Category Archives: Auto

04Apr./09

BMW weitet Kurzarbeit aus

Eine Verschiebung der zweiten Stufe der Tariflohnerhöhung, wie sie Daimler angekündigt hatte, steht bei BMW „derzeit nicht auf der Agenda“. Dagegen laufen bei Audi Gespräche zwischen Management und Betriebsrat über eine mögliche Verschiebung. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, erklärte eine Sprecherin.
Bei Mahle soll die Produktion im Kolbenwerk Alzenau mit rund 420 Mitarbeitern laut Geschäftsführer Heinz K. Junker schon im Juni auslaufen. Zwar gilt beim Zulieferer noch ein bis Ende 2009 laufender Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag, doch ermögliche dieser, die Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft zu überführen. Sollte der Betriebsrat dem nicht zustimmen, würden die Mitarbeiter zum 30. Juni freigestellt und zum 31. Dezember gekündigt, so Europa-Personalchef Michael Krämer.
Junker hält eine Verlängerung der 2005 geschlossenen Standortsicherung „mit gleichen Konditionen für alle Werke im Moment für kritisch“. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung werde es ab 2010 „möglicherweise standortbezogene Regelungen“ geben.

04Apr./09

Conti-Aufsichtsratschef soll Reifenwerke retten

„Wir fürchten, dass die jetzige Autokrise genutzt wird, um deutsche Produktionsstätten in andere Länder zu verlagern“, sagte Bärbel Bruns, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats für das Gummi-Geschäft des Konzerns, dem Blatt. Ein Investor für ContiTech und die Reifensparte sei „derzeit nicht in Sicht“.
Mit Blick auf Koerfers Funktion als Berater des Conti-Großaktionärs Schaeffler fordert Thorsten Reese, Vertreter der leitenden Angestellten im Aufsichtsrat, „dass Koerfer seinen Zielkonflikt löst und sich mit ganzer Kraft für Conti einsetzt“. Koerfer war am 27. März gewählt worden, bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

27März/09

Mercedes ist Testkaufsieger 2009 vor BMW und VW

In Zusammenarbeit mit dem Münchner Transfer-Institut wurden im Januar und Februar insgesamt 600 Autohäuser der zwölf umsatzstärksten Marken in Deutschland von Testkunden besucht. Automobilwoche-Chefredakteur Guido Reinking: „Unsere Wettbewerbskriterien sind hart, wer sich da dreimal hintereinander behaupten kann, setzt Maßstäbe in Beratung, Präsentation und Verkauf.“
Bernd Villwock, Transfer-Geschäftsführer, ergänzte: „Die Testkauf-Studie hat sich wegen des hohen methodischen und inhaltlichen Standards bereits als neue ,Währung’ im Automobilhandel etabliert.“ Bei der Untersuchung wird mit sogenannten Mystery-Shoppern die Qualität von Beratung und Fahrzeugpräsentation in den Autohäusern getestet. Unterstützt wird die Studie von der Internetplattform mobile.de.

Mercedes-Benz hatte nach der Erhebung auch die beste Beratung zu den Themen Finanzierung, Leasing und Versicherung geboten und dafür den Sonderpreis des AAA gewonnen. Vorjahressieger Peugeot erreichte diesmal den zweiten Platz.

21März/09

Tokyo Motor Show steht vor dem Aus

Die Zulieferer Continental, ZF Friedrichshafen und Behr habe ihre Messeauftritte in Japan schon gestrichen, bei Bosch mit einer großen japanischen Tochterfirma wird noch darüber debattiert. Zuvor hatten bereits die drei US-Hersteller Ford, GM und Chrysler sowie Peugeot, die Fiat-Gruppe, Jaguar/Land Rover, Volvo und Saab ihre Teilnahme in Tokio abgesagt.       

Als Reaktion auf die Absagen der deutschen Branchengrößen befürchtet der Verband der Automobilindustrie VDA auch den Rückzug weiterer wichtiger japanischer Hersteller bei der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung im September in Frankfurt. Nissan, Mitsubishi und Daihatsu haben ihren IAA-Auftritt bereits gestrichen, auch namhafte Zulieferer sind nicht in Frankfurt vertreten.

21März/09

VW-Handel ächzt unter Kundenansturm

Viele Vertriebspartner gingen „bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit“, räumt Eichhorn ein. Volkswagen arbeite „mit Hochdruck daran, zusätzliche Produktionskapazitäten für den deutschen Markt zu realisieren, um die Lieferzeiten für unsere Kunden so kurz wie möglich zu halten“. Dennoch komme es hier zu „Engpässen“. Der Ansturm von Neuwagenkäufern zwingt die Autostadt in Wolfsburg zu einer Ausweitung der „regulären Auslieferungskapazität des Kundencenters“ ab April. Gleichwohl warnt VW intern schon jetzt vor „Einplanungsverzögerungen“ – der Handel möge mit den Kunden „eine spätere Auslieferung “ prüfen.
„Aufgrund der hohen Autostadt-Auslastung ist es in diesem Zusammenhang vorübergehend auch nicht möglich, bei produktionsbestätigten Fahrzeugen den Zielbahnhof auf Autostadtabholung zu ändern“, heißt es in dem zweiseitigen Dokument. „Wie die ersten Tage im März zeigen, hält die Nachfrage unvermindert an. Lassen Sie uns weiterhin jede Chance nutzen, um diese erfreuliche Entwicklung nachhaltig fortzuführen“.