All posts by Reporter

22Jan./10

Experten fürchten Pleitewelle bei Zulieferern

Aspekte wie die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Bedeutung der Unternehmen fänden deutlich weniger Beachtung als die reinen Bilanzkennziffern, klagte Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger in dem Blatt: „Eine Kreditentscheidung muss aber ebenso nach vorne gerichtete Kriterien berücksichtigen, also die Zukunft des Unternehmens ins Rating einfließen lassen.“ Nach den Schwierigkeiten im Jahr sei 2009 seien die Finanzdecken kleiner Betriebe stark angegriffen, sagte Geißinger, der als Vizepräsident die Zulieferer im Verband der Automobilindustrie (VDA) vertritt. Nach Ansicht der Unternehmensberatung Deloitte müssten in den nächsten Monaten „viele zahlungsunfähige Betriebe“ befürchtet werden.

22Jan./10

BMW startet Sonderprogramm

Betroffene Händler könnten so aus einem Vollbetrieb einen sogenannten „Satelliten-Standort“ machen. Um Kosten zu sparen, muss dieser Satellit nicht alle BMW-Standards erfüllen, er kann beispielsweise eine geringere Zahl an Vorführwagen haben, unterstrich Engel. „Sales light“ wird nach den neuen Bundesländern europaweit auch in strukturschwachen Gebieten Englands, Spaniens und Italiens starten.

Unterdessen ziehe das Großkundengeschäft wieder an, „das zeigt unser Auftragseingang. Und auch das Privatkundengeschäft normalisiert sich wieder“, prognostizierte Engel. Er betonte: „In diesem Jahr werden wir sowohl unseren Anteil am deutschen Gesamtmarkt als auch im Premiumsegment deutlich ausbauen.“ 2009 lag der Marktanteil der Marke BMW bei knapp sechs Prozent, im Premiumsegment bei 22 Prozent.
Deutschlandweit gibt es insgesamt 580 BMW-  und 193 Mini-Standorte mit 221 Händlern. Die Zahl der BMW-eigenen  Niederlassungen werde nicht erhöht, versicherte der Vertriebschef: „Im Gegenteil, wir geben Niederlassungsbetriebe ab.“ BMW führt 18 Niederlassungen, die Zahl ihrer Betriebe wurde im vergangenen Jahr um drei auf 43 reduziert.

22Jan./10

Autobranche kürzte 2009 Werbe-Budgets

Zwar milderte die zusätzliche Werbung für die Abwrackprämie noch im ersten Quartal den Einbruch, doch in den darauf folgenden Monaten sanken die Ausgaben deutlich. Hersteller wie Audi (-18,7 Prozent) und Opel (-27,7 Prozent) kürzten ihre Budgets für das Gesamtjahr teilweise erheblich.
Den größten Rückgang bei den Werbeinvestitionen mussten die Fachzeitschriften mit einem Minus von 27,8 Prozent auf 23,2 Millionen Euro verkraften, gefolgt von den Publikumszeitschriften (minus 21,7 Prozent auf 268 Millionen Euro). Für Anzeigen in Zeitungen zahlten die Firmen 492,6 Millionen Euro – 9,7 Prozent weniger. Besser lief es für die Fernsehsender: Die Unternehmen aus dem Fahrzeugmarkt geben einen Großteil ihres Marketingbudgets für die Schaltung von TV-Spots aus. 2009 beliefen sich die Kosten für Fernsehwerbung trotz einer Kürzung um 6,6 Prozent auf 647,2 Millionen  Euro. Die Ausgaben für Hörfunk-Spots blieben mit 228,5 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

22Jan./10

Nebenkostenabrechnung an Silvester reicht nicht

Der Vermieter warf die Nebenkostenabrechnung für 2007 am Nachmittag (17:00 Uhr) von Silvester 2008 in den Briefkasten des Mieters. Er verlangte eine Nachzahlung von 650 Euro. Die Mieterin hatte ihren Briefkasten am Silvestertag bereits um 15:00 Uhr geleert und fand die Abrechnung erst am 2. Januar 2009. Sie klagte auf Feststellung, dass dem Vermieter kein Nachzahlungsanspruch zustehe.

Mit Erfolg. Der Vermieter habe die zwölfmonatige Abrechnungsfrist versäumt, so das Gericht. Grundsätzlich müsse eine Abrechnung nicht persönlich übergeben werden, sondern der Einwurf in den Briefkasten reiche aus. Damit dies aber fristgerecht geschehe, müsse dies vor der üblichen Leerung des Briefkastens geschehen. Der Einwurf am späten Nachmittag reiche hierfür nicht aus. Es bestehe auch keine allgemeine Übung, an Silvester besonders spät noch in den Briefkasten zu schauen, um etwaige Fristsachen noch rechtzeitig entgegen zu nehmen.

Hätte der Vermieter die Abrechnung persönlich übergeben, wäre dies fristgerecht gewesen, erläutern die Mietrechtsanwälte.

Informationen: www.mietrecht.net

22Jan./10

Abrechnungszeitraum der Nebenkosten nur 12 Monate

Der Mieter zog nach etwa zwei Jahren aus. Vom Vermieter verlangte er eine Abrechnung der Nebenkosten. Da diese ausblieb, klagte er auf Rückzahlung seiner Zahlungen der Nebenkosten. Während des Verfahrens rechnete der Vermieter für einen Zeitraum von 13 Monaten ab.

Die erste Instanz hatte die Klage des Mieters noch abgewiesen, vor dem Landgericht hatte er jedoch Erfolg. Der Mieter könne die Rückzahlung der gezahlten Nebenkosten verlangen, da das Mietverhältnis beendet sei. Der Vermieter habe nicht fristgerecht abgerechnet. Die zwischenzeitlich erstellte Abrechnung sei formell unwirksam, da sie keinen Zeitraum von einem Jahr umfasse. Mit 13 Monaten sei der zulässige jährliche Abrechnungszeitraum überschritten.

Bei einer Abrechnung von einem Jahr kann der Mieter diese nachvollziehen, erläutern die Mietrechtsanwälte, bei einem längeren Zeitraum sei dies ohne weiteres nicht möglich.

Informationen: www.mietrecht.net