleicht 95 Prozent 2020. Bis 2030 wird es dann nach unserer Einschätzung einen erheblich größeren Anteil Elektroautos geben“, sagte Bohr.

12Nov./11

ATU: Nach Personalabbau wieder neue Jobs

 Weiden – Nach dem Abbau von knapp 3.700 Stellen schafft die Werkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) nun wieder Jobs und stellt in 85 Filialen auf längere Öffnungszeiten sowie Zwei-Schicht-Betrieb um. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf den Geschäftsbericht zum dritten Quartal. Zugleich treibt ATU den Umsatz an, indem das Unternehmen jedem Mitarbeiter eine monatliche Prämie von bis zu 200 Euro auszahlt, wenn die Filiale den Erlös um mindestens sechs Prozent über Vorjahresmonat steigert.

Mehr Kunden gewinnt ATU derzeit mit Festpreisen für Ölwechsel, den Einbau von Nachschalldämpfern, Bremsenreparaturen und Inspektionen. Laut Quartalsbericht steigt dabei auch der Umsatz pro Kunde, da weitere Fahrzeugmängel über die Inspektion hinaus beseitigt werden.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres beschäftigte ATU 11.599 Menschen und damit 210 Mitarbeiter mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor dem Einstieg des Sanierers und VW-Managers Michael Kern brachte es die Werkstattkette sogar auf gut 15.000 Beschäftigte.