All posts by Reporter

11Dez./10

Neuer Audi-Kleinwagen bleibt hinter Erwartungen

Der Verkauf des A1 liegt bisher weit hinter den Erwartungen. Bis Ende November wurden im Werk Brüssel zwar bereits 45.000 Autos gefertigt, aber nur 20.000 europaweit zugelassen. „Wir planen, bis Ende des Jahres etwas über 30.000 A1 auszuliefern“, betonte eine Audi-Sprecherin in der Automobilwoche.

Autoanalyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler sagte dem Blatt: „Audi fordert einen hohen Preis für ein kleines Premiumauto.“ Der Basispreis beträgt 15.800 Euro. „Den Kundenkreis muss man sich erst mal erschließen.“ Bei Mini habe das gut funktioniert, „weil Mini eine außergewöhnliche Marke mit einem richtigen Lifestyle-Produkt ist“. Dem erst vor rund drei Monaten gestarteten A1 fehle der Kultstatus. Zum Vergleich: Der bayerische Konkurrent Mini verkaufte in den vergangenen drei Monaten europaweit 42.000 Autos.

11Dez./10

Mitsubishi: Gericht stoppt Werbe-„Rückruf“-Aktion

„Das Gericht ist unserer Klage gefolgt, die in der Mitsubishi-Werbung eine unzulässige vergleichende Werbung und eine pauschale Herabsetzung und Verunglimpfung von Mitbewerbern sah“, sagte Andreas Ottofülling, Rechtsanwalt der Wettbewerbszentrale, der Automobilwoche.

Vor dem Hintergrund der massiven Toyota-Rückrufe hatte Mitsubishi versucht, Kapital aus dem Thema zu schlagen. In der umstrittenen Aktion hatte sich der inzwischen abgelöste Mitsubishi-Deutschlandchef Martin van Vugt im Stil der Terroristenfahndung der 70er-Jahre unter der Überschrift „Dringend gesucht“ über Wettbewerbsmodelle mokiert und beispielsweise zum Opel Vectra erklärt: „Gesucht wegen  seines langweiligen Designs.“ Zugleich warb der Autobauer mit dem Angebot, das eigene Fahrzeug gegen den neuen Mitsubishi Outlander zu tauschen.

11Dez./10

Getriebebauer Getrag braucht keine Landes-Bürgschaft mehr

Der Kontokorrentkredit mit einer Laufzeit von drei Jahren ist zur Finanzierung des laufenden Geschäfts der Getrag Group Transmission vorgesehen, zu der die deutschen Standorte sowie das Werk in der Slowakei und in Bari gehören. Beteiligt sind sieben deutsche Bankhäuser.

Der Getriebehersteller im Besitz der Familie Hagenmeyer war Ende 2008 aufgrund der Wirtschaftskrise und einem hochgradig fremd finanzierten Expansionskurs in heftige Turbulenzen geraten. Nach hohen Verlusten in den Jahren 2008 und 2009 wurde eine Landes-Bürgschaft  über 20 Millionen Euro benötigt, um einen Zwischenkredit abzusichern. Diese Kreditlinie wird nun durch die alte Vereinbarung ersetzt – und zwar ohne eine Umschuldung im Konzern, wie Kotecha betont.

Der Gesamtkonzern Getrag Corporate Group mit Sitz in Untergruppenbach bei Heilbronn wird im laufenden Jahr einen Umsatz von 2,59 Milliarden Euro erzielen und damit das ursprüngliche Ziel von 2,27 Milliarden Euro übertreffen. Nach Verlusten in den Jahren 2008 und 2009 will das Unternehmen operativ und netto wieder schwarze Zahlen schreiben. Dabei profitiert Getrag vor allem von der Nachfrage in Asien und Nordamerika, während in Europa das Geschäft mit Handschaltern auf das Ergebnis drückt. „Im nächsten Jahr werden wir den Umsatz und den Gewinn weiter verbessern“, zeigte sich der Manager zuversichtlich. „Getrag ist aber noch längst nicht einer komfortablen Situation.“ Die Geschäftseinheit Getrag Group Transmissions schreibt dieses Jahr Verluste, soll aber 2011 wieder eine schwarze Null erreichen.

10Dez./10

O-Ton: Ausnahme bei der Winterreifenpflicht

Verkehrsrechtsanwalt Gregor Samimi vom Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Ich bin der Auffassung, dass man da ganz konkret hinschauen muss, ob denn da auch ein Verkehrsomnibus Winterreifen aufweist oder ob ein Schulbus Winterreifen aufweist oder Rettungsfahrzeuge, Polizei und Feuerwehr – und da kann es nicht sein, dass dem Normalbürger Winterreifen vorgeschrieben werden, aber wichtige Verkehrsinstrumente davon faktisch ausgenommen sind. – Länge 23 sec.

Mehr Informationen dazu unter www.anwaltauskunft.de.

 

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10Dez./10

DAV: Gefährliche Ausnahme bei der Winterreifenpflicht

Denn die Gefahr bestehe in der Regel nicht beim Anfahren, sondern beim Bremsen.
 
Der Anwalt beklagte: „Es kann nicht sein, dass dem Normalbürger Winterreifen vorgeschrieben werden, aber wichtige Verkehrsteilnehmer von dieser Pflicht faktisch ausgenommen sind.“
 
Nach Samimis Worten gilt diese Ausnahmeregelung bundesweit. Ursache dafür könnten die erheblichen Kosten sein, die die privaten wie auch öffentlichen Fahrzeugbetreiber zu tragen hätten. Demnach koste ein Reifen allein in der Anschaffung ab 350 Euro, hinzu kämen Aufwand für Montage sowie Lagerung im Sommer.