„Innovationsprozesse kann man nicht aus dem Stand zur Großserie führen“, warnte der Manager mit Blick auf Wettbewerber. Die erforderlichen Vorlaufzeiten für den Aufbau eines kompetenten Servicenetzes für Elektromobilität seien nicht zu unterschätzen, auch wenn demnächst bei anderen Herstellern ebenfalls Elektroautos in den Verkaufsräumen stünden.
Daimler wird noch im laufenden Jahr die ersten 1.000 E-Smarts an Leasingkunden ausliefern. Ab 2012 sollen jährlich mindestens 10.000 E-Smarts produziert werden. Elektroautos würden die Strahlkraft der Marke Daimler nicht schmälern, zeigte sich Weber überzeugt. „Der Antriebsstrang wird auch im Elektrozeitalter zum Markenkern von Daimler gehören.“
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Eisenmann trotzt Krise
Entsprechend sei auch der Gewinn in Mitleidenschaft gezogen worden. Für das laufende Jahr stellte der Lackieranlagenhersteller erneut einen Gewinn in Aussicht. Der im S-Dax notierte Hauptkonkurrent Dürr erwartet 2009 zwar ein positives operatives Ergebnis, wird aber netto in die Verlustzone rutschen.
Derzeit liegt der Auftragseingang von Eisenmann noch immer um 20 Prozent unter dem Wert zum Jahresende 2008. Von Krauland rechnet im Jahresverlauf mit einer schrittweisen Verbesserung der Lage: „Wir gehen aber davon aus, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren der Markt unter dem Volumen von 2008 liegt. Um die wenigen Aufträge werde stark gekämpft, was natürlich auf die Margen drücke. Im PKW-Bereich kommt die Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern, allen voran China und Brasilien. „Im Nutzfahrzeugbereich haben wir allerdings den Eindruck, dass sich auch in nächster Zeit wenig tun wird“, so der Unternehmer.
Im Geschäftsjahr 2008 hat der Familienkonzern mit weltweit mehr als 2.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 604,3 Millionen Euro erzielt. Der Vorsteuergewinn belief sich auf 64,8 Millionen Euro, der Jahresüberschuss auf 47,7 Millionen Euro.
VW: Wichtige Teile für E-Autos in Eigenregie
Die neue Reihe des VW-Kleinwagens Up! läuft 2011 an, eine Elektroversion, die auch in den USA starten wird, soll zwei Jahre später folgen.
Neben der Batterietechnik setzt Volkswagen auch bei der sogenannten E-Traktion auf die eigenen Fabriken: Die VW-Komponentenfertigung „strebt an, zum Systemlieferanten für E-Antriebstechnologie im Konzern zu werden, um damit unabhängig zu bleiben, einen Wettbewerbsvorteil aufzubauen und langfristig Kompetenz, Standorte und Beschäftigung zu sichern“, heißt es bei VW. Im Mittelpunkt steht das Werk Salzgitter, in dem bislang rund 6.200 Mitarbeiter Verbrennungsmotoren montieren.
Opel gibt Job-Garantie für Entwicklungszentrum
Der deutsche Manager, der mit dem Umbau der globalen Entwicklungsstrategie bei GM betraut ist, fügte hinzu: „Wir brauchen wirklich jeden einzelnen Ingenieur.“
GM werde sich bei der Markenstrategie sehr breit aufstellen. „Wir wollen mit allen Marken regional wachsen. Für Opel und Vauxhall bedeutet das, dass wir das Opel- und Vauxhall-Portfolio ausbauen, und zwar zügiger als bisher“, unterstrich Stracke. Die Produktentwicklung beruhte bisher auf vier regionalen Zentren, sie wird nun durch ein einheitliches globales Produktentwicklungssystem ersetzt. Dabei sei Opel „sozusagen eine Ideenschmiede für alle unsere Architekturen. Daneben ist Rüsselsheim natürlich auch weiterhin verantwortlich für die Kompakt-Architekturen in der GM-Gruppe“, sagte Stracke. Dazu gehöre auch, dass der geplante Opel-Mini im Falle seiner Genehmigung
in Europa designt werde, nicht in Korea. In Asien werde aber die Architektur für ein solches Auto entstehen.
VW befürchtet langwierige Krise
„Und das bedeutet den Entfall eines kompletten Kalenderjahres Weltgesamtmarkt in diesem Planungszeitraum“, legte VW-Vertriebsexperte Detlef Wittig den Führungskräften in dem gleichen Brief, der dem Blatt vorliegt, dar. „Dieser Effekt“, so Wittig weiter, „führt nachhaltig zu geringeren Konzern-Auslieferungen an Kunden im Vergleich zur Vorplanung und dadurch zu einem niedrigeren finanziellen Ergebnis“.
Zurückgehende Verkäufe im Kernmarkt Europa, erhebliche Überkapazitäten, hoher Preisdruck, Insolvenzrisiken bei Zulieferern und Händlern sowie eine laufende Verschlechterung des Produktmixes hin zu kleineren Fahrzeugen setzten das Volkswagen-Ergebnis „zusätzlich unter Druck“, heißt es in dem VW-Schreiben. Die Krise ist längst „noch nicht überstanden“, lautet das Fazit in der Passage von Konzernchef Winterkorn. Zugleich schärft Volkswagen die Ziele seiner Wachstumsstrategie „Mach 18“ nach, mit der Toyota bis 2018 als weltgrößter Autohersteller abgelöst werden soll. VW halte „nicht nur fest“ an den Vorgaben, so Winterkorn an die Manager. „Wir legen die Messlatte sogar noch ein Stück höher“. VW müsse nun vor allem „mit voller Kraft und höchster Konsequenz Autos profitabel verkaufen und Marktanteile erobern“, forderte der VW-Chef.