Category Archives: Auto

03Sep./09

Insolvenz kein Thema mehr für zu Guttenberg

„Eine Insolvenz ist für den Minister kein Thema mehr“, unterstrich dagegen Einenkel. „Herr zu Guttenberg hat in dem Gespräch erklärt, dass er zwar anfangs eine geordnete Insolvenz von Opel als denkbaren Weg erwogen habe, dies jetzt aber nicht mehr verfolge.“ Der Minister habe klargestellt, dass nun auch er ohne Abstriche hinter der Präferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stehe, Opel an Magna zu verkaufen. Einenkel unterstrich, dass eine Insolvenz für die Opel-Arbeitnehmer die schlechteste Lösung sei. „Das wäre tödlich – und zwar gerade für die deutschen Opelstandorte Eisenach und Bochum.“
 
Aus Regierungskreisen verlautete unterdessen, die Bundesregierung werde nicht mehr vor der Bundestagswahl über einen Opel-Deal entscheiden. Dies gelte auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Führung von General Motors (GM) in den kommenden zwei Wochen doch noch für einen Investor aussprechen sollte.“Das wird keine Sache mehr der aktuellen Bundesregierung sein“, sagte eine Person aus dem Regierungsumfeld der Automobilwoche.

22Aug./09

Macht schwört Porsche-Team auf VW ein

Macht räumte ein, dass die Fusion mit Volkswagen nicht einfach sei: „Auf dem Weg zum Integrierten Automobilkonzern werden wir gesellschaftsrechtliche Schritte gehen, die zunächst kompliziert erscheinen.“ So werde eine sogenannte Zwischenholding zwischen die Porsche Automobil Holding SE und die Porsche AG gesetzt. „An dieser Zwischenholding wird sich im Rahmen einer gegenseitigen Beteiligung Volkswagen mit 42 Prozent durch eine Kapitalerhöhung beteiligen. Unabhängig davon bleibt weiterhin die Porsche Automobil Holding SE mit 51 Prozent an Volkswagen beteiligt.“ Weiter schreibt Macht: „Im Verlauf des Jahres 2011 soll es schließlich zu einer Verschmelzung zwischen der Porsche SE und der Volkswagen AG kommen“. VW-Chef Martin Winterkorn hingegen hatte Ende Juli, wie von Automobilwoche exklusiv gemeldet, vor seinen Führungskräften in Wolfsburg erklärt: „Ich persönlich hoffe jedoch, dass wir das schneller hinbekommen“.

Gleichzeitig gab Macht den Mitarbeitern eine umfangreiche Arbeitsplatzgarantie: „Insbesondere im Zusammenhang mit den bevorstehenden Strukturveränderungen wird es keinen Abbau von Arbeitsplätzen geben – darauf gebe ich Ihnen mein Wort“. Erklärtes Ziel sei, „so viel wie möglich von dem zu erhalten, was Porsche ausmacht und was uns in der Vergangenheit so unglaublich erfolgreich gemacht hat“. Machts Resümee: „Diese Stärken werden wir selbstbewusst verteidigen“.
      

22Aug./09

Bosch verlängert Kurzarbeit

Die Produktion am Standort Stuttgart-Feuerbach ist bereits seit vergangenem Herbst stark gedrosselt. Dort werden hauptsächlich Common-Rail-Dieselpumpen gefertigt. Weil die Abwrackprämie vor allem den Absatz von Kleinfahrzeugen mit Otto-Motor angekurbelt hat, konnte das Werk kaum von dieser Sonderkonjunktur profitieren. Dazu kommt das Geschäft mit Pumpe-Düse-Einspritzsystemen, das nach dem Ausstieg von Volkswagen bis 2012 zurückgefahren werden muss und nicht vollständig durch neue Aufträge ersetzt werden konnte.
Der Umsatz der Kfz-Technik dürfte laut Bosch in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent zurückgehen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Sparte ein Umsatzminus von 6,9 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro verzeichnet. Der operative Gewinn war von 1,7 Milliarden auf nur noch 321 Millionen Euro eingebrochen.
Sollte im zweiten Halbjahr kein klarer Aufwärtstrend erkennbar sein, will Bosch spätestens im dritten Quartal über weitergehende  Personalmaßnahmen entscheiden.

22Aug./09

Fiat Deutschland schreibt 2008 Millionen-Verlust

Die vier eigenen Niederlassungen der Fiat Group Automobiles Germany häuften einen Fehlbetrag von 15,4 (2007: minus 11,8) Millionen Euro an. Neben der Bereinigung des Händlernetzes, die 17,9 (2007: 14,7) Millionen Euro kostete, stiegen auch die Werbeausgaben um 20 Prozent auf 89,2 Millionen Euro. Durch die Insolvenz eines Großkunden mussten dessen Verbindlichkeiten von 2,5 Millionen Euro abgeschrieben werden. Das 2008 von einem externen Dienstleister übernommene Geschäft mit Ersatzteilen verursachte eine einmalige Belastung von 12,5 Millionen Euro.

Der Fahrzeugabsatz 2008 stieg insgesamt um 10,5 Prozent auf 120.574 Pkw und Transporter, dadurch kletterte auch der Umsatz überproportional um 12,1 Prozent auf 1,855 Milliarden Euro.

22Aug./09

Finanzkrise trifft die Werbeindustrie hart

Die Kürzungen im Fahrzeugmarkt (dazu zählt Nielsen neben der Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie auch Zweiräder, Reisemobile, Autohandel, Autozubehör und Reifenindustrie) treffen besonders die Publikumszeitschriften: Sie verzeichneten im ersten Halbjahr ein Minus von 26,9 Prozent auf 129,8 Millionen Euro, im zweiten Quartal beläuft sich der Rückgang sogar auf minus 30 Prozent. In Zeitungen wurden im ersten Halbjahr ebenfalls erheblich weniger Anzeigen geschaltet – ein Einbruch von zwölf Prozent auf 251,3 Millionen Euro.
Zahlungskräftigster Autowerber war wie im Vorjahr Volkswagen. Die Wolfsburger investierten im ersten Halbjahr 2009 insgesamt 101,1 Millionen Euro in Werbung, ein Plus von 4,2 Prozent. Die Plätze nach VW belegen mit Renault, Peugeot, Toyota und Citroën gleich vier Importeure.