Aspekte wie die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Bedeutung der Unternehmen fänden deutlich weniger Beachtung als die reinen Bilanzkennziffern, klagte Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger in dem Blatt: „Eine Kreditentscheidung muss aber ebenso nach vorne gerichtete Kriterien berücksichtigen, also die Zukunft des Unternehmens ins Rating einfließen lassen.“ Nach den Schwierigkeiten im Jahr sei 2009 seien die Finanzdecken kleiner Betriebe stark angegriffen, sagte Geißinger, der als Vizepräsident die Zulieferer im Verband der Automobilindustrie (VDA) vertritt. Nach Ansicht der Unternehmensberatung Deloitte müssten in den nächsten Monaten „viele zahlungsunfähige Betriebe“ befürchtet werden.
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BMW startet Sonderprogramm
Betroffene Händler könnten so aus einem Vollbetrieb einen sogenannten „Satelliten-Standort“ machen. Um Kosten zu sparen, muss dieser Satellit nicht alle BMW-Standards erfüllen, er kann beispielsweise eine geringere Zahl an Vorführwagen haben, unterstrich Engel. „Sales light“ wird nach den neuen Bundesländern europaweit auch in strukturschwachen Gebieten Englands, Spaniens und Italiens starten.
Unterdessen ziehe das Großkundengeschäft wieder an, „das zeigt unser Auftragseingang. Und auch das Privatkundengeschäft normalisiert sich wieder“, prognostizierte Engel. Er betonte: „In diesem Jahr werden wir sowohl unseren Anteil am deutschen Gesamtmarkt als auch im Premiumsegment deutlich ausbauen.“ 2009 lag der Marktanteil der Marke BMW bei knapp sechs Prozent, im Premiumsegment bei 22 Prozent.
Deutschlandweit gibt es insgesamt 580 BMW- und 193 Mini-Standorte mit 221 Händlern. Die Zahl der BMW-eigenen Niederlassungen werde nicht erhöht, versicherte der Vertriebschef: „Im Gegenteil, wir geben Niederlassungsbetriebe ab.“ BMW führt 18 Niederlassungen, die Zahl ihrer Betriebe wurde im vergangenen Jahr um drei auf 43 reduziert.
Autobranche kürzte 2009 Werbe-Budgets
Zwar milderte die zusätzliche Werbung für die Abwrackprämie noch im ersten Quartal den Einbruch, doch in den darauf folgenden Monaten sanken die Ausgaben deutlich. Hersteller wie Audi (-18,7 Prozent) und Opel (-27,7 Prozent) kürzten ihre Budgets für das Gesamtjahr teilweise erheblich.
Den größten Rückgang bei den Werbeinvestitionen mussten die Fachzeitschriften mit einem Minus von 27,8 Prozent auf 23,2 Millionen Euro verkraften, gefolgt von den Publikumszeitschriften (minus 21,7 Prozent auf 268 Millionen Euro). Für Anzeigen in Zeitungen zahlten die Firmen 492,6 Millionen Euro – 9,7 Prozent weniger. Besser lief es für die Fernsehsender: Die Unternehmen aus dem Fahrzeugmarkt geben einen Großteil ihres Marketingbudgets für die Schaltung von TV-Spots aus. 2009 beliefen sich die Kosten für Fernsehwerbung trotz einer Kürzung um 6,6 Prozent auf 647,2 Millionen Euro. Die Ausgaben für Hörfunk-Spots blieben mit 228,5 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Kälteeinbruch hilft Reifenhändlern
„Und der Verkauf läuft auch zu Beginn des neuen Jahres rund, denn der Winter ist ja noch lange nicht vorbei.“
Laut Drechsler stiegen 2009 die Lieferungen von der Industrie an den Großhandel gegenüber dem Vorjahr gar um rund 30 Prozent: „Die Lagerbestände waren vielfach so weit abgeschmolzen, dass die Hersteller ganz bewusst mehr Winterreifen produziert haben.“
Dennoch kam es 2009 bei bestimmten Größen zu Engpässen. Zum einen sorgte die Abwrackprämie für stark steigende Neuzulassungen. Vor allem für die besonders gefragten Kleinwagen wurden Winterreifen dann zeitweilig knapp. Zudem gab es mancherorts „logistische Probleme“ (Drechsler) beim Transport der Pneus vom Groß- zum Einzelhandel.
Sollte der strenge Winter anhalten, könnten weitere Engpässe drohen. „Bei kleinen Formaten wie 13 und 14 Zoll kann es zu Wartezeiten von drei, vier Tagen kommen“, heißt es etwa bei Hersteller Continental.
Mercedes: Gewinnmarge weiter im Visier
Er fügte hinzu: „Es wäre aber heute unlauter zu sagen, wann wir das Gewinnziel erreichen können. Das braucht noch etwas Zeit.“ Neben dem gesunkenen Absatz 2009 machte Zetsche die hohen Investitionen in die CO2-Reduzierung für die Verschiebung verantwortlich.
Um die selbstgesteckte EBIT-Marge zu schaffen, will der Konzern bis zum Jahr 2015 den Absatz auf 1,5 Millionen Fahrzeuge ausbauen. Im Jahr 2009 hatte die PKW-Sparte des Unternehmens 1,129,300 Autos verkauft, ein Minus von rund zehn Prozent.
„Bereits heute sind wir in unseren angestammten Segmenten von der S- bis zur C-Klasse volumenmäßig die größte Premiummarke“, betonte Zetsche. „Im Kompaktsegment wollen wir mit der Nachfolgegeneration der A-und B-Klasse überproportional wachsen und uns dann eine dominante Position erarbeiten.“ Dabei sollen nach den Worten des Managers neue Technologien eingesetzt werden, die den CO2-Ausstoß „massiv“ reduzieren. „Dazu kommt die Perspektive bei den alternativen Antrieben, die uns auch dort eine Führungsposition sichern wird“, unterstrich Zetsche.