Vertreter der Autoindustrie wie BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner erhoffen sich nun vor allem „stabile Rahmenbedingungen, da wir lange Entwicklungszyklen haben und hohe Investitionen tragen müssen“. Bei der Jahreswagenbesteuerung sind die Erwartungen geteilt. „Einerseits kann es nicht sein, dass man für ein Auto 25 Prozent weniger bezahlt, diesen Vorteil aber zu 100 Prozent versteuern muss“, betonte Burkhard Weller, Geschäftsführer der im Autohandel tätigen Weller-Gruppe. „Andererseits wüsste ich am Ende auch nicht, wie wir jemals vom hohen Rabattniveau wieder herunterkommen sollten, wenn eine neue Regierung das Geschäft mit Jahreswagen demnächst attraktiver gestalten würde.“ Die Gewerkschaften sehen das Wahlergebnis mit Sorge: „Sollten die FDP und der Wirtschaftsflügel der CDU beabsichtigen, die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter infrage zu stellen, können sie mit massiver Gegenwehr rechnen“, kündigt Niedersachsens IG-Metall-Chef Hartmut Meine an.
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BMW-Sparprogramm: „Wir sind gut im Plan“
Im Herbst 2007 hatte BMW sein ehrgeiziges Sparprogramm verkündet, wonach bis 2012 die Ausgaben gegenüber den Planungen um insgesamt sechs Milliarden Euro gekürzt würden. Davon waren vier Milliarden Euro bei den Materialkosten sowie zwei Milliarden Euro bei den Fixkosten geplant. „Nun sparen wir bis 2012 sowohl im Einkauf als auch bei den Fixkosten deutlich mehr ein“, sagte Eichiner dem Blatt.
Abwrackprämie hat „mehr geschadet als genutzt“
Durch die fehlende Abwrackprämie für Zweiräder sei der Umsatz in diesem Segment nicht vorweg genommen worden, „nach 2009 können wir aber wieder mehr aufleben“. Wenn Kunden nach dem Autokauf sich wieder um ihr Hobby kümmern könnten, sei dies günstig für die Zweiradbranche, betonte Rein: „Davon profitieren wir nächstes Jahr wieder.“
Mercedes baut C-Klasse Coupé künftig in Deutschland
Derzeit wird das Bremer Werk auf das neue C-Klasse Coupé (interne Bezeichnung C 204) umgerüstet, es basiert auf der aktuellen C Klasse (W 204). Dagegen nutzt der CLC noch die Technik des Vorgängermodells (W 203). Die Produktion des CLC könnte schon im Herbst 2010 auslaufen – wenn in Brasilien auf Vorrat gefertigt und die Nachfrage bis zur Markeinführung des neuen Modells aus dem Lager bedient wird. Ein alternatives Szenario ist, dass die Fertigung weiterläuft und der CLC über den Modellwechsel hinaus in einer zeitlich eng befristeten Übergangsphase parallel zum neuen C-Klasse Coupé angeboten wird. Im Moment verkauft Mercedes im Jahr rund 23.000 Einheiten des CLC, der bei etwas über 28.000 Euro startet. Das C-Klasse Coupé soll preislich etwas höher positioniert werden und dennoch ein deutlich größeres Absatzvolumen erreichen. Das Fahrzeug wird dann in Bremen gemeinsam mit dem E Klasse Coupé und dem E Klasse Cabrio, das nächstes Frühjahr auf den Markt kommen soll, sowie den offenen Sportwagen SLK und SL auf einer Fertigungslinie produziert werden.
Aufgrund der Logistikkosten, des komplizierten Import und Exportverfahrens, der Wechselkurse sowie des vergleichsweise geringen Lohnanteils dürfte die derzeitige Bausatzmontage in Brasilien unter dem Strich für Mercedes keinerlei Vorteile bieten. Der CLC ist das einzige Modell, das am Standort Juiz de Fora von etwas mehr als 1.100 Mitarbeitern gefertigt wird. Eine komplette Schließung des Standorts würde Daimler teuer kommen: Die Stuttgarter haben für die Ansiedelung rund 200 Millionen Dollar an Subventionen vom brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais kassiert und müssen diese bei einer Schließung vor 2016 zurückzahlen.
Deutsche Gebrauchtwagen legen bei Qualität zu
Dabei kam in der Kompaktklasse der ein- bis dreijährigen Wagen der VW Golf V hinter dem Toyota Prius auf den zweiten Platz. Das Golfvorgängermodell hatte sich zuvor noch mit dem letzten Platz begnügen müssen.
Ebenfalls weit vorn landeten der Ford Fiesta/Fusion sowie Audi A2 bei den Kleinwagen, der Audi A4 und der BMW 3er in der Mittelklasse sowie der VW Eos und die älteren Porsche 911 bei den Sportwagen/Cabrios. In der Luxus-/Oberklasse lag der VW Phaeton vor dem 7er BMW und dem Audi A6. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich auch die Mercedes E-Klasse deutlich verbessern. Bei den SUV/Geländewagen belegen Porsche Cayenne und BMW X3 Spitzenplätze.
Durch die große Zahl der analysierten Hauptuntersuchungen seien häufig auftretende Mängel an einzelnen Baugruppen und damit qualitative Unterschiede klar erkennbar, schreibt die AUTO ZEITUNG. Besonderes Augenmerk habe die GTÜ auf sicherheitsrelevante Teile wie Bremsen, Lenkung und Fahrwerk gelegt. Zudem wurden auch Ausfälle an Karosserie, Elektrik/Elektronik, Motor/Getriebe und Auspuff berücksichtigt, die häufig kostspielige Reparaturen nach sich ziehen. Ergebnisse dieser realen Technik-Checks ließen einen klaren Schluss auf die Häufigkeit von Pannen sowie die zu erwartenden Reparaturen und damit auf Zusatzkosten zu.
Das 148 Seiten starke Sonderheft Gebrauchtwagen 2010 der AUTO ZEITUNG ist zum Preis von 3,80 € im Handel erhältlich.