Damit summiert sich die Sonderzahlung auf rund 42 Millionen Euro. Schuff wollte die Zahl nicht bestätigen. Zugleich räumte er aber ein, dass die Subvention „deutlich niedriger“ ausfalle als 2008. Damals hat die deutsche Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation (MBVD) an die knapp 100 Partner rund 60 Millionen Euro gezahlt. „Trotz des schwierigen Markts ist der Mercedes-Benz-Handel in Deutschland im Schnitt profitabel, auch ohne die Sonderzahlung“, betonte der Manager.
Händlersprecher Peter Ritter begrüßte die Übereinkunft in der Automobilwoche: „Die Ergebnisse der Verhandlungen werden vom Vertreterausschuss sehr positiv bewertet und zeigen, dass Mercedes-Benz eine intensive, vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit den Händlern und ihrer Vertretung pflegt.“ Auch der Branchenverband Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ZDK würdigte diese Regelung als wegweisend und vorbildlich für alle Hersteller.
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Weitere Bieter für Karmann-Dachsysteme
Zudem wurde bekannt, dass im Falle von Magna noch kartellrechtliche Fragen geprüft werden müssen.
Außerdem laufen Gespräche mit Daimler über noch ausstehende Zahlungen an Karmann. Der Insolvenzverwalter und der Autobauer sind dabei an einer Gesamtlösung interessiert. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir uns mit den Verhandlungen auf der Zielgeraden befinden“, so der Sprecher. Erste Zahlungen seien von Daimler und anderen Kunden erfolgt und hätten für eine gewisse finanzielle Entspannung gesorgt. Für die Metal Unit und die Technische Entwicklung bei Karmann gibt es keine Interessenten. VW will lediglich Maschinen und Anlagen übernehmen.
Gerangel um Opel-Aufsichtsratsposten
Lutz sei bei den Arbeitnehmervertretern nicht durchzusetzen, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter in Rüsselsheim. Der 77-Jährige Lutz war bislang Chef der Produktentwicklung und wird für die erfolglose Modellpolitik von GM verantwortlich gemacht.
Als Interimschef im Aufsichtsrat fungiert gegenwärtig der stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, Opel-Betriebsratschef Klaus Franz. Kraft des zusätzlichen Amtes verschob er nun bereits anberaumte Aufsichtsratssitzungen auf zunächst unbestimmte Zeit. Damit stellte der Arbeitnehmervertreter sicher, dass sich auch die Wahl eines Nachfolgers verschiebt.
Der bisherige Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster war nach der GM-Entscheidung, Opel nicht an Magna zu verkaufen, zum indischen Tata-Konzern gewechselt.
Mercedes sucht neuen Claim
Neben der Signalwirkung nach außen soll der Slogan auch den eigenen Mitarbeitern mehr Identifikation mit dem Unternehmen geben. „Wir brauchen ein einfaches Motto, das für alle die Richtung vorgibt“, erklärte eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person.
Zuletzt verwendete Mercedes-Benz den Claim „Die Zukunft des Automobils“, Mitte der 90er Jahre war das Unternehmen mit „Ihr guter Stern auf allen Straßen“ erfolgreich. Ähnlich wie diese Slogans soll auch der neue Marken-Claim transportieren, was Kunden traditionell erwarten. Green Technology oder Verbrauchseffizienz stünden nach Insiderangaben dabei nicht im Mittelpunkt. Wichtig sei, dass das neue Motto sowohl auf deutsch und englisch funktioniere. Mercedes hält es auch für möglich, einen deutschsprachigen Claim im Ausland einzusetzen. Die Lkw-Sparte von Daimler verwendet seit September 2008 den Claim „Trucks you can trust“.
Zu den bekanntesten Slogans der Automobilbranche gehören in Deutschland „Vorsprung durch Technik“ von Audi und „Freude am Fahren“ von BMW. Neue Wege ging Volkswagen vor rund zwei Jahren, als der schlichte und äußerst selbstbewusste Slogan „Das Auto“ auf dem Markt eingeführt wurde.
Opel muss zum Überleben Produktpalette erweitern
Mit Blick auf gegenwärtig erfolgreiche Autos fügte er hinzu: „Da werden die Modelle Astra und Insignia bei Weitem nicht ausreichen“.
Neben dem Abbau von Überkapazitäten und der Reduzierung von Kosten müsse eine auf einem „GM-weiten Modulbaukasten aufsetzende Produktstrategie“ entwickelt werden: „Das derzeitige Portfolio muss ausdifferenziert werden, um verschiedene Nischen mit Modellen zu besetzen“, betonte Bratzel. Schließlich werde der Erfolg von Opel auch davon abhängen, wie GM die Balance zwischen Führung und Eigenständigkeit für Opel gestalte.
Bei den künftigen Standorten des Unternehmens erscheine das Werk in Antwerpen „am stärksten gefährdet“, Rüsselsheim dagegen „ist für mich gesetzt“. Über die anderen drei deutschen Werke lasse sich nach Bratzels Einschätzung „diskutieren“.